Online Broker Vergleich 2020 / 2021: Die besten Onlinebroker im Test inkl. Ratgeber

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Über Online Broker kann jeder privat am globalen Wertpapiermarkt mitmischen. Das Problem: Immer mehr Onlinebroker drängen mit unterschiedlichsten Angebotspaletten vom Online-Depot bis zur Trading-Software auf den Markt. Aus diesem stetig wachsenden Wirrwarr den perfekten Direkt-Broker zu finden, fällt selbst Experten immer schwerer.

Wir sorgen mit unserem Online Broker Vergleich für Ordnung und stellen die wichtigsten und interessantesten Online-Depots anhand kritischer Eigenschaften direkt gegenüber. Für einen tiefen Einblick in die einzelnen Angebote testen wir zudem jeden Broker auf Herz und Nieren.

Machen Sie sich noch heute über unseren Onlinebroker-Vergleich auf die Suche nach dem perfekten Online-Depot. Wir unterstützen Sie dabei mit wertvollen Informationen und nützlichen Tipps.

Disclaimer: Geld anlegen kann sich finanziell lohnen, aber es ist nicht ohne Risiko. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

Unser TippLeistungen & Besonderheiten
Consorsbank Logo Consorsbank
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  • FOCUS Money: „Bester Online Broker“ (Ausgabe 18/2021)

Online-Broker Vergleich 2021: Die 14 besten Onlinebroker im Überblick (10/2021)

Die Auswahl an Onlinebrokern wird immer unübersichtlicher. Damit Sie stets den Durchblick behalten, stellen wir Ihnen im folgenden Brokervergleich die interessantesten Anbieter übersichtlich und anhand der wichtigsten Eigenschaften gegenüber. So finden Sie schnell und objektiv den zu Ihnen passenden Online Broker.

Broker / AnbieterDepotführungKosten
pro Order
BesonderheitenMehr Infos
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Einsteiger-Depot
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  • "Bester Online-Broker", Focus Money (18.2021)

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1 € (bei Ordervolumen unter 250 €)

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  • von erfolgreichen Börsencoaches lernen und kostenlose Tipps und Analysen erhalten

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ING
Direkt-Depot
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Trade Republic
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  • "Online-Broker 2020: Testsieger comdirect", €uro am Sonntag (06-08/2020)

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S Broker
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  • "Bankentest: Platz 1 Brokerage", Euro am Sonntag (05.2019)

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Wertpapierdepot
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  • kostenloses Demokonto mit virtuellen 1.000.000 €

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  • kostenlose Realtimekurse

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Inhaltsverzeichnis

Online-Broker: Die wichtigen Grundlagen einfach erklärt

Welcher Online-Broker für Sie der beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Um diese zu kennen und richtig einschätzen zu können, erläutern wir Ihnen in den folgenden Abschnitten alle wichtigen Grundlagen von Direktbrokern, und geben Ihnen anschauliche Beispiele und nützliche Tipps an die Hand. So können Sie gut informiert den richtigen Onlinebroker auswählen.

Was ist ein Online-Broker?

Ein Online Broker – auch Internetbroker oder Direkt Broker genannt – ist ein Dienstleister für den Wertpapierhandel und richtet sich hauptsächlich an Privatkunden. Dabei stellt der Broker neben einem notwendigen Depot auch entsprechende Software-Lösungen bereit, um Kauf- und Verkauforders an den verschiedenen In- und Auslandsbörsen sowie im Direkthandel zu platzieren.

Gehandelt werden können neben klassischen Aktien auch Fonds, ETFs, Zertifikate und komplexe Produkte wie Optionen oder CFDs. Das genaue Handelsangebot sowie die Konditionen und die angebotenen Handelstechnologien sind dabei von Broker zu Broker unterschiedlich und sprechen verschiedene Zielgruppen an.

Ein Onlinebroker ist dabei nicht zwangsläufig eine lizensierte Bank, sondern kann auch als Auftragsvermittler auftreten und die eigentliche Depotverwaltung und das Wertpapiergeschäft an eine (im Ausland ansässige) Partnerbank abtreten. Vor allem Fintechs setzen auf diese meist kostengünstigere Lösung.

Auch was das Angebot an handelbaren Wertpapieren betrifft, gibt es teils große Unterschiede. Zu den Online-Brokern gehören jene Anbieter, die den Handel mit klassischen Wertpapieren wie Aktien und Fonds über ein Onlinedepot ermöglichen. Doch auch reine CFD-Broker, über die nur Derivate und keine echten Aktien über ein Tradingkonto (kein echtes Depot) gehandelt werden können, sind Onlinebroker.

Genau genommen …

… zählen zu den Online-Brokern nur jene Anbieter, die sich ausschließlich auf den Wertpapierhandel über das Internet konzentrieren und keine weiteren Bankprodukte anbieten.

Mit der Zeit wurde der Begriff aber auf alle Finanzdienstleister angewendet, die ein Online-Depot anbieten. Damit zählen auch etablierte Banken mit Onlinebanking und Brokerage zu den Onlinebrokern.

