Junior Depot Vergleich: 10 Jugend- und Kinderdepots + Ratgeber

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In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen hat das klassische Sparbuch als Starthilfe in das selbstständige Leben längst ausgedient. Experten raten daher immer wieder zu ETF- und Fondssparplänen als rentable Alternativen. Doch auch andere Formen des Wertpapierhandels können für einen kostenbewussten Vermögensaufbau für die eigenen Kinder oder Enkelkinder sorgen.

Damit Kinder von diesen Finanzprodukten profitieren können, benötigen sie ein Junior Depot. Mit einem solchen Minderjährigendepot können Sie Ihren Kindern einen guten Start ins Erwachsenenleben bieten.

Sobald Sie die finanziellen Mittel haben, sollten Sie an das Sparen für Ihre Kinder denken. Ein Junior Depot bietet dabei die beste Möglichkeit, langfristig und bereits mit kleinen Raten Geld gewinnbringend anzulegen.

Welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten und worauf Sie dabei achten müssen, erklären wir in unserem umfangreichen Kinder-Depot Ratgeber.

Junior Depot Vergleich: Die besten 10 Depots für Kinder im Überblick (Stand 11/2019)

Was das beste Depot für Sie ist, können wir Ihnen nicht genau beantworten. Die Antwort ist abhängig von einigen Faktoren wie Ihrem Anlageverhalten, Ihrer Risikobereitschaft, der Häufigkeit von Trades etc. Aber wir stellen Ihnen in unserem kurzen Junior Depot Test für verschiedene Szenarien die in unseren Augen besten Broker vor.

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1. comdirect JuniorDepot

Sorgen Sie heute für morgen vor und ermöglichen Sie Ihren Kleinsten einen finanziell entspannten Start ins selbstbestimmte Leben. Über das Junior-Depot können Sie einen Fondssparplan oder eine einmalige Wertpapieranlage (Fonds, ETF oder Aktie) ab 25 EUR monatlicher Sparrate einrichten.

Die Depotführung ist dabei kostenlos, wenn Sie:

  • regelmäßig einzahlen,
  • einen Wertpapiersparplan gewählt haben,
  • mindestens 2 Trades im Quartal tätigen.

Ansonsten fallen für die Depotführung nach einem halben Jahr 1,95 EUR im Monat an. Für Sparpläne und Orders gelten die normalen Preise.

Für die Eröffnung eines comdirect JuniorDepots müssen Sie den Antrag ausfüllen und ausgedruckt und von allen Erziehungsberechtigten unterschrieben an die Bank schicken. Alle Sorgeberechtigten müssen sich dabei über das PostIdent-Verfahren identifizieren.

Folgende Unterlagen müssen unter Umständen dem Antrag beigefügt werden:

  • Geburtsurkunde des Kindes und eventuell Personalausweis
  • Kopie des Sorgerechtsbeschlusses bei Alleinerziehenden
  • Kopie des Beschlusses über gemeinsames Sorgerecht bei nicht verheirateten Eltern
  • Heiratsurkunde bei verheirateten Eltern mit unterschiedlichen Nachnamen
  • US-Steuerformular bei US-Bürgern
  • Vollmacht, wenn andere Personen als die Eltern das Junior-Depot beantragen

comdirect bietet in seiner aktuellen Sommeraktion (Stand Juni 2019) verschiedene Prämien, wenn Sie das Junior-Depot bis 10.07.2019 eröffnen. Wählen Sie selbst aus folgenden Optionen:

  • Laufrad „Tiger“
  • LEGO Bausteine-Box
  • JBL On-Ear-Kopfhörer E35

2. Consorsbank Juniordepot

Das Consorsbank Juniordepot bietet insgesamt die besten Preise. Viele der mehr als 1.000 Sparpläne sind kostenlos, ansonsten werden nur 1,5% der Anlagesumme bei der Ausführung verlangt. Dieses Junior Depot eignet sich daher für viele Anlageformen, vor allem aber für Sparpläne und gelegentliche Trades.

