Junior Depot Vergleich: 8 Depot für Kinder im Überblick inkl. Ratgeber

9

Wann lohnt sich ein Junior Depot genau? In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen hat das klassische Sparbuch als Starthilfe in das selbstständige Leben längst ausgedient. Experten raten daher immer wieder zu ETF- und Fondssparplänen als rentable Alternativen. Doch auch andere Formen des Wertpapierhandels können für einen kostenbewussten Vermögensaufbau für die eigenen Kinder oder Enkelkinder sorgen. Damit Kinder von diesen Finanzprodukten profitieren können, benötigen sie ein Kinder-Depot. Mit einem solchen Kinderdepot können Sie Ihren Kindern einen guten Start ins Erwachsenenleben bieten.

Sobald Sie die finanziellen Mittel haben, sollten Sie an das Sparen für Ihre Kinder denken. Ein Kinderdepot bietet dabei die beste Möglichkeit, langfristig und bereits mit kleinen Raten Geld gewinnbringend anzulegen.

Welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten und worauf Sie dabei achten müssen, erklären wir in unserem umfangreichen Kinder-Depot Ratgeber.

Disclaimer: Geld anlegen kann sich finanziell lohnen, aber es ist nicht ohne Risiko. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

Unser TippLeistungen & Besonderheiten
Consorsbank LogoConsorsbank
Junior-Depot

  • kostenlose Depotführung ohne Bedingungen

  • schnelle Depoteröffnung online

  • flexibele Vermögensaufbau mit Fonds, ETFs oder Aktien

  • beliebte ETFs für 0 Euro Sparplangebühr

  • Wahl zwischen einer Einmalanlage (z. B. 1.000 Euro) oder einem Wertpapiersparplan (ab 25 Euro monatlich)

  • Sparraten können jederzeit angepasst oder pausiert werden

  • 20 Euro Prämie für den Abschluss des ersten Wertpapiersparplans

  • sehr hohe Einlagensicherung (Doppelbesicherung)

  • FOCUS Money: „Bester Online Broker“ (Ausgabe 18/2021)

  • €uro am Sonntag: „Sparpläne für Kinder, Testsieger“ (Ausgabe 40/2020)

Junior Depot Vergleich: Die besten 8 Depots für Kinder im Überblick (09/2021)

Was das beste Depot für Sie ist, können wir Ihnen nicht genau beantworten. Die Antwort ist abhängig von einigen Faktoren wie Ihrem Anlageverhalten, Ihrer Risikobereitschaft, der Häufigkeit von Trades etc. Aber wir stellen Ihnen in unserem Kinder Depot Vergleich für verschiedene Szenarien die in unseren Augen besten Broker vor.

Nr.Broker / AnbieterDepotführungBesonderheiten & KonditionenMehr Infos
1.Consorsbank Logo
Consorsbank
Junior-Depot

Unsere Empfehlung
0,00 €Besonderheiten:

  • kostenlose Depotführung (ohne Bedingungen)

  • schnelle Depoteröffnung online

  • 20 Euro Prämie für den ersten Wertpapiersparplan

  • mit einem Wertpapiersparplan (ab 25 € Sparrate im Monat) oder mit Einmalanlage

  • Sparraten können flexibel angepasst oder pausiert werden

  • Produkte: ETFs, Fonds und Aktien

  • perfekt für eine mittel bis langfristige Anlage



Konditionen:

  • Neukundenaktion: Aktien & ETFs über den Handelsplatz Tradegate 6 Monate lang für 0 € handeln

  • über 280 ETF-Sparpläne für 0 € Sparplangebühr

  • Kauf Zertifikate-/Aktien-Sparpläne: 1,5 % der jeweiligen Sparrate

  • Orderentgelt (ab dem 7. Monat): 4,95 € + 0,25 % vom Kurswert, mind. 9,95 € / max. 69 €

2.flatex Logo
flatex
Depot für Minderjährige
0,1 % p.a. des Kurswertes aller verwahrten WertpapiereBesonderheiten:

  • keine kostenlose Depotführung möglich

  • Eröffnung auch für Minderjährige mit Wohnsitz im Ausland

  • Depoteröffnung online nicht möglich

  • kaum Handelseinschränkungen



Konditionen:

  • Orderentgelt: 5,90 €

  • Orders in Anlagezertifikaten & Hebelprodukten: ab 0 €

  • Fonds / ETF als Sparplan: 1,50 €

  • über 250 ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr handeln

  • ETF außerhalb eines Sparplans: 5,90 €

  • negativer Guthabenzins: -0,5 % p.a. auf das Verrechnungskonto

3.Ginmon Logo
Ginmon
Kinderkonto
Ginmon-Servicegebühr von 0,75 % zzgl. 0,20 % ETF-ProduktkostenBesonderheiten:

  • digitale Geldanlage auf Basis führender Kapitalmarktforschung und Robo-Advisor Technologie

  • hohe Sicherheit und hohe Rendite

  • Sparplan ist individuell anpassbar, Mindestanlage 50 €

  • Intelligente Steueroptimierung apeironenhance

  • Eröffnung des Kinderdepots erfolgt im Ginmon-Konto des Erziehungsberechtigten



Konditionen:

  • Servicegebühr von 0,75 % zzgl. 0,20 % (klassisch) bzw. 0,24 % (nachhaltig) ETF-Produktkosten

4.comdirect Logo
comdirect
JuniorDepot
3 Jahre kostenlos, danach weiterhin kostenlos mit Wertpapiersparplan oder mit mind. 2 Trades im Quartal oder mit comdirect Girokonto,
sonst 1,95 € pro Monat
Besonderheiten:

  • kostenlose Depotführung (unter Bedingungen)

  • Depoteröffnung online möglich

  • Einmalanlage oder Sparplan für Kinder ab 25 € Sparrate



Konditionen:

  • Sparplanausführung Fonds: bis zu 100 % Discount auf den Ausgabeaufschlag

  • Sparplanausführung Aktien, ETF-Indexfonds, ETCs und Zertifikate: 1,5 % des Ordervolumens pro Transaktion und WKN

  • bei 135 Top-Preis ETFs kein Orderentgelt im Sparplan für Kinder

  • Top-Preis Fonds und KomfortFonds: mind. 75 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag

  • Orderentgelt: 4,90 € + 0,25 % vom Kurswert, mind. 9,90 € / max. 59,90 €

5.S Broker Logo
S Broker
Minderjährigendepot
ab 0,00 €Besonderheiten:

  • kostenlose Depotführung (unter Bedingungen)

  • Depoteröffnung online möglich

  • Wertpapiergeschäfte und Sparpläne mit Fonds, ETFs, ETCs und Zertifikate, mit Sparraten ab 50 €

  • Handel an allen inländischen Börsenplätzen



Konditionen:

  • Orderkosten: 8,99 € zzgl. Abwicklungsentgelt von 0,49 € und Handelsplatzentgelt von 0,99 €

  • für Vieltrader 80 % Rabatt auf die Orderprovision

  • viele Deka ETF-Sparpläne entgeltfrei (bis zu 500 € Sparplanrate)

  • 16 UBS ETF-Sparpläne entgeltfrei

  • alle weiteren ETF-Sparpläne: Orderentgelt 2,5 % der Sparplanrate

  • über 530 Fonds: viele mit reduziertem Ausgabeaufschlag bis zu 100%

6.ING Logo
ING
Direkt-Depot Junior
0,00 €Besonderheiten:

  • kostenlose Depotführung (ohne Bedingungen)

  • Depoteröffnung online nicht möglich

  • breites Angebot an Wertpapier-Sparplänen

  • Sparrate ab 50 € im Monat

  • risikoreiche Anlageklassen sind ausgeschlossen



Konditionen:

  • Orderentgelt: 4,90 € + 0,25 % vom Kurswert, max. 69,90 €

  • Aktien-, ETF- und Zertifikate-Sparpläne: 1,75 % Provision vom Kurswert beim Kauf, Orderentgelt beim Verkauf

  • Fonds/Fonds-Sparpläne: ING-Ausgabeaufschlag beim Kauf, 0 € (bis 31.12.2020) / 4,90 € (ab 01.01.2021) beim Verkauf

  • negativer Guthabenzins (ab 100.000 €): -0,5 % p.a.

7.1822direkt Logo
1822direkt
Wertpapierdepot
0,00 €, bei mind. einer Order oder einer Wertpapiersparplan-ausführung im Quartal, sonst 3,90 € pro MonatBesonderheiten:

  • kostenlose Depotführung (unter Bedingungen)

  • Neukundenangebot: 100 € Amazon.de Gutschein + bis zu 5 g Goldbarren

  • Handel an allen deutschen Börsen, 42 Auslandsbörsen und mit 14 Direkthandelspartnern

  • 25 sparplanfähige Fonds & ETFs mit Top-Rabatten

  • über 3.800 sparplanfähigen Wertpapieren

  • Sparrate ab 25 € im Monat



Konditionen:

  • ab 4,90 € pro Order Wertpapiere handeln

  • 20 % Aktiv-Trader-Rabatt auf die Orderprovision bei mehr als 100 Trades im Halbjahr

  • Sparpläne bereits ab 1,50 € pro Ausführung

  • über 11.000 Fonds mit einem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag

8.DKB Logo
DKB
DKB-Broker u18
0,00 €Besonderheiten:

  • kostenloses Depotführung (ohne Bedingungen)

  • großes Angebot an Wertpapier- und ETF-Sparplänen

  • Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 % p.a. ab 100.000,01 € Guthaben

  • hohe Einlagensicherung



Konditionen:

  • Orderentgelt: 10 € zzgl. Fremdkosten (inländischen Handelsplätze), 20 € zzgl. Fremdkosten (ausländische Handelsplätze)

  • ETF als Sparplan: 1,50 €

  • einige ETF-Einmalanlagen: 3,49 €

  • Sparplanrate: mind. 50 €

  • Sonderaktion: 115 Indexfonds über Aktionssparpläne mit 0,49 € Ausführungsentgelt günstig zu handeln

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

1. Consorsbank Junior-Depot

Consorsbank LogoDas Consorsbank Junior-Depot eignet sich hervorragend für den mittel- und langfristigen Vermögensaufbau für Ihre Kinder. Die Depotführung sowie das Verrechnungskonto sind dabei vollkommen kostenlos.

Sie können bei dem Consorsbank Kinderdepot selbst entscheiden, ob Sie nur eine Einmalanlage tätigen oder einen Sparplan auf über 1.000 Fonds, ETFs oder Aktien tätigen wollen. Ein Sparplan ist dabei ab einer Rate von 25 EUR monatlich und einer Ausführungsgebühr von 1,5 % der Anlagesumme möglich.

2. flatex Depot für Minderjährige

flatex LogoÜber den deutschen Broker flatex können Sie ebenfalls ein Depot für Minderjährige eröffnen. Dies ist aber nur schriftlich per Post möglich. Senden Sie dazu alle geforderten Unterlagen ausgefüllt an flatex.

Die Depotführung ist leider nicht mehr kostenlos. flatex erhebt eine Depotgebühr in Höhe von 0,1 % p.a. auf Basis des Kurswertes aller verwahrten Wertpapiere sowie einen Guthabenzins von – 0,5 % p.a. auf Bareinlagen.