Hauptfunktionen eines Brokers

Der digitale Wertpapierhandel basiert auf einigen wenigen Grundfunktionen, die jeder seriöse Online Broker mitbringt. Neben dem reinen Kauf und Verkauf von Aktien und anderen Assets geht es dabei auch um die effiziente Verwaltung des Onlinedepots und die Versorgung mit aktuellen Marktinformationen für fundierte Handelsentscheidungen. Klassische Depotbanken realisieren dies alles über das Online Banking, moderne Free Broker über den jeweiligen Kundenaccount. Die Hauptfunktionen werden dabei zwar unterschiedlich umgesetzt, bestehen aber immer aus folgenden Features:

  • Online-Depot mit Portfolioübersicht
  • Kauf-/Verkaufsbereich (Brokerage)
  • Orderarten Stop-Loss und Take-Profit
  • Wertpapiersuche mit Filterfunktion
  • Zusammenfassung der wichtigsten Wertpapiereigenschaften
  • Postbox bzw. Dokumentenverwaltung
  • Depotübertrag

Onlinebroker: Pros und Cons

Online Broker bieten gegenüber der klassischen Anlageberatung eine Reihe von Vorteilen. So entfallen die hohen Zusatzgebühren bzw. die Provision für den Anlageberater. Zudem laufen Sie nicht Gefahr, in vollkommen überteuerte oder nicht zu Ihren Anforderungen passende Aktienprodukte zu investieren. Sie können selbst frei entscheiden, wie Ihr Portfolio zusammengestellt wird und können jederzeit selbst Anpassungen daran vornehmen. Allerdings setzt dies voraus, dass Sie grundlegende Aktienmarkt-Kenntnisse besitzen und Ihre finanzielle und die Marktsituation gut einschätzen können.

Daneben birgt das Online Trading weitere Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Ermöglicht privaten und professionellen Anlegern den Aktienhandel
  • Besonders günstige Order- und Depotkosten
  • Große Wertpapierauswahl
  • Schneller und unkomplizierter Wertpapierhandel
  • Zugang zu den wichtigen In- und Auslandsbörsen
  • Via App auch von unterwegs aus erreichbar
  • Professionelle Software für präzises Trading
  • Risikofreies Trading dank Demokonto und Watchlist

Nachteile:

  • Handelsmöglichkeiten beschränkt auf bestimmte Assetklassen oder Emittenten
  • Kein persönlicher Ansprechpartner
  • Grundlegende Erfahrungen im Wertpapierhandel sind Voraussetzung
  • Stabile Internetverbindung ist Voraussetzung
  • Teils hohe Kosten für Realtime-Kurse und Zusatzfunktionen

Wie funktioniert der Handel über Direktbroker?

Internetbroker ermöglichen den digitalen Wertpapierhandel über In- und Auslandsbörsen und außerbörslichen Handelsplätzen. Im Gegensatz zum klassischen Parketthandel, bei dem direkt an einem Börsenplatz agiert wird, können Sie als Anleger über Onlinebroker digital an gleich mehreren Börsen Ihre Wertpapiere kaufen und verkaufen – und das wesentlich günstiger. Der außerbörsliche Handel etwa von Hebelprodukten ist teilweise sogar rund um die Uhr möglich und nicht an Börsenöffnungszeiten gebunden.

Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren über Free Broker ist kinderleicht. Nachdem Sie Ihr Depot bzw. Ihren Account eröffnet und verifiziert haben, können Sie direkt mit dem Trading loslegen – entsprechendes Guthaben auf dem Verrechnungskonto vorausgesetzt! Grundsätzlich sind Kauf und Verkauf von Wertpapieren bei jedem Broker gleich und unterteilt sich in folgende Schritte:

1. Wertpapiersuche

Es gibt einen Handelsbereich (Brokerage genannt), über den alle Orders abgewickelt werden. Hier können Sie über eine Suchmaske und diverse Filterfunktionen die gewünschten Wertpapiere auswählen bzw. durch alle verfügbaren Assets durchscrollen. Mit einem Klick öffnet sich eine Übersicht mit allen notwendigen Informationen zum gewählten Wertpapier, etwa den aktuellen Hoch- und Tiefwerten, Handelszeiten, Chart und das Asset betreffende Wirtschaftstermine. Bei Fonds und ETFs werden zusätzlich Angaben zur Zusammensetzung und der Ausschüttungsart gemacht.

2. Orderplatzierung

Der Handel selbst ist mit wenigen Klicks abgewickelt. Neben jedem Wertpapier, in jeder Wertpapierübersicht und neben jedem CFD gibt es einen Kauf- und einen Verkaufsbutton. Wird einer davon angewählt, öffnet sich ein neues Fenster, ein Popup oder eine weitere Seitennavigation. Hier machen Sie alle notwendigen Angaben von der Stückzahl bzw. dem Kauf-/Verkaufspreis, der Orderart (Bestens, Stop-Loss, Stop-Buy uvm.), dem Handelsplatz und dem gewünschten Kurswert, bei dem die Order ausgelöst werden soll.

Eine weitere Möglichkeit ist die Investition in einen oder mehrere Sparpläne. Hierfür gibt es in der Regel einen separaten Bereich mit eigener Suchfunktion, in dem gewünschte ETFs und Fonds ausgewählt und der Sparplan mit allen notwendigen Angaben (Ratenhöhe, Turnus etc.) eingerichtet, angepasst, pausiert und auch gelöscht werden kann.

3. Portfolioübersicht

Über Ihr Portfolio sehen Sie alle von Ihnen gehaltenen Wertpapiere und Sparpläne in einer Tabelle. Hier sehen Sie auf einen Blick die prozentuale Entwicklung der einzelnen Assets seit dem Kauf, deren Stückzahl, den aktuellen Kurswert und den Einstandskurs sowie Wert und Entwicklung des gesamten Depots. In der Regel können Sie hier direkt das Portfolio verwalten und darin enthaltene Wertpapiere hinzukaufen bzw. verkaufen.

Diese Tools ermöglichen den Handel über Onlinebroker

Onlinebroker übermitteln im Auftrag Ihrer Kunden deren Orders an die entsprechenden Börsen bzw. an den Direkthandelspartner. Vor allem bei turbulenten Marktphasen muss das reibungslos in wenigen Millisekunden funktionieren, damit die Orders zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst werden.