3. DKB Broker U18 Depot, DEGIRO

Das DKB-Broker U18 Depot sowie das Junior Depot von Degiro bieten beste Konditionen (Orderkosten ab 2 EUR), wenn Sie ein Aktiendepot für Ihre Sprösslinge eröffnen wollen und mindestens einen Trade die Woche durchführen. Allerdings bietet Degiro keine Sparpläne.

4. Quirion

Sind Sie nur an Sparplänen interessiert, werden Sie in Quirion das beste Angebot finden. Alle Sparpläne sind bis zu den ersten 10.000 EUR gänzlich kostenlos und danach werden lediglich jährlich 0,04 % bis 0,48 % des Anlagebetrags verlangt.

Wann lohnt sich ein Kinderdepot?

Ob für den Führerschein, die erste Wohnung oder ein Work-and-Travel-Jahr, der Start ins Erwachsenensein kann teuer werden. Daher lohnt es sich, bereits nach der Geburt ein finanzielles Polster für die Sprösslinge aufzubauen. So können Sie und Ihre Kinder entspannt in die Zukunft blicken.

Doch es lohnt sich auch steuerlich: Auch Kindern steht steuerliche Freibeträge zu, genauer gesagt der Grundfreibetrag, der Sparerpauschbetrag und der Sonderausgaben-Pauschbetrag.

Wichtig: Läuft das Depot auf den Namen Ihres Kindes, werden Ihre Freibeträge nicht belastet und Sie können von höheren Steuerentlastungen profitieren.

Diese Möglichkeiten zum Sparen bietet ein Junior Depot

Wertpapiere sind regelmäßigen Kursschwankungen ausgesetzt. Als kurzfristige Geldanlage eignen sie sich daher eher weniger. Dafür bieten sie langfristig aber bessere Renditen als Tages- oder Festgeld.

Welche Möglichkeit ein Kinderdepot für das langfristige Sparen bietet, erklären wir Ihnen im Folgenden genauer.

1. Wertpapiersparplan

Wenn Sie regelmäßig kleinere Beträge sparen möchten, ist ein Sparplan für Kinder die beste Wahl. Die Mindestsparrate liegt bei 25 bzw. 50 EUR, nur einige wenige Broker erlauben auch 10 EUR. Der Turnus kann von Ihnen selbst frei gewählt werden. Möglich sind ein, zwei, drei oder sechs Monate.

  • Anlagemöglichkeiten: Sparpläne sind grundsätzlich nur mit Fonds, ETF oder Aktien möglich. Die derzeit beliebteste Variante ist das ETF-Sparen. ETF steht für Exchange Traded Fund und meint an der Börse gehandelte Indexfonds. Diese bilden die Entwicklung eines Indexes (DAX, Dow Jones etc.) oder eines bestimmten Themenfeldes (Rohstoffe, Nahrungsmittel etc.) ab.
  • Vorteile: Wertpapiersparpläne können bereits mit kleinen Beträgen eingerichtet werden. Zudem lässt sich die Sparrate in der Regel flexibel ändern und Raten können auch ausgesetzt werden. Und: Die regelmäßige Besparung mit einem immer gleichen Wert führt zum Cost-Average-Effekt.
  • Risiken: Ein Fonds kann sich auch schlechter als sein Referenzmarkt entwickeln. Zudem haben Sie durch das aktive Fondsmanagement keinen weiteren Einfluss auf die Anlage.

2. Einmalanlage

Wenn Sie einmalig einen großen Betrag für Ihr Kind anlegen wollen, und das Geld danach ruhen soll, sind Einmalanlagen die beste Variante für Sie. Eine solche Anlage eignet sich vor allem als Geschenk zu Geburt, Taufe, Schuleintritt oder anderen Festivitäten.

  • Anlagemöglichkeiten: Fonds und ETFs sowie Aktien eignen sich sehr gut für Einmalanlagen. Viele Banken bieten ein gesondertes Angebot für Einmalanlagen, hier ist dann allerdings die Wertpapierauswahl eingeschränkt.
  • Vorteile: Einmal investiert müssen Sie sich nicht weiter um die Anlage kümmern. Das Geld arbeitet im Stillen und generiert über die Jahre fleißig Rendite.
  • Risiken: Sie müssen selbst für ein ausgewogenes Portfolio sorgen. Das kann viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen. Wählen Sie hingegen ein vorgefertigtes Paket aus, haben Sie keinen Einfluss auf die Zusammenstellung.