Für alle Orders (börslich und außerbörslich) sowie den ETF-Kauf außerhalb eines Sparplans werden 5,90 EUR fällig. Sparpläne kosten je Ausführung und ISIN 1,50 EUR. Über 250 der mehr als 1.000 ETF-Sparpläne sind sogar ohne Ordergebühren handelbar.

3. S Broker Depot für Minderjährige

S Broker LogoAuch der Brokerage der Sparkassen bietet ein Minderjährigendepot zu attraktiven Konditionen. Die Depotführung ist kostenlos, sofern im Quartal mindestens eine Transaktion (darunter fallen auch Sparplanausführungen) durchgeführt wird oder ein Vermögensstand von mindestens 10.000 EUR und ein positiver Depotbestand vorliegen. Andernfalls werden 3,99 EUR monatlich verlangt.

Sie erhalten Zugriff auf alle deutschen Börsen, ausländische Börsen sind jedoch für das Junior Depot gesperrt. Daneben gelten weitere Handelseinschränkungen zum Schutze des Kindesvermögens:

  • Es sind nur Sparpläne auf Aktien, Fonds, ETFs, ETCs und Anleihen möglich
  • Ausgeschlossen sind Auslandsgeschäfte sowie der Handel mit Optionsscheinen und Derivaten
  • Ein Effektenkredit wird nicht gewährt
  • Es kann kein Währungskonto eingerichtet werden

Die Orderkosten liegen mit mindestens 8,99 EUR zuzüglich einem Abwicklungsentgelt von 0,49 EUR und einem Handelsplatzentgelt von 0,99 EUR im Mittelfeld. Vieltrader kommen in den Genuss von bis zu 80 % Rabatt auf die Orderprovision. Zudem bietet sBroker regelmäßig Aktionen mit kostenlosen Ordergebühren auf ausgewählte Wertpapiere.

Sparpläne sind mit 2,5 % auf das Ordervolumen hingegen recht teuer. Dafür erhalten Sie Zugriff auf über 1.800 Sparpläne, bei denen in vielen Fällen sogar das Orderentgelt bzw. der Ausgabeaufschlag entfällt. Sparpläne sind ab einer Rate von 50 EUR möglich. Sie können die Zahlungen jederzeit pausieren und den Kindersparplan kostenlos anpassen oder löschen. Zudem sind weitere Einzahlungen möglich.

4. eToro Kinderdepot

eToro LogoEin konkretes eToro Junior Depot gibt es bei dem weltweit führenden CFD- und Aktien-Broker nicht. Aber: Sie können über Ihren Account beliebig viele Unterkonten eröffnen.

Eröffnen Sie dazu einfach ein neues Konto mit eigenem Benutzernamen, E-Mail und Passwort. Schalten Sie dieses Konto für das Live-Trading frei, hinterlegen Sie einfach Ihre für Ihr eigentliches Tradingkonto eingereichten Dokumente. eToro verknüpft dann automatisch das neue (Kinder-)Konto mit Ihrem Account und Sie können darüber unabhängig zu den anderen Konten Wertpapiere handeln oder Strategien von Top Tradern kopieren.

5. quirion ETF-Kindersparplan

quirion LogoWollen Sie kostengünstig und risikofrei für die Zukunft Ihrer Kinder vorsorgen, ist das Kinderdepot des Robo-Advisors quirion die beste Alternative.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie nur einen einmaligen Betrag anlegen oder mit Sparraten ab 30 EUR monatlich das Kindesvermögen kontinuierlich steigern wollen. Es gibt dabei keinen Zwang für eine der beiden Varianten. Entscheiden Sie sich später um oder wollen Einzahlungen pausieren, ist das kein Problem.

Quirion legt das Geld automatisch an. Es ist dabei unerheblich, wann, wie und wieviel Geld eingezahlt wird. Die Gebühren sind mit 0,48 % p.a. aktuell unschlagbar günstig.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie, Familienmitglieder und Freunde jederzeit weitere Einzahlungen auf das Verrechnungskonto tätigen können.

Wann lohnt sich ein Kinderdepot?

Ob für den Führerschein, die erste Wohnung oder ein Work-and-Travel-Jahr, der Start ins Erwachsenensein kann teuer werden. Daher lohnt es sich, bereits nach der Geburt ein finanzielles Polster für die Sprösslinge aufzubauen. So können Sie und Ihre Kinder entspannt in die Zukunft blicken.

Doch es lohnt sich auch steuerlich: Auch Kindern steht steuerliche Freibeträge zu, genauer gesagt der Grundfreibetrag, der Sparerpauschbetrag und der Sonderausgaben-Pauschbetrag.

Läuft das Depot auf den Namen Ihres Kindes, werden Ihre Freibeträge nicht belastet und Sie können von höheren Steuerentlastungen profitieren.

Diese Möglichkeiten zum Sparen bietet ein Junior Depot

Wertpapiere sind regelmäßigen Kursschwankungen ausgesetzt. Als kurzfristige Geldanlage eignen sie sich daher eher weniger. Dafür bieten sie langfristig aber bessere Renditen als Tages- oder Festgeld. Welche Möglichkeit ein Kinderdepot für das langfristige Sparen bietet, erklären wir Ihnen im Folgenden genauer.

1. Wertpapiersparplan

Wenn Sie regelmäßig kleinere Beträge sparen möchten, ist ein Sparplan für Kinder die beste Wahl. Die Mindestsparrate liegt bei 25 bzw. 50 EUR, nur einige wenige Broker erlauben auch 10 EUR. Der Turnus kann von Ihnen selbst frei gewählt werden. Möglich sind ein, zwei, drei oder sechs Monate.