Für diese Aufgabe ist eine besonders schnelle und störungsfreie Leitung zur Börse notwendig. Hierfür steht eine Reihe von technischen Lösungen zur Verfügung, die Ihnen den Wertpapierhandel an allen weltweiten Börsen nicht nur ermöglicht, sondern diesen sogar vereinfacht und mit praktischen Zusatzfunktionen verbessert. Wir stellen Ihnen alle Möglichkeiten kurz vor:

Brokerage

Jeder Online Broker besitzt einen eigenen Brokerage – einen Bereich für die Suche und den Kauf und Verkauf von Wertpapieren auf der eigenen Website. Es ist ein einfach zu bedienendes Tool, welches neben grundlegendem Handelswissen keine besonderen Vorkenntnisse verlangt. Dafür ist auch die Funktionalität oftmals auf das reine Online Trading beschränkt und bietet kaum weitere Features etwa zur Kursanalyse.

Der Brokerage unterscheidet sich zwischen den Brokern in Design, Aufbau und Ausstattung. Bei Depotbanken ist der Brokerage in Ihrem Online Banking im Depot-Bereich integriert. Als Teil einer großen Produktpalette verzichten Banken oft auf ein simples und eingängiges Design. Im Endergebnis bietet der Brokerage alle Stellschrauben, um eine präzise definierte Order aufzugeben. Unerfahrene Trader benötigen allerdings einige Zeit, um sich mit dem Interface auseinanderzusetzen und sich durch die Börsenplatz- und Orderart-Auswahl zu kämpfen.

Neo-Broker hingegen haben die Brokerage revolutioniert. Sie bieten ein selbsterklärendes – dafür auf die wichtigsten Funktionen beschränktes – Interface, über das auch Neulinge unkompliziert alle Handelsmöglichkeiten erkennen und mit wenigen Klicks Positionen eröffnen können.

Trading App

Insbesondere moderne Onlinebroker setzen neben dem Brokerage auf echte Trading Apps. Damit sind Sie auch unterwegs immer mit Ihrem Depot bzw. Trading-Account verbunden und können von überall Ihr Portfolio und laufenden Orders überprüfen, Märkte beobachten oder weitere Wertpapiere kaufen bzw. verkaufen. Manche Direkt Broker konzentrieren sich sogar vollkommen auf die intuitiv zu bedienende App und verzichten dafür auf andere Handels-Kanäle wie Brokerage oder Software. In seltenen Fällen dient die hauseigene Aktien App aber schlicht der Depotüberwachung, ohne dass Sie Aktien darüber handeln können.

Handelssoftware für Einsteiger

Online Broker – insbesondere CFD Broker – bieten das Interface des Brokerage auch als Software zur Installation auf einem Computer an. Optisch und funktional unterscheiden sich beide Varianten kaum voneinander, die lokal installierte Tradingsoftware benötigt aber nur einen Login nach der Installation und es wird nicht für jede Transaktion eine TAN verlangt.

Vor allem Online Banken bieten ihren Kunden eine zusätzliche Handelssoftware dritter Anbieter, die eine direkte Verbindung zu den In- und Auslandsbörsen ermöglicht. Oft sind diese Software-Versionen etwas besser ausgestattet als der Brokerage und bieten etwa grundlegende Analysetools oder übersichtlichere Charts. Oft handelt es sich dabei um eine Free-Version der Pro-Variante.

Professionelle Handelssoftware

Im Gegensatz zur Einsteigervariante bietet die Pro-Software einen großen Funktionsumfang für fundierte Handelsentscheidungen und präzise Orderplatzierungen. Dazu gehören etwa

  • Detaillierte Chart-Darstellung
  • Gleichzeitige Anzeige mehrerer Charts
  • Eine große Bandbreite an Analysetools
  • Einsicht ins Orderbuch
  • Integrierte News und Wirtschaftskalender
  • Kursalarme
  • Diverse Orderarten
  • Teil- bzw. vollautomatisiertes Trading
  • Risiko- und Portfolioanalysen
  • Statistikexport
  • Integrierte Watchlist bzw. Demomodus

Online Broker, Direktbank oder Filialbank?

Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren über das Internet boomt seit Jahren, entsprechend viele Institutionen ermöglichen mit eigenem Online-Depot und Brokerage den Aktienhandel im In- und Ausland. Doch wer bietet dabei das beste Trading-Erlebnis und die höchste Sicherheit? Wir stellen die drei Broker-Typen kurz gegenüber und erläutern deren Vor- und Nachteile für Ihren Wertpapierhandel.

1. Filialbank

Jede Hausbank bietet im Online Banking neben Girokonto und Kreditkarte auch ein eigenes Wertpapierdepot. Der Wertpapierhandel über eine Filialbank (z. B. die Postbank) bietet dabei gleich zwei Vorteile:

Alles an einem Ort

Als Kunde erhalten Sie auch online Zugang zu Ihren Bankprodukten wie Girokonto oder Tagesgeldkonto. Richten Sie sich zusätzlich ein Aktiendepot bei Ihrer Filialbank ein, sehen Sie auch dieses über Ihren Zugang und können direkt über das angeschlossene Brokerage Wertpapiere handeln. So verwalten Sie all Ihre Finanzprodukte an einem Ort und haben alles bequem im Blick.

Direkter Ansprechpartner auch vor Ort

Vor allem Sparkassen und Volksbanken können mit einem breiten Filialnetz überzeugen. Bei Fragen rund um Ihr Wertpapierdepot erhalten Sie von einem Bankmitarbeiter im Direktgespräch schnelle Hilfe, können sich in Anlagefragen beraten lassen und über die Filiale auch offline Wertpapiere handeln. Das ist vor allem für alle nicht Technikaffinen und all jene, die auf einen persönlichen Kontakt Wert legen, sehr praktisch.