3. Aktiendepot

Wenn Sie weder regelmäßige Beträge noch einen einzigen größeren Betrag für Ihr Kind anlegen wollen, lohnt sich ein Blick auf ein Kinderdepot mit günstigen Ordergebühren. Hier können Sie ab und zu einzelne Wertpapiere kaufen und so das Portfolio ganz individuell weiter ausbauen.

  • Anlagemöglichkeiten: Kinderdepots sind in der Regel stärker in den Handelsmöglichkeiten eingeschränkt als normale Depots. Dennoch bietet sich Ihnen bei dieser Variante eine wesentlich größere Auswahl an Anlagemöglichkeiten, auch wenn diese meist auf Aktien mit Risikoklasse 3 und niedriger beschränkt ist.
  • Vorteile: Das Aktiendepot für Kinder punktet vor allem in seiner hohen Flexibilität. Sie können jederzeit Wertpapiere kaufen und verkaufen und sich an Marktentwicklungen anpassen.
  • Risiken: Da Sie bei dieser Variante in höchster Eigenverantwortung Kapital für Ihr Kind anlegen, ist auch das Verlustrisiko durch Fehlentscheidungen höher. Sie sollten daher bereits ein hohes Maß an Erfahrung besitzen und bestenfalls bereits über mehrere Jahre Gewinne über den Wertpapierhandel erzielen.

Kosten für ein Minderjährigendepot

Fast alle Kinderdepots sind gänzlich kostenlose Depots, selbst wenn für die regulären Wertpapierdepots Verwaltungsgebühren anfallen. Alle anderen Gebühren entsprechen aber denen eines normalen Depots. Hierzu zählen:

  • Transaktionskosten
  • Orderentgelte für ETF-Sparpläne
  • Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft

Einige Banken und Broker bieten spezielle Neukundenaktionen an, etwa Guthaben beim Depotwechsel, vergünstigte Ordergebühren oder Sachprämien für Mindestanlagesummen. Lassen Sie sich davon aber nicht blenden, denn nur selten führen diese Prämien zu finanziellen Vorteilen gegenüber der Konkurrenz. Rechnen Sie daher immer vorher aus, welche konkreten Kosten bei Ihrem Anlageverhalten auf Sie zukämen.

So eröffnen Sie ein Kinderdepot

Wollen Sie ein Depot für Kinder eröffnen, ist die Vorgehensweise ebenso unkompliziert wie bei einem normalen Depot. Es werden lediglich einige weitere Unterlagen verlangt. Online Broker und Direktbanken bieten auf ihren Websites entsprechende Formulare. Diese müssen Sie nur ausfüllen, ausdrucken und per Post abschicken.

Beachten Sie, dass die Unterlagen von beiden Elternteilen unterschrieben werden und sich beide bei der Post über das Post-Ident-Verfahren legitimieren müssen. Besitzen Sie das alleinige Sorgerecht, benötigen Sie für den Antrag weder die Unterschrift noch eine Genehmigung durch den anderen Elternteil.

1. Wer darf ein Junior Depot eröffnen?

Grundsätzlich kann jeder für ein minderjähriges Kind ein Depot eröffnen. Neben den Eltern und Großeltern können also auch andere Verwandte und Freunde für die Zukunft des Kindes vorsorgen. Handelt es sich dabei um jemand anderen als die Eltern, müssen diese immer auch Ihre Einverständniserklärung abgeben.

2. Welche Unterlagen werden für die Junior Depot Eröffnung benötigt?

Wie bei jeder Depoteröffnung werden auch für ein Kinderdepot diverse Unterlagen verlangt. Da ein minderjähriges Kind nicht oder bedingt geschäftsfähig ist, müssen beide Eltern den Antrag unterschreiben.