  • Anlagemöglichkeiten: Sparpläne sind grundsätzlich nur mit Fonds, ETF oder Aktien möglich. Die derzeit beliebteste Variante ist das ETF-Sparen. ETF steht für Exchange Traded Fund und meint an der Börse gehandelte Indexfonds. Diese bilden die Entwicklung eines Indexes (DAX, Dow Jones etc.) oder eines bestimmten Themenfeldes (Rohstoffe, Nahrungsmittel etc.) ab.
  • Vorteile: Wertpapiersparpläne können bereits mit kleinen Beträgen eingerichtet werden. Zudem lässt sich die Sparrate in der Regel flexibel ändern und Raten können auch ausgesetzt werden. Und: Die regelmäßige Besparung mit einem immer gleichen Wert führt zum Cost-Average-Effekt.
  • Risiken: Ein Fonds kann sich auch schlechter als sein Referenzmarkt entwickeln. Zudem haben Sie durch das aktive Fondsmanagement keinen weiteren Einfluss auf die Anlage.

2. Einmalanlage

Wenn Sie einmalig einen großen Betrag für Ihr Kind anlegen wollen, und das Geld danach ruhen soll, sind Einmalanlagen die beste Variante für Sie. Eine solche Anlage eignet sich vor allem als Geschenk zu Geburt, Taufe, Schuleintritt oder anderen Festivitäten.

  • Anlagemöglichkeiten: Fonds und ETFs sowie Aktien eignen sich sehr gut für Einmalanlagen. Viele Banken bieten ein gesondertes Angebot für Einmalanlagen, hier ist dann allerdings die Wertpapierauswahl eingeschränkt.
  • Vorteile: Einmal investiert müssen Sie sich nicht weiter um die Anlage kümmern. Das Geld arbeitet im Stillen und generiert über die Jahre fleißig Rendite.
  • Risiken: Sie müssen selbst für ein ausgewogenes Portfolio sorgen. Das kann viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen. Wählen Sie hingegen ein vorgefertigtes Paket aus, haben Sie keinen Einfluss auf die Zusammenstellung.

3. Aktiendepot

Wenn Sie weder regelmäßige Beträge noch einen einzigen größeren Betrag für Ihr Kind anlegen wollen, lohnt sich ein Blick auf ein Kinderdepot mit günstigen Ordergebühren. Hier können Sie ab und zu einzelne Wertpapiere kaufen und so das Portfolio ganz individuell weiter ausbauen.

  • Anlagemöglichkeiten: Kinderdepots sind in der Regel stärker in den Handelsmöglichkeiten eingeschränkt als normale Depots. Dennoch bietet sich Ihnen bei dieser Variante eine wesentlich größere Auswahl an Anlagemöglichkeiten, auch wenn diese meist auf Aktien mit Risikoklasse 3 und niedriger beschränkt ist.
  • Vorteile: Das Aktiendepot für Kinder punktet vor allem in seiner hohen Flexibilität. Sie können jederzeit Wertpapiere kaufen und verkaufen und sich an Marktentwicklungen anpassen.
  • Risiken: Da Sie bei dieser Variante in höchster Eigenverantwortung Kapital für Ihr Kind anlegen, ist auch das Verlustrisiko durch Fehlentscheidungen höher. Sie sollten daher bereits ein hohes Maß an Erfahrung besitzen und bestenfalls bereits über mehrere Jahre Gewinne über den Wertpapierhandel erzielen.

Kosten für ein Minderjährigendepot

Fast alle Kinderdepots sind gänzlich kostenlose Depots, selbst wenn für die regulären Wertpapierdepots Verwaltungsgebühren anfallen. Alle anderen Gebühren entsprechen aber denen eines normalen Depots. Hierzu zählen:

  • Transaktionskosten
  • Orderentgelte für ETF-Sparpläne
  • Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft

Einige Banken und Broker bieten spezielle Neukundenaktionen an, etwa Guthaben beim Depotwechsel, vergünstigte Ordergebühren oder Sachprämien für Mindestanlagesummen. Lassen Sie sich davon aber nicht blenden, denn nur selten führen diese Prämien zu finanziellen Vorteilen gegenüber der Konkurrenz. Rechnen Sie daher immer vorher aus, welche konkreten Kosten bei Ihrem Anlageverhalten auf Sie zukämen.

Kinderdepot eröffnen: Diese Schritte sind notwendig!

Wollen Sie ein Depot für Kinder eröffnen, ist die Vorgehensweise ebenso unkompliziert wie bei einem normalen Depot. Es werden lediglich einige weitere Unterlagen verlangt. Online Broker und Direktbanken bieten auf ihren Websites entsprechende Formulare. Diese müssen Sie nur ausfüllen, ausdrucken und per Post abschicken.

1. Wer darf ein Junior Depot eröffnen?

Grundsätzlich kann jeder für ein minderjähriges Kind ein Depot eröffnen. Neben den Eltern und Großeltern können also auch andere Verwandte und Freunde für die Zukunft des Kindes vorsorgen. Handelt es sich dabei um jemand anderen als die Eltern, müssen diese immer auch Ihre Einverständniserklärung abgeben.

Beachten Sie, dass die Unterlagen von beiden Elternteilen unterschrieben werden und sich beide bei der Post über das Post-Ident-Verfahren legitimieren müssen. Besitzen Sie das alleinige Sorgerecht, benötigen Sie für den Antrag weder die Unterschrift noch eine Genehmigung durch den anderen Elternteil.

2. Welche Unterlagen werden für die Junior Depot Eröffnung benötigt?

Wie bei jeder Depoteröffnung werden auch für ein Kinderdepot diverse Unterlagen verlangt. Da ein minderjähriges Kind nicht oder bedingt geschäftsfähig ist, müssen beide Eltern den Antrag unterschreiben.