Allerdings sind Filialbanken als Online-Broker auch die teuersten Anbieter. Neben hohen volumenabhängigen Ordergebühren und Verwaltungsentgelten etwa für Telefonorders werden oftmals auch jährliche Verwahrentgelte und Negativzinsen auf Einlagen verlangt. Diese sind abhängig von der Häufigkeit der Trades und der Einlagenhöhe, sodass vor allem Buy-and-Hold-Anleger und kapitalstarke Privatinvestoren mit sehr hohen jährlichen Kosten konfrontiert werden.

2. Direktbank

Auch die günstigeren Direktbanken ohne Filialnetz oder als Tochterunternehmen großer Banken wie die Consorsbank, ING, DKB oder die comdirect bieten in ihrer großen Produktpalette immer häufiger auch ein Online-Depot.

Insbesondere dank der schlankeren Firmenstruktur sind die jährlichen Handels- und Verwaltungskosten bei Online-Banken niedriger als bei klassischen Filialbanken – so werden häufig volumenunabhängige Ordergebühren verlangt und Verwahrentgelte entfallen gänzlich.

Zwar sind die Produktpaletten bei beiden Banktypen gleich, dafür wird bei Direktbanken auf einen persönlichen Service verzichtet. Mitarbeiter erreichen Sie nur via E-Mail oder Telefon, in einzelnen Fällen auch über einen Live-Chat auf der Website.

3. Online Broker

Die günstigste Alternative sind reine Online-Broker, die neben dem Wertpapierhandel und eventuell Lombardkrediten keine weiteren Bankprodukte anbieten. Hierzu zählen etwa flatex, XTB, onvista, Trade Republic, S Broker, CapTrader, Smartbroker, LYNX oder CFD-Broker wie eToro und Plus500.

Dank besonders schlanker Strukturen und Partnerschaften mit Emittenten sind über diese Free Broker sogar Orders ab 0 EUR und ohne weitere Kosten möglich.

Diese besonders günstigen Konditionen sind häufig an Bedingungen geknüpft, doch auch die standardmäßigen Grundpreise sind meist um ein Vielfaches niedriger als bei Direkt- und Filialbanken. Und sogenannte Neo-Broker bieten das Online Trading sogar grundsätzlich zu festen Kampfpreisen von 0 bzw. 1 EUR je Order an.

Neben diesen grundsätzlichen Funktionen gibt es eine Reihe weiterer Tools, die insbesondere das professionelle Online Trading ermöglichen. Dabei steht vor allem eine tiefe Analyse von Assets sowie eine schnellere und detailliertere Orderaufgabe im Vordergrund. Realisiert wird dies mithilfe von

  • Echtzeitkursen,
  • Tools zur Kursanalyse,
  • mehr Orderarten,
  • (professioneller) Tradingsoftware,
  • Expertenanalysen von Wertpapieren und Märkten,
  • Marktnachrichten, sowie
  • einer aktiven Community über Foren oder Kommentarfunktion

Broker und Depotbanken mit Sitz in Deutschland führen zudem automatisch die anfallende Kapitalertragsteuer ab und erstellen einen jährlichen Steuerbericht – Broker aus dem Ausland tun dies grundsätzlich nicht. Seriöse Online Broker unterstützen Sie zusätzlich bei ausländischen Quellensteuern und bieten einen 24h Kundenservice bzw. einen Support während der Handelszeiten.

Im Gegensatz zur Handelssoftware für Einsteiger ist die Variante für Profitrader meist nicht kostenlos verfügbar. Je nach gewähltem Paket müssen Sie mit monatlichen Kosten zwischen 30 und über 100 EUR rechnen. Diese Preise setzen sich zusammen aus dem monatlichen Grundpreis sowie hinzubuchbare Pakete für Echtzeit-Kurse.

Depotwechsel zum Onlinebroker: Darauf ist zu achten

Ein Depotübertrag von Ihrer alten Hausbank zum neuen Internetbroker ist in der Regel unkompliziert möglich – vorausgesetzt, Sie besitzen bereits ein verifiziertes Aktienkonto. Viele Banken und Broker bieten hierfür im Online Banking einen kostenlosen Wechselservice entweder direkt im Zuge der Depoteröffnung oder als später nutzbaren Service an. In anderen Fällen stellt Ihr neuer Depotanbieter ein vorgefertigtes PDF-Formular zur Verfügung, welches Sie Ihrem alten Anbieter zusenden können.

Innerhalb Deutschlands ist der Depotwechsel immer kostenlos. Wechselgebühren ausländischer Depotbanken können aber an Sie weitergereicht werden.

Der allgemeine Depotwechsel Ablauf

Abhängig davon, ob Sie einen Wechselservice in Anspruch nehmen können oder nicht, teilt sich der Aktienübertrag in folgende Schritte:

  • 1. Antrag ausfüllen und dem alten Depotanbieter zusenden
  • 1.a Über den kostenlosen Wechselservice Ihres neuen Anbieters müssen Sie nur den Antrag ausfüllen und Ihre neue Depotbank übernimmt alle weiteren Schritte. Dabei leitet Sie den Wechselantrag zur alten Bank weiter.
  • 1.b Ohne einen entsprechenden Wechselservice müssen Sie das Formular zum Depotübertrag ausfüllen bzw. in einem selbst verfassten Schreiben diesen beantragen und unterschrieben postalisch Ihrer alten Depotbank zusenden.
  • 2. Umbuchung/Einbuchung Ihrer Wertpapiere bei Clearstream: Im nächsten Schritt meldet Ihr alter Depotanbieter der zentralen Lagerstelle Clearstream, Ihre Wertpapiere zum neuen Aktienbroker umzubuchen. Dies sollte bereits am nächsten Börsentag geschehen. Werden Wertpapiere aus dem Ausland übertragen, müssen diese erst bei Clearstream eingebucht werden. Dies kann mehr Zeit benötigen und ist oft mit Zusatzkosten verbunden.
  • 3. Erfolgreicher Übertrag zum neuen Depotanbieter: Sobald die Umbuchung bei Clearstream erfolgte, wird Ihr neuer Broker elektronisch benachrichtigt. In der Regel sollten dann am nächsten Buchungstag Ihre Wertpapiere im neuen Aktiendepot angezeigt werden. Ab jetzt besitzen Sie wieder vollen Zugriff auf Ihre Assets.