Folgende Unterlagen müssen Sie immer einreichen:

  • Eröffnungsantrag
  • Steuer-ID des Kindes
  • Vollmacht bzw. Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertreter
  • Kopie der Geburtsurkunde des Kindes
  • Kopie des Personalausweises bei Kindern ab 16 Jahren
  • Legitimation der gesetzlichen Vertreter

Wenn Sie in familiären Verhältnissen leben, die nicht dem klassischen Familien-Konzept entsprechen, müssen dem Depotantrag weitere Unterlagen hinzugefügt werden:

  • Sind Sie alleinerziehend, müssen Sie das entsprechende Gerichtsurteil zur Alleinsorge oder die Sterbeurkunde des anderen Elternteils in Kopie beilegen.
  • Besitzen beide Eltern das Sorgerecht, sind aber nicht miteinander verheiratet, müssen Sie zusätzlich die Sorgeerklärung beider Elternteile durch das Jugendamt oder einem Notar in Kopie beifügen.
  • Sind beide Eltern verheiratet, besitzen aber unterschiedliche Nachnahmen, ist zudem eine Kopie der Heiratsurkunde notwendig.
  • Und entspricht der aktuelle Familienname des Kindes nicht dem, der in der Geburtsurkunde vermerkt ist, wird zusätzlich eine Kopie der Namensänderungsurkunde verlangt.
  • Eröffnen Sie ein Depot für Ihre adoptieren Kinder, müssen Sie den Unterlagen noch die aktualisierte Geburtsurkunde, die Adoptionsurkunde oder das Gerichtsurteil in Kopie beilegen.

Darauf sollten Sie achten

Ein Kinderdepot besitzt einige Besonderheiten, auf die Sie als Eltern achten müssen. Dies betrifft nicht nur die Zugriffsrechte, sondern auch die handelbaren Wertpapiere. Ein kurzer Überblick:

Konditionen

Nicht jedes Junior Depot wird kostenlos angeboten. Ein Depot Vergleich schafft Klarheit, welcher Broker und welche Bank das günstigste Angebot bietet. Achten Sie dabei auch auf die verschiedenen Konditionen und Voraussetzungen. Die meisten Minderjährigendepots beschränken sich auf Wertpapiersparpläne oder Einmalanlagen und bieten für die jeweilige Anlagemöglichkeit nur eine beschränkte Auswahl an Produkten. Zudem sind viele Vergünstigungen an Bedingungen oder einen Zeitraum gebunden.

Zugriff

Das Junior Depot wird auf den Namen des Kindes eröffnet, somit ist das gesamte darauf befindliche Kapital Eigentum des Kindes. Da Minderjährige aber nicht oder nur bedingt geschäftsfähig sind, werden die Erziehungsberechtigten – in der Regel beide Eltern – als Bevollmächtigte eingesetzt. Diese können dann im Sinne des Kindes Wertpapiere kaufen und verkaufen oder Sparpläne einrichten. Eröffnen die Großeltern oder Paten ein Jugenddepot, besitzen sie die Vollmacht über das Depot, sofern beide Erziehungsberechtigte dem schriftlich zugestimmt haben.

In jedem Fall endet die Vollmacht zu dem Zeitpunkt, wenn das Kind die Volljährigkeit erreicht. Dann kann es selbst über das Depotkonto frei verfügen und die Zugriffsrechte der Eltern (oder Großeltern, Paten etc.) erlöschen.

Steuern

Jeder hat Anspruch auf den Steuerfreibetrag, auch Kinder. Daher kann auch das minderjährige Kind seinen Sparerpauschbetrag geltend machen. Dann entfällt bis zu diesem Betrag die Abgeltungssteuer. Besitzt das minderjährige Kind noch andere verzinsliche Finanzprodukte, muss der Freistellungsauftrag für jedes Konto eventuell angepasst werden.

Aktuell (für das Jahr 2019) kann ein Kind von folgenden Steuer-Freibeträgen profitieren:

  • Grundfreibetrag: 9.168 EUR
  • Sparerpauschbetrag: 801 EUR
  • Sonderausgaben-Pauschbetrag: 36 EUR

Wenn Ihr Kind nur Einnahmen aus Kapitalvermögen erzielt, bleiben von den Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen also insgesamt 10.005 EUR steuerfrei. Und liegen die Gesamteinnahmen unterhalb der summierten Freibeträge, können Sie für Ihr Kind eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. In diesem Fall ist auch dann keine Abgeltungssteuer fällig, wenn die jährlichen Kapitaleinkünfte über dem Sparerpauschbetrag liegen.