Folgende Unterlagen müssen Sie immer einreichen:

  • Eröffnungsantrag
  • Steuer-ID des Kindes
  • Vollmacht bzw. Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertreter
  • Kopie der Geburtsurkunde des Kindes
  • Kopie des Personalausweises bei Kindern ab 16 Jahren
  • Legitimation der gesetzlichen Vertreter

Wenn Sie in familiären Verhältnissen leben, die nicht dem klassischen Familien-Konzept entsprechen, müssen dem Depotantrag weitere Unterlagen hinzugefügt werden:

  • Sind Sie alleinerziehend, müssen Sie das entsprechende Gerichtsurteil zur Alleinsorge oder die Sterbeurkunde des anderen Elternteils in Kopie beilegen.
  • Besitzen beide Eltern das Sorgerecht, sind aber nicht miteinander verheiratet, müssen Sie zusätzlich die Sorgeerklärung beider Elternteile durch das Jugendamt oder einem Notar in Kopie beifügen.
  • Sind beide Eltern verheiratet, besitzen aber unterschiedliche Nachnahmen, ist zudem eine Kopie der Heiratsurkunde notwendig.
  • Und entspricht der aktuelle Familienname des Kindes nicht dem, der in der Geburtsurkunde vermerkt ist, wird zusätzlich eine Kopie der Namensänderungsurkunde verlangt.
  • Eröffnen Sie ein Depot für Ihre adoptieren Kinder, müssen Sie den Unterlagen noch die aktualisierte Geburtsurkunde, die Adoptionsurkunde oder das Gerichtsurteil in Kopie beilegen.

Darauf sollten Sie bei einem Kinderdepot achten

Ein Kinderdepot besitzt einige Besonderheiten, auf die Sie als Eltern achten müssen. Dies betrifft nicht nur die Zugriffsrechte, sondern auch die handelbaren Wertpapiere. Ein kurzer Überblick:

1. Konditionen

Nicht jedes Junior Depot wird kostenlos angeboten. Ein Depot Vergleich schafft Klarheit, welcher Broker und welche Bank das günstigste Angebot bietet.

Achten Sie dabei auch auf die verschiedenen Konditionen und Voraussetzungen. Die meisten Minderjährigendepots beschränken sich auf Wertpapiersparpläne oder Einmalanlagen und bieten für die jeweilige Anlagemöglichkeit nur eine beschränkte Auswahl an Produkten. Zudem sind viele Vergünstigungen an Bedingungen oder einen Zeitraum gebunden.

2. Zugriff

Das Junior Depot wird auf den Namen des Kindes eröffnet, somit ist das gesamte darauf befindliche Kapital Eigentum des Kindes. Da Minderjährige aber nicht oder nur bedingt geschäftsfähig sind, werden die Erziehungsberechtigten – in der Regel beide Eltern – als Bevollmächtigte eingesetzt. Diese können dann im Sinne des Kindes Wertpapiere kaufen und verkaufen oder Sparpläne einrichten.

Eröffnen die Großeltern oder Paten ein Jugenddepot, besitzen sie die Vollmacht über das Depot, sofern beide Erziehungsberechtigte dem schriftlich zugestimmt haben.

In jedem Fall endet die Vollmacht zu dem Zeitpunkt, wenn das Kind die Volljährigkeit erreicht. Dann kann es selbst über das Depotkonto frei verfügen und die Zugriffsrechte der Eltern (oder Großeltern, Paten etc.) erlöschen.

3. Steuern

Jeder hat Anspruch auf den Steuerfreibetrag, auch Kinder. Daher kann auch das minderjährige Kind seinen Sparerpauschbetrag geltend machen. Dann entfällt bis zu diesem Betrag die Abgeltungssteuer.

Besitzt das minderjährige Kind noch andere verzinsliche Finanzprodukte, muss der Freistellungsauftrag für jedes Konto eventuell angepasst werden.

Aktuell (für das Jahr 2019) kann ein Kind von folgenden Steuer-Freibeträgen profitieren:

  • Grundfreibetrag: 9.168 EUR
  • Sparerpauschbetrag: 801 EUR
  • Sonderausgaben-Pauschbetrag: 36 EUR

Wenn Ihr Kind nur Einnahmen aus Kapitalvermögen erzielt, bleiben von den Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen also insgesamt 10.005 EUR steuerfrei.

Liegen die Gesamteinnahmen unterhalb der summierten Freibeträge, können Sie für Ihr Kind eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. In diesem Fall ist auch dann keine Abgeltungssteuer fällig, wenn die jährlichen Kapitaleinkünfte über dem Sparerpauschbetrag liegen.

4. Prämien für ein Junior Depot

Einige Banken locken Kunden mit Prämien, diese sind aber stets an Bedingungen geknüpft. Meistens muss ein Sparplan für einen gewissen Zeitraum und mit einem Mindestbetrag bespart werden, damit eine Prämie zwischen 25 und 100 EUR gutgeschrieben wird.

Daneben bieten einige Banken und Broker auch Prämien für einen Depotwechsel. Dieses Angebot gilt auch für Kinder bzw. das Minderjährigendepot. In diesem Fall muss das alte Kinderdepot zum neuen Broker übertragen werden. Dann winken meist attraktive Sachpreise in Form von Spielzeug oder Gutscheinen für Freizeitaktivitäten.

Steuerlich entstehen dadurch keine Nachteile, da die Wertpapiere weiterhin Eigentum Ihres Kindes bleiben.

5. Erlaubte Risikoklassen

Minderjährige unterliegen in Deutschland einem besonderen Anlegerschutz. Aus diesem Grunde sind Kinderdepots bei fast allen Banken und Brokern für hohe Risikoklassen (mindestens Risikoklasse 5) ausgeschlossen.

Spekulative Zertifikate, Optionsscheine und Co. können demnach nicht mit einem solchen Depot nicht gehandelt werden. Und wollen Sie als Bevollmächtigter dennoch eine risikoreiche Order aufgeben, wird diese abgelehnt.