Ein Depotwechsel zu CFD- und Forex Brokern ist leider nicht möglich, da sie als Market Maker agieren und nur ihre eigenen Produkte vertreiben. Das gilt selbst zwischen in verschiedenen Ländern agierenden Tochtergesellschaften ein und desselben Brokers.

Wie lange dauert der Depotübertrag?

Die einzelnen Schritte des Depotwechsels zeichnen es bereits ab: Es können mehrere Tage bis Wochen vergehen, bis der Übertrag erfolgreich abgeschlossen ist. Die genaue Dauer hängt zum einen vom Postversand und der Schnelligkeit einzelner Behörden ab. Im besten Fall stehen bereits nach einer Woche Ihre Wertpapiere wieder für den Handel zur Verfügung. In manchen Fällen – etwa aufgrund technischer Schwierigkeiten, Überträgen aus dem Ausland oder im Erbfall – können auch drei Wochen vergehen. Nur selten müssen Sie mehr als einen Monat auf den erfolgreichen Übertrag Ihrer Wertpapiere warten.

Sind Online-Depots sicher?

In der Regel werden Ihre Wertpapiere und Ihr Vermögen bei Online Brokern sicher verwahrt. Dafür sorgen eine Reihe von Mechanismen, die Ihre Vermögenswerte vor unerlaubtem Zugriff und im Insolvenzfall der Bank bzw. des Brokers schützen. Vor allem bei deutschen Brokern steht die Sicherheit für den Kunden an oberer Stelle. Doch auch andere Anbieter bieten hohe – teilweise sogar strengere – Sicherheits-Konzepte. Wie sicher Ihr Depot und Ihre Wertpapiere tatsächlich sind, hängt hauptsächlich von folgenden Faktoren ab:

1. Einlagensicherung

Im Falle einer Insolvenz Ihres Brokers sind Ihre Einlagen (nicht die Wertpapiere selbst) bis zu einer gewissen Höhe abgesichert und werden Ihnen ausgezahlt. In Deutschland gilt etwa eine gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 EUR je Kunde und je Kreditinstitut. Durch freiwillige Mitgliedschaften in Einlagensicherungsfonds kann dieser Betrag zusätzlich erhöht werden.

2. Art der Wertpapiere

Wertpapiere sind von der Einlagensicherung ausgeschlossen, da sie zum Sondervermögen zählen und von Ihrer Bank nur verwahrt werden. Je nach Art des Wertpapiers gelten eigene Regeln: Wertpapiere wie Aktien, Fonds und ETFs werden im Falle einer Zahlungsunfähigkeit als Ihr Eigentum an Sie herausgegeben. Sollte die Bank dennoch nicht zur Herausgabe in der Lage sein, greift die gesetzliche Anlegerentschädigung in Höhe von 90 % des Depotwerts (maximal jedoch 20.000 EUR). Zertifikate und andere Schuldverschreibungen sind auch davon ausgeschlossen, da sie nicht auf Ihren Namen laufen und somit dem Emittentenrisiko ausgesetzt sind. Diese Worst-Case-Szenarien sind aber sehr unwahrscheinlich!

3. Aufsichtsbehörde

Ob es sich um seriöse Online Broker handelt, lässt sich auch anhand der zuständigen Aufsicht abschätzen. Jedes Land besitzt seine eigene Finanzaufsicht, die den Wertpapiermarkt unterschiedlich streng überwacht und Ansprechpartner in Streitschlichtungen ist. So ist in Deutschland die BaFin zuständig, die auf die Einhaltung der strengen Gesetzesvorgaben achtet. Weitere bekannte Behörden aus dem Ausland sind etwa die FCA (Großbritannien), die CySec (Zypern) oder die SEC (USA). Es ist dabei immer die Aufsichtsbehörde für einen Broker zuständig, in deren Land sich seine Haupt- bzw. Zweigniederlassung befindet. Banken und Broker mit mehreren Niederlassungen werden dabei teils mehrfach reguliert.

4. Technische Sicherheit

Auch die IT ist ein entscheidender Faktor bei der Depotsicherheit, lässt sich aber von allen am schwierigsten abschätzen. Eigentlich alle Internetbanken und -broker schwören auf eine sichere Infrastruktur ihres Online Banking mit eigenen stabilen Servern, SSL-Verschlüsselung und zusätzlichen Mechanismen neben TAN-/PIN-Verfahren. Aufschlussreich über die tatsächliche IT-Sicherheit sind daher Erfahrungsberichte von aktiven und ehemaligen Kunden sowie Zeitungsberichte über mögliche Datenleaks oder Systemausfälle und deren Folgen.