Prämien für ein Junior Depot

Einige Banken locken Kunden mit Prämien, diese sind aber stets an Bedingungen geknüpft. Meistens muss ein Sparplan für einen gewissen Zeitraum und mit einem Mindestbetrag bespart werden, damit eine Prämie zwischen 25 und 100 EUR gutgeschrieben wird.

Daneben bieten einige Banken und Broker auch Prämien für einen Depotwechsel. Dieses Angebot gilt auch für Kinder bzw. das Minderjährigendepot. In diesem Fall muss das alte Kinderdepot zum neuen Broker übertragen werden. Dann winken meist attraktive Sachpreise in Form von Spielzeug oder Gutscheinen für Freizeitaktivitäten. Steuerlich entstehen dadurch keine Nachteile, da die Wertpapiere weiterhin Eigentum Ihres Kindes bleiben.

Erlaubte Risikoklassen

Minderjährige unterliegen in Deutschland einem besonderen Anlegerschutz. Aus diesem Grunde sind Kinderdepots bei fast allen Banken und Brokern für hohe Risikoklassen (mindestens Risikoklasse 5) ausgeschlossen. Spekulative Zertifikate, Optionsscheine und Co. können demnach nicht mit einem solchen Depot nicht gehandelt werden. Und wollen Sie als Bevollmächtigter dennoch eine risikoreiche Order aufgeben, wird diese abgelehnt.

Das richtige Portfolio für Kinder

Ein Junior Depot dient dem langfristigen Vermögensaufbau für Ihre Kinder. Langfristig bedeutet in diesem Fall mindestens 10 Jahre. Da viele Anleger bereits kurz nach der Geburt bis zum Schuleintritt mit dem Sparen für ihre Kinder beginnen, sind es meist sogar Laufzeiten von über 15 Jahren. Ein blindes Zusammenstellen verschiedener Wertpapiere oder die Wahl des erstbesten Sparplans kann auf lange Sicht schlechte Renditen oder andere Probleme bedeuten.

Es ist wichtig, dass Sie sich die Zeit nehmen, passende Anlageprodukte zu wählen, die über solch lange Laufzeiten sehr gute Renditen garantieren und nicht etwa durch Marktumwälzungen wertlos werden.

Risikogeschäfte sind verboten

Zwar gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, die konkret risikoreiche Geschäfte verbieten. Die meisten Bankinstitute und Broker schließen allerdings selbst gewisse Produkte für ein Junior Depot aus. Dazu zählen häufig Optionsscheine, Termingeschäfte, CFDs und andere hochriskante Geschäfte. Manche Banken wie die Consorsbank nehmen dieses Credo etwas zu streng und schließen auch solche Wertpapiere aus, die mit ihrer Risikoklasse eher moderat einzustufen sind. In solchen Fällen können Sie dieses Verbot aber umgehen, indem Sie über Ihr eigenes Depot die gewünschten Wertpapiere kaufen (sofern Sie dazu berechtigt sind) und auf das Minderjährigendepot übertragen. Grundsätzlich sollten Sie sich im Vorfeld informieren, welche Geschäfte über ein Aktiendepot für Kinder erlaubt sind und welche nicht.

Auf die Zukunft ausgerichtete Branchen

Vor allem die Debatte über den Klimawandel zeigt, wie schnell ein Markt an Bedeutung hinzugewinnen oder gänzlich verlieren kann. Die Kohleproduktion etwa wird mittelfristig keine wirtschaftliche Rolle mehr spielen, dafür werden Produzenten und Zulieferer von erneuerbaren Energien, alternativen Antrieben etc. sehr wahrscheinlich immer gefragter. Ein Kinderdepot ist langfristig ausgelegt, Sie sollten daher nur Wertpapiere aufnehmen, die auch in 10 Jahren noch im Wert steigen.