Risikobeschränkung für Kinderdepots

Immer wieder fragen sich Anleger, warum Minderjährigendepots überhaupt risikobeschränkt sind. Es ist verständlich, dass bei der Verwaltung des Vermögens Minderjähriger ein besonders Interesse nach Verlustbegrenzung besteht. Insbesondere, da Kinder und Jugendliche in der Regel nicht mitentscheiden können, was mit ihrem Geld geschehen soll. In diesem Sinne wäre ein einfacher Hinweis oder eine Empfehlung seitens der Bank bzw. des Brokers vollkommen ausreichend.

Stellungnahme der BaFin

Warum aber schließen viele Depotanbieter den Handel mit risikoreichen Wertpapieren generell aus? Auch wir fanden dazu keine befriedigende Antwort. Daher wandten wir uns direkt an die BaFin und fragten nach, welche Gesetzgebung dem zugrunde liegt. Ein Mitarbeiter klärte uns folgendermaßen auf:

Kinderdepots unterliegen als Wertpapierdienstleistung dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Laut § 63 Absatz 1 WpHG sollen diese Wertpapierdienstleistungen im bestmöglichen Interesse des Kunden erbracht werden. Banken und Broker dürfen daher nur jene Finanzinstrumente empfehlen und anbieten, die auch dem Kundeninteresse entsprechen (§ 63 Abs. 5 Satz 2 WpHG). Um nun jenes Kundeninteresse zu ermitteln – und der gesetzlichen Verpflichtung gerecht zu werden – erheben Broker und Banken relevante Informationen wie die bisherigen Erfahrungen im Wertpapierhandel oder das Alter. In den meisten Fällen erfolgt auf dieser Basis eine Einordnung in eine Risikoklasse.

Die meisten Wertpapierdienstleister versuchen im Sinne der Kinder und nicht deren Eltern zu handeln. Eine Risikobeschränkung ist dabei eine sehr bequeme Methode, denn:

  • Auch wenn das Kind noch nicht selbst entscheiden kann, werden möglicherweise ungewollt hohe Risiken ausgeschlossen
  • Eltern können nicht mit dem Kindesvermögen spekulieren
  • Portfolios mit einer Haltedauer von über 10 Jahren erzielen in der Regel auch mit einer konservativen Anlagestrategie angenehme Renditen

Die Einteilung in Risikoklassen ist nach dem WpHG zwar zulässig, gesetzlich aber nicht speziell geregelt! Es besteht keine Verpflichtung, Jugenddepots in ihrer Risikoklasse zu beschränken.

Beschränkungen des Kinderdepots umgehen

Das WpHG beinhaltet zwar keine konkreten Vorgaben, risikoreiche Geschäfte für bestimmte Depot Typen einzuschränken. Die meisten Banken und Broker nutzen Risikoeinstufungen dennoch, um den gesetzlichen Vorgaben bequem gerecht zu werden.

Sprechen Sie Ihren Broker direkt an, wenn Sie eine höhere Risikoklasse für das Depot Ihres Kindes wünschen. In den meisten Fällen wird die Beschränkung individuell aufgehoben. Manche Anbieter bleiben dennoch stur und schließen grundsätzlich hochriskante Assets wie Optionen und Optionsscheine, Futures oder CFDs aus dem Junior Depot aus. Einige sind sogar noch strenger und ermöglichen über Minderjährigenkonten nur das Investment in Fonds und ETFs.

Beißen Sie auch bei Ihrem Depotanbieter auf Granit, können Sie das Verbot nur mit einem kleinen Trick umgehen: Eröffnen Sie einfach unter Ihrem eigenen Namen ein (Unter-)Depot und kaufen darüber die gewünschten Wertpapiere (sofern Ihre eigene Risikoklasse es zulässt).

Je nach Broker können Sie diese Assets direkt auf das Kinderdepot übertragen oder Sie halten die Wertpapiere in Ihrem eigenen Depot, bis Ihr Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Das richtige Portfolio für Kinder

Ein Junior Depot dient dem langfristigen Vermögensaufbau für Ihre Kinder. Langfristig bedeutet in diesem Fall mindestens 10 Jahre. Da viele Anleger bereits kurz nach der Geburt bis zum Schuleintritt mit dem Sparen für ihre Kinder beginnen, sind es meist sogar Laufzeiten von über 15 Jahren. Ein blindes Zusammenstellen verschiedener Wertpapiere oder die Wahl des erstbesten Sparplans kann auf lange Sicht schlechte Renditen oder andere Probleme bedeuten.

Es ist wichtig, dass Sie sich die Zeit nehmen, passende Anlageprodukte zu wählen, die über solch lange Laufzeiten sehr gute Renditen garantieren und nicht etwa durch Marktumwälzungen wertlos werden.

1. Auf die Zukunft ausgerichtete Branchen

Vor allem die Debatte über den Klimawandel zeigt, wie schnell ein Markt an Bedeutung hinzugewinnen oder gänzlich verlieren kann. Die Kohleproduktion etwa wird mittelfristig keine wirtschaftliche Rolle mehr spielen, dafür werden Produzenten und Zulieferer von erneuerbaren Energien, alternativen Antrieben etc. sehr wahrscheinlich immer gefragter.

Ein Kinderdepot ist langfristig ausgelegt, Sie sollten daher nur Wertpapiere aufnehmen, die auch in 10 Jahren noch im Wert steigen.

2. Sichere Anlagen für ein solides Fundament

Edelmetalle, Lebensmittel, Kosmetik oder Medizin sind Bereiche, die relativ unabhängig von der Marktentwicklung sind und daher als krisensicher gelten.

Nehmen Sie daher einige solcher Aktien in das Minderjährigendepot auf. In Krisenzeiten können sie als Puffer fungieren.