5. Persönliches Verhalten im Internet

Seriöses Auftreten, perfekte Überwachung und sicherste Technik schützen nicht vor eigenem Fehlverhalten. Achten Sie daher auf folgende Punkte:

  • Regelmäßig Sicherheitsupdates auf dem PC bzw. Smartphone installieren
  • Regelmäßig den PC bzw. das Smartphone auf Malware und Viren scannen
  • Software und Apps nur direkt vom Broker oder aus den offiziellen App Stores beziehen
  • Zugangsdaten nur physisch an einem sicheren Ort (z.B. Safe) aufbewahren
  • Zugangsdaten keinen Dritten geben
  • Phishing-Mails erkennen und meiden

Onlinedepots: Mögliche Risiken

Wie alle Geldanlagen sind auch Portfolios bei Internetbrokern nicht 100-prozentig sicher. Wertpapierkurse sind naturgemäß Schwankungen aufgrund unterschiedlichster Faktoren unterlegen. Auch die Depots selbst bergen gewisse Risiken unabhängig der aktuellen Marktlage – die sie zum Großteil aber mit den klassischen Bank-Depots teilen. Wir erläutern Ihnen kurz die gängigsten Risikofaktoren.

Keine Beratung – falsche Entscheidungen

Broker für Online Trading bieten in der Regel keine Anlageberatung oder -verwaltung an. Sie besitzen damit keinen direkten Ansprechpartner, der Ihnen bestimmte Wertpapiere empfiehlt oder sich um das Rebalancing Ihres Portfolios kümmert – das bleibt allein Ihre Aufgabe. Zwar entfällt damit das Risiko der Falschberatung und das „Aufschwatzen“ überteuerter Anlageprodukte, dafür rücken Sie als Risikofaktor in den Vordergrund. Sie müssen sich selbst gut über Märkte und Wertpapiere informieren und tragen die alleinige Verantwortung, sollten Sie sich zu einem Fehlkauf oder gar einem panischen Verkauf in turbulenten Marktphasen verleiten lassen. Fehler, die unerfahrenen Tradern ohne konkrete Strategie und Money-Management immer wieder passieren und im schlimmsten Fall zum Totalverlust führen können.

System-Error – Nichts geht mehr

Insbesondere die IT-Struktur bestimmt maßgeblich über das Trading-Erlebnis bei einem Internet-Depot. Wenn Orders sekundenschnell an die Börsen weitergeleitet werden müssen, kann jedes Soft- und Hardware-Problem kritisch werden. Eines sei gesagt: Kein Online Broker ist vor Systemausfällen gefeit, egal wie hoch die Sicherheitsstandards sind. Die Frage ist nur, wie schwerwiegend aufkommende Probleme sind und wie schnell diese gelöst werden können. So kann es vorkommen, dass

  • durch technische Schwierigkeiten Ihre Orders zu langsam oder gar nicht ausgeführt werden,
  • Sie keinen Zugriff mehr auf Ihr Online Banking erhalten bzw. dieses seitens des Brokers gesperrt wird,
  • Ihr Onlinedepot aufgrund von Sicherheitslücken gehackt wird
  • oder Kontodaten geleaked werden.

Vor allem in volatilen Marktphasen kann es zu Serverproblemen kommen. Doch auch, wenn der Broker intern auf ein neues System umstellt, neue Sicherheitsvorkehrungen einführt oder mit einem anderen Anbieter fusioniert, können zeitweilige Systemausfälle vorkommen. Dies ist aber eher selten der Fall und wird in der Regel in wenigen Stunden wieder behoben.

Versteckte Kosten – teurer als gedacht

Viele Depotbanken und Free Broker werben mit besonders niedrigen Ordergebühren oder einer besonders simplen Gebührenstruktur. Seriöse Online Broker stellen dabei in einem leicht auffindbaren Preis-Leistungs-Verzeichnis alle Kosten transparent und leicht verständlich dar. Ein Blick in dieses Verzeichnis offenbart oft zusätzliche Kosten vor allem für den Wertpapierhandel im Ausland sowie für zusätzliche Dienstleistungen. So kann aus einer vermeintlich günstigen Order schnell ein teures Geschäft werden. Kostentreiber sind etwa

  • Telefonservices (z.B. Orderplatzierung und -änderung)
  • Ticketversand für Hauptversammlungen
  • Erstellung von Zweitschriften
  • Negativzins auf Einlagen
  • Handel an Auslandsbörsen

Besonders ärgerlich ist es auch, wenn Aktions-Wertpapiere und -Sparpläne von Premium-Partnern nach meist einem Jahr wieder ohne attraktive Vergünstigungen gehandelt und bespart werden. Rechnen Sie daher vorher genau, ob sich die kurzfristig besonders günstigen Aktien und Fonds für Ihren Anlagehorizont wirklich lohnen.

Aktienverleih – normales Verlustrisiko

Fast alle Direktbroker – wie auch Depotbanken – nehmen sich das Recht heraus, bei ihnen verwahrte Aktien zu verleihen, ohne dass Anleger dagegen widersprechen können. Dabei verleihen Sie auf Basis von Termingeschäften verwahrte Assets an Dritte, die dafür eine Gebühr entrichten müssen. Das ist soweit rechtens und besitzt einige Vorteile:

  • Leihgebühren stellen eine zusätzliche Gewinnquelle für das Fondsvermögen dar
  • Anleger profitieren von günstigeren Gebühren
  • Banken und Broker erwirtschaften zusätzliche Gewinne

Aber: Wird der Entleiher vor dem Rückgabetermin insolvent und kann die Aktien nicht zurückgeben, bleiben Anleger vorerst auf diesen Verlusten sitzen. Banken und Broker verlangen daher im Vorfeld Sicherheiten vom Entleiher und hinterlegen meist auch selbst Sicherheiten auf einem separaten Konto, welche mindestens dem 100%igen Kurswert der ausgeliehenen Aktien entspricht.