Sichere Anlagen für ein solides Fundament

Edelmetalle, Lebensmittel, Kosmetik oder Medizin sind Bereiche, die relativ unabhängig von der Marktentwicklung sind und daher als krisensicher gelten. Nehmen Sie daher einige solcher Aktien in das Minderjährigendepot auf. In Krisenzeiten können sie als Puffer fungieren.

Breite Risikostreuung

Der Wertpapierhandel ist ein risikoreiches Geschäft. Kurse sind täglich Schwankungen ausgesetzt und niemand kann hundertprozentig den Kursverlauf für die nächsten Jahre voraussagen. Nehmen Sie daher Produkte aus unterschiedlichen Märkten und Branchen auf oder nutzen Sie gleich die vielen Vorteile von Fonds und ETFs. Diese streuen das Risiko durch die Aufnahme vieler Unternehmen sehr gut: Sollte ein Unternehmen einmal Verluste machen, können die Gewinne der anderen Unternehmen dieses Defizit ausgleichen. Besonders gut eignen sich aktuell ETFs. Diese sind besonders günstig und bieten aktuell die besten Renditen. So etwa ein ETF auf den MSCI World, der hunderte Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern vereint.

FAQ – Häufig gestellte Fragen rund um das Junior Depot

1. Wem gehört das Geld auf dem Kinderdepot?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Dem Kind, auf dessen Namen das Depotkonto läuft. Die volljährigen Erziehungsberechtigten besitzen zwar eine Vollmacht, dürfen aber nicht frei über das gesparte Kapital verfügen. Auch wenn das im Kinderdepot befindliche Kapital bei dem einen oder anderen Elternteil Begehrlichkeiten weckt oder man der Meinung ist, dass man selbst ja das Geld eingezahlt hat – niemand anderes als das Kind selbst ist berechtigt, über das Geld zu verfügen.

2. Kann man ein Junior Depot vorzeitig kündigen?

Das ist prinzipiell möglich, jedoch mit dem Verlust etwaiger Prämien verbunden und Sie müssen eventuelle Laufzeiten beachten. Zudem gibt es viele rechtliche Fallstricke. Wie bereits erwähnt, ist das im Depot befindliche Kapital bzw. die darin befindlichen Wertpapiere Eigentum Ihres Kindes. Entsprechend muss Ihr Kind einer Depotlöschung zustimmen. Ist es dazu noch nicht in der Lage, müssen Sie das Geld anderweitig verwahren. Denn spätestens mit Erreichen des 18. Lebensjahres müssen Sie Ihrem Kind das entnommene Geld zurückzahlen.

3. Was passiert mit dem Junior Depot, wenn das Kind die Volljährigkeit erreicht hat?

Sobald Ihr Kind 18 Jahre alt ist, kann es voll und ganz über sein Depot verfügen. Es wird dann zu einem regulären Depot umgewandelt und die Vollmachten der Erziehungsberechtigten erlöschen. Alternativ kann das Jugenddepot auch aufgelöst werden. Die Depotbank informiert Sie in jedem Fall schriftlich über die bevorstehenden Änderungen und die Möglichkeiten des weiteren Vorgehens.

Sollte das Depot weitergeführt werden, muss das nun volljährige Kind seine Identität über das Post-Ident- oder Video-Ident-Verfahren bestätigen und alle aktualisierten Unterlagen selbst unterschreiben. Die depotführende Bank oder der Broker kann das Depotkonto sperren, sofern keine Unterlagen eingereicht werden. In diesem Fall kann niemand darüber verfügen.

Zusammenfassung

Ein Junior Depot ist eine sehr gute Möglichkeit, Vermögen für die Zukunft Ihrer Kinder aufzubauen. Zudem bietet es den angenehmen Nebeneffekt, Steuern zu sparen. Doch nicht jedes Jugenddepot eignet sich für jede Anlagestrategie. Achten Sie beim Junior Depot Vergleich daher unbedingt auf Kontoführungsgebühren, Orderkosten, Auswahl an Wertpapieren und Sparplänen, Prämien und Bedingungen. Vor allem ETF-Sparpläne bieten Ihren Kindern aktuell die besten Renditechancen bei angenehm niedrigen Kosten.

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