3. Breite Risikostreuung

Der Wertpapierhandel ist ein risikoreiches Geschäft. Kurse sind täglich Schwankungen ausgesetzt und niemand kann hundertprozentig den Kursverlauf für die nächsten Jahre voraussagen. Nehmen Sie daher Produkte aus unterschiedlichen Märkten und Branchen auf oder nutzen Sie gleich die vielen Vorteile von Fonds und ETFs.

Diese streuen das Risiko durch die Aufnahme vieler Unternehmen sehr gut: Sollte ein Unternehmen einmal Verluste machen, können die Gewinne der anderen Unternehmen dieses Defizit ausgleichen.

Besonders gut eignen sich aktuell ETFs. Diese sind besonders günstig und bieten aktuell die besten Renditen. So etwa ein ETF auf den MSCI World, der hunderte Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern vereint.

Zusammenfassung

Ein Junior Depot ist eine sehr gute Möglichkeit, Vermögen für die Zukunft Ihrer Kinder aufzubauen. Zudem bietet es den angenehmen Nebeneffekt, Steuern zu sparen. Doch nicht jedes Jugenddepot eignet sich für jede Anlagestrategie.

Achten Sie beim Junior Depot Vergleich daher unbedingt auf Depotführungsgebühren, Orderkosten, Auswahl an Wertpapieren und Sparplänen, Prämien und Bedingungen.

Vor allem ETF-Sparpläne bieten Ihren Kindern aktuell die besten Renditechancen bei angenehm niedrigen Kosten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wem gehört das Geld auf dem Kinderdepot?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Dem Kind, auf dessen Namen das Depotkonto läuft. Die volljährigen Erziehungsberechtigten besitzen zwar eine Vollmacht, dürfen aber nicht frei über das gesparte Kapital verfügen. Auch wenn das im Kinderdepot befindliche Kapital bei dem einen oder anderen Elternteil Begehrlichkeiten weckt oder man der Meinung ist, dass man selbst ja das Geld eingezahlt hat – niemand anderes als das Kind selbst ist berechtigt, über das Geld zu verfügen.

Was passiert mit dem Junior Depot, wenn das Kind die Volljährigkeit erreicht hat?

Sobald Ihr Kind 18 Jahre alt ist, kann es voll und ganz über sein Depot verfügen. Es wird dann zu einem regulären Depot umgewandelt und die Vollmachten der Erziehungsberechtigten erlöschen. Alternativ kann das Jugenddepot auch aufgelöst werden. Die Depotbank informiert Sie in jedem Fall schriftlich über die bevorstehenden Änderungen und die Möglichkeiten des weiteren Vorgehens.

Sollte das Depot weitergeführt werden, muss das nun volljährige Kind seine Identität über das Post-Ident- oder Video-Ident-Verfahren bestätigen und alle aktualisierten Unterlagen selbst unterschreiben. Die depotführende Bank oder der Broker kann das Depotkonto sperren, sofern keine Unterlagen eingereicht werden. In diesem Fall kann niemand darüber verfügen.

Warum sind Kinderdepots in der Risikoklasse beschränkt?

Banken und Broker dürfen laut § 63 Absatz 1 WpHG Dienstleistungen nur im Interesse ihrer (potentiellen) Kunden anbieten. Auch wenn dies gesetzlich nicht festgelegt ist, nutzen die meisten Depotanbieter zur Erfüllung dieser Pflicht die Zuweisung in eine Risikoklasse. Junior Depots werden dabei als besonders schützenswert angesehen. Darum können über solche Depots meist nur Wertpapiere mit geringem oder mittlerem Risiko gehandelt werden.

Kann man ein Junior Depot vorzeitig kündigen?

Das ist prinzipiell möglich, jedoch mit dem Verlust etwaiger Prämien verbunden und Sie müssen eventuelle Laufzeiten beachten. Zudem gibt es viele rechtliche Fallstricke. Wie bereits erwähnt, ist das im Depot befindliche Kapital bzw. die darin befindlichen Wertpapiere Eigentum Ihres Kindes. Entsprechend muss Ihr Kind einer Depotlöschung zustimmen. Ist es dazu noch nicht in der Lage, müssen Sie das Geld anderweitig verwahren. Denn spätestens mit Erreichen des 18. Lebensjahres müssen Sie Ihrem Kind das entnommene Geld zurückzahlen.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
9 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Dennis Debets

Zu Punkt 4: die Depotführung ist nicht mehr kostenlos, sondern es wird ein Prozentsatz der eingelagerten Wertpapiere als Berechnungsgrundlage pro Monat genommen. Außerdem fallen auf Guthaben auf dem Verrechnungskonto Negativzinsen an.

Alessia Pewnew

Hallo Dennis,

vielen Dank für deinen Hinweis! Du hast vollkommen Recht, dass flatex nun auch das Kinderdepot mit den allgemeinen Gebühren berechnet. Es ist dabei nur ein kleiner Trost, dass jetzt auch im Ausland steuerlich veranlagte Kinder ein Depot führen können.

Wir haben die Angaben zum flatex Juniordepot dementsprechend korrigiert.

Herzliche Grüße,
Alessia von Aktiendepot24.net

Alexandra

Guten Tag, welche Banken machen eine Ausnahme bei der Risikoklasse? Ich habe fast alle durch telefoniert auf der Liste und es macht keine. Bisher nur die Augsburger Bank und die hat enorm hohe Gebühren.

Grüße

Alessia Pewnew

Hallo Alexandra und vielen Dank für Ihre Frage!

Diese Risiko-Einschränkungen sind natürlich ärgerlich. Man will für seine Kinder ja ebenfalls eine angemessene Rendite erzielen. Die Bank ihrerseits versucht das Kapital der Kinder vor vermeidbaren Verlusten zu schützen. Natürlich können erfahrene Anleger die Risiken sehr gut einschätzen. Andere Trader wiederum nicht. Und so werden riskante Geschäfte bei jedem Kinderdepot gleichermaßen ausgeschlossen.