Online-Broker: Sicherheit vor Renditechancen

Viele Neulinge im Wertpapiergeschäft träumen vom schnellen Geld. Das funktioniert aber leider nur in unter 1 % der Fälle. Der Aktienhandel ist für die meisten Anleger ein Geduldsspiel, das sich mit einem breit aufgestellten Portfolio über Jahre hinweg zieht – will man nicht durch Impuls-Investitionen und Panikverkäufen alles verlieren. Aus diesem Grund muss der neue Onlinebroker ein funktionierendes Sicherheitsnetz bieten, welches das Depot selbst vor unbefugten Zugriffen schützt und auch in turbulenten Marktphasen stabile Systeme garantiert. Gute Anhaltspunkte für einen sicheren Internetbroker sind etwa

  • Europäische Regulierung und Lizenzierung
  • Europäische Server
  • Moderne IT-Sicherheitsverfahren
  • Angebot von stabiler und bekannter Trading-Software
  • Aktiver Kundensupport

Sie als Anleger tragen eine besonders hohe Verantwortung Ihrem Portfolio gegenüber. Um diesem gerecht zu werden und Depotinhaber vor unbedachten Handlungen zu schützen, werden Sie bei jedem Broker entsprechend Ihrer bisherigen Börsenerfahrungen in eine Risikoklasse eingestuft. Diese bestimmt dann, in welche Wertpapiere Sie investieren können und welche für Ihr Wissenslevel zu riskant sind.

Bei den meisten Brokern kann die persönliche Risikoklasse manuell geändert oder gänzlich aufgehoben werden. Sie handeln dann zu 100 % auf eigenes Risiko, können aber unabhängig in alle Assets investieren – etwa hochriskante Fonds, Optionsscheine oder Futures. Stellen Sie beim Support einfach einen entsprechenden Antrag.

Den besten Online-Broker finden: Darauf müssen Sie achten!

Gut informiert erkennen Sie aus der Masse an Onlinebrokern und deren Wertpapierdepots schnell, wer zu Ihren Ansprüchen passt – und wer nicht. Wir helfen Ihnen mit verständlichen Erklärungen und nützlichen Tipps und zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den richtigen Broker finden.

Welches Online-Depot ist das richtige?

Die Antwort auf die Frage nach dem passenden Onlinedepot ist von mehreren Faktoren abhängig – denn sowohl Anleger als auch Broker fokussieren auf unterschiedliche Bereiche. Beantworten Sie folgende Fragen daher ehrlich, um Ihre Auswahlkriterien zu bestimmen.

1. Welches Anlageziel verfolgen Sie?

Wollen Sie langfristig in die Zukunft für sich und Ihre Liebsten investieren, etwa um mögliche große Investitionen finanzieren zu können? Dann benötigen Sie einen Broker mit einer guten Auswahl an konservativen Aktien und Fonds sowie günstige Sparpläne. Besonders niedrige Orderkosten sind dabei eher zweitrangig. Oder wollen Sie aktives Online Trading betreiben und regelmäßig bzw. in kurzer Zeit Gewinne erzielen? In diesem Fall wären eine gute Auswahl an Hebelprodukten und besonders niedrige Orderkosten sowie eine generell große Wertpapierauswahl das Hauptaugenmerk.

2. Welches Risiko wollen Sie eingehen?

Wertpapiergeschäfte besitzen unterschiedliche Renditechancen, die von verschiedenen Faktoren wir der Asset-Klasse oder der Marktentwicklung abhängig sind. Doch je höher der zu erwartende Gewinn eines Wertpapiers ist, desto aggressiver ist dessen Strategie und desto höher ist auch das potenzielle Verlustrisiko. Sie müssen sich im Vorfeld darüber klar sein, welche möglichen Verluste Sie verkraften können und dieses Risiko mit Ihrer Renditeerwartung abwägen.

Es gilt: Je länger Ihr Anlagehorizont ist, desto eher können Sie Risiken eingehen. Mögliche Rückschläge in der Portfolioentwicklung gleichen sich eher über die Jahre wieder aus.

3. Wie viel Kapital wollen Sie investieren?

Seriöse Online Broker sollten immer günstige Preise anbieten. Einige erheben Negativzinsen auf Einlagen ab 100.000 EUR, manch andere sogar Depotverwaltungskosten in Abhängigkeit zum Depotwert. Zählen Sie zu den Kleinanlegern, betreffen Sie diese Gebühren nicht bzw. nicht so hart. Je höher die Investitionssummen sind, desto wichtiger werden jedoch wirklich kostenlose Depots sowie volumenunabhängige Orderkosten.

4. Wie gut sind Ihre bisherigen Erfahrungen im Wertpapierhandel?

Als professioneller Trader können Sie auf Tutorials, regelmäßige Webinare und ein intuitives Interface verzichten. Neulingen wird damit aber der Einstieg in den Wertpapierhandel ungemein erleichtert. Auch tägliche Börsenanalysen und Marktausblicke sowie ein vollwertiges Demokonto helfen, sich sicher im Aktienmarkt zu bewegen. Erfahrene Investoren legen hingegen mehr Wert auf eine besonders große Asset-Auswahl, Orderfunktionen, Analysetools und schnelle Orderausführungen.

5. Welche Wertpapiere bevorzugen Sie?

Legen Sie den Fokus hauptsächlich auf deutsche Aktien oder wollen Sie Ihr Portfolio international ausrichten? Wollen Sie einzelne Märkte mit einer eigenen Wertpapierzusammenstellung verfolgen oder verlassen Sie sich lieber auf ETFs und von anderen Tradern zusammengestellte Zertifikate? Onlinebroker besitzen nicht nur unterschiedliche Preisstrukturen, sondern bieten auch eine ganz eigene Palette an Handelsmöglichkeiten. Manche Broker konzentrieren sich auf den deutschen Aktienmarkt mit besonders günstigen Preisen, andere legen den Fokus auf Hebelprodukte – wie etwa Forex und CFD Broker. Auch die Anzahl an Asset-Klassen und die Auswahl an Emittenten ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Werden Sie sich darüber klar, welche Märkte Sie mit welchen Wertpapieren von welchen Emittenten handeln wollen.

6. Mit welcher Software wollen Sie handeln?

Den meisten privaten Anlegern reicht der Online Brokerage als Station für den Kauf und Verkauf von Aktien vollkommen aus. Besonders bequem empfinden viele auch den Handel über Broker-eigene Trading-Apps. Suchen Sie hingegen mehr Funktionen, wie bessere Markteinblicke und mehr Analysetools, kommen Sie um eine zusätzliche Handelssoftware nicht drumherum. Nicht jeder Onlinebroker bietet zusätzliche Software an und oft ist diese mit Mehrkosten verbunden. Interessant für experimentelle Trader ist etwa der kostenlose MetaTrader, über den Sie nicht nur CFDs und Aktien handeln können. Die Trading-Software bietet zudem die Möglichkeit, den eigenen Wertpapierhandel mit Algorithmen zu automatisieren.

Es gibt nicht den einen perfekten Online-Broker! Mit unterschiedlichen Handelsmöglichkeiten, Preisstrukturen, Lernangeboten und Software-Alternativen spricht jeder Broker eine andere Zielgruppe besser an. Bestimmen Sie daher Ihre individuellen Kriterien für die Suche nach dem perfekten Onlinebroker.

So finden Sie das passende Online-Depot

Haben Sie Ihre wichtigsten Auswahlkriterien bestimmt – und bestenfalls nach Wichtigkeit sortiert – können Sie mit der eigentlichen Broker Suche beginnen. Viele potentiellen Kunden nutzen dafür folgende Entscheidungsquellen:

  • sie nutzen aus Bequemlichkeit das Depotangebot Ihrer Hausbank
  • sie treffen ihre Entscheidung anhand der Erfahrungen ihrer Familie und Freunde
  • sie wählen das im Internet am häufigsten erwähnte Angebot
  • sie lassen sich von Werbung beeinflussen
  • sie klicken sich durch die Webauftritte einiger Internetbroker

Diese Strategien mögen besonders schnell und bequem sein, führen langfristig aber nur selten zum erhofften finanziellen Erfolg.

Denken Sie stets daran: Nur gut informiert finden Sie den perfekten Onlinebroker!

Nicht nur Ihre persönlichen Ansprüche sind komplex, sondern auch das Angebot aller Broker und Depotbanken. Informieren Sie sich daher allumfassend und vergleichen Sie viele Broker miteinander. Unser Onlinedepot Vergleich hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Fakten mit einem Blick zu erfassen und kritisch gegenüberzustellen.

Merkmale eines guten Online-Brokers

Einen seriösen Broker erkennen Sie bereits anhand einiger weniger Punkte. Doch nicht immer lassen sich diese sofort erkennen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie besonders achten müssen.

1. Günstige und transparente Preisstruktur

Broker und Banken bewerben meist ihre günstigen oder simplen Orderkosten sowie aktuelle Aktions-Wertpapiere, die Sie für eine bestimmte Zeit besonders günstig handeln können. Oftmals gelten diese Ordergebühren nur für den Kauf und Verkauf an deutschen Börsen und verschweigen die zusätzlich anfallenden Börsengebühren bzw. Maklercourtagen. Seriöse Online Broker müssen nicht konkurrenzlos günstig sein. Aber sie müssen alle möglichen Kosten von der Depotverwaltung bis zur Herausgabe von Hauptversammlungstickets transparent und übersichtlich in einem Preis-Leistungs-Verzeichnis abbilden – und dieses leicht zugänglich auf der eigenen Website platzieren. Nur so können Sie wirklich abschätzen, welche Kosten bei Ihrem Trading-Verhalten tatsächlich auf Sie zukommen.

2. Große Wertpapier- und Börsenauswahl

Zwar gilt nicht „Je mehr desto besser“, doch eine große Auswahl an handelbaren Märkten und Assetklassen ermöglicht Anfängern und professionellen Tradern gleichermaßen einen besonders flexiblen Wertpapierhandel und die Erstellung eines breit gestreuten Portfolios. Am Ende entscheidet der Fokus des einzelnen Anbieters, wie gut sein Angebot wirklich ist. Vor allem Neo Broker konzentrieren sich auf einige wenige Emittenten wie HSBC oder Vanguard. Andere schließen CFDs und andere Hebelprodukten vollkommen aus, was den Handel mit Rohstoffen und Devisen neben Indexfonds faktisch unmöglich macht. Welche Handelsmöglichkeiten sich Ihnen tatsächlich bieten, hängt von den angeschlossenen In- und Auslandsbörsen ab.

3. Kostenloses Musterdepot / vollwertiges Demokonto

Gut ausgestattete Onlinebroker stellen Ihren Kunden zeitlich unbegrenzt über das Online Banking ein Musterdepot bzw. ein Demokonto zur Seite. Nur so können Sie vollkommen risikofrei alle Handelsmöglichkeiten entdecken, neue Strategien entwickeln, unbekannte Aktien testen oder ein erstes Gefühl für das Online Trading entwickeln.

4. Verschiedene Softwarelösungen für den Marktzugang

Den meisten Anlegern reicht der Zugang zum Online-Depot über den Browser und über eine Handels-App. Diese müssen aber die wichtigsten Funktionen beinhalten und einfach zu handhaben sein. Gute Broker schaffen hier den Spagat zwischen intuitivem Design und Funktionalität. Je