Es gibt einige deutsche Banken und Broker, die diese Einschränkung auf Anfrage aufheben. Sie haben mit Ihren Telefonanfragen also alles richtig gemacht. Einzelne Depotanbieter verzichten sogar gänzlich auf die Risiko-Einschränkungen. Dazu gehören etwa die Quirin Privatbank AG oder die Consorsbank. Letztere hat die Einschränkungen Ende 2018 komplett aufgehoben und Sie können über das Junior Depot ohne Rücksicht auf Risikoklassen Wertpapiere handeln. Weiterhin ausgeschlossen bleibt aber der Handel mit Optionen, Futures und CFDs (nachzulesen hier).

Hilft alles nichts, bleibt Ihnen noch eine Möglichkeit: Sie können jederzeit Wertpapiere mit höheren Risikoklassen über das eigene Depot kaufen und sie auf das Kinderdepot übertragen. Denn die Risiko-Beschränkungen betreffen nur den Kauf, nicht aber den Besitz oder den Verkauf.

Ob sich der ganze Aufwand lohnt, hängt auch von den gewünschten Wertpapieren ab. Jede Bank stuft die einzelnen Assets unterschiedlich ein und beschränkt das Junior Depot anders. So können Sie über das S Broker Kinderdepot generell nicht an ausländischen Börsen handeln, andere schließen bestimmte ETFs aus. Informieren Sie sich daher auch, welche spezifischen Wertpapiere über die jeweiligen Minderjährigen-Depots handelbar sind und welche nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage zufriedenstellend beantworten.

Herzliche Grüße,
Alessia von Aktiendepot24.net

Christian Müller

Bitte berücksichtigt nicht nur die Kosten für Depotführung und Wertpapiersparplanausführungen sondern auch die Verkaufs/Kaufskosten für Positionen, z.B. um Rebalancing zu machen oder Aktien zu kaufen, die nicht per Sparplan verfügbar sind. Hier ist sehr großer Nachholbedarf der angeblich so guten hier angepriesenen Banken.

Alessia Pewnew

Hallo Christian,

vielen lieben Dank für Deinen Hinweis! Du hast Recht, dass neben Depotführung und Sparplanausführung jährlich weitere Kosten auf Anleger zukommen. Dazu gehören, wie Du bereits angemerkt hast, Transaktionsgebühren durch Rebalancing und Aktienkauf, aber auch

  • Börsen Courtage,
  • Ausgabeaufschläge der Fondsgesellschaften oder
  • Verwaltungskosten der Banken und Broker.

Diese zusätzlichen Kosten werden unterschiedlich angegeben und verrechnet. Bei quirion und den meisten anderen Robo Advisors sind alle diese Kosten in der Depotwertgebühr enthalten. Manuell verwaltete Depots hingegen sind je nach Anlageverhalten (vereinzelte Wertpapierkäufe, Einmalanlage, Sparplan) und Portfoliozusammenstellung so unterschiedlich, dass wir auf Basis dieser Kosten nur schwer eine Empfehlung für einzelne Depotanbieter machen können. Hinzu kommt, dass die meisten Banken jährlich wechselnde Partneraktionen mit kostenlosen Sparplänen oder ETF-Käufen von bestimmten Emittenten haben und so untereinander leider kaum verglichen werden können.

Herzliche Grüße,
Alessia von Aktiendepot24.net

Thomas

Das S-Broker Angebot der Sparkasse ist nicht bedingungslos kostenfrei, sondern: „Kostenfreie Depotführung ab einem Trade¹ im Quartal (inkl. Sparpläne) oder ab einem Vermögensbestand² von mind. 10.000 Euro sowie einem Depotbestand größer als 0 Euro am Quartalsende“ [Preise und Konditionen beim S Broker, https://www.sbroker.de/preise/preise-konditionen.html, Abgerufen am 14.12.2020]

Thomas

genauer:
„0,00 €
– bei mind. einer Wertpapiertransaktion* im Quartal (inkl. Sparpläne)
oder
– ab einem Vermögensbestand (Depot und Konten beim
S Broker)** von mindestens 10.000 € und einem Depotbestand
größer 0 € am Quartalsende.
Andernfalls wird das Depot zum Quartalsende mit 11,67 € inkl.
MwSt. (3,89 € monatlich) belastet und im darauffolgenden Quartal
ein Orderguthaben in gleicher Höhe eingestellt.***“ [Sonderpreis- und Leistungsübersicht Sparkassen Broker
Gültig vom 01.07.2020 bis 31.12.2020, https://www.sbroker.de/fileadmin/redaktion/pdf/sonderpreismodell.pdf%5D

Alessia Pewnew

Hallo Thomas,

vielen Dank für die Fehlerfindung. Wir hatten uns auf die Preisangaben auf der Minderjährigendepot-Unterseite verlassen. Dort steht bis heute eindeutig „Das Minderjährigendepot wird kostenfrei geführt“. Eine Nachfrage im Kundensupport verschaffte nun Klarheit: Du hast Recht, für das Junior Depot des S Broker gelten die gleichen Preise wie für das Standard-Depot. Damit ist das Kinderdepot nicht nur im Handel auf nicht-komplexe Wertpapiergeschäfte beschränkt, sondern auch nur bedingt kostenfrei in der Depotführung.

Wir haben die Preisangaben entsprechend angepasst.

Wir freuen uns über jede konstruktive Kritik! Sollte dir also in der Zwischenzeit noch etwas aufgefallen sein, dann zögere nicht und schreibe uns über die Kommentarfunktion oder via E-Mail.

Herzliche Grüße,
Alessia von Aktiendepot24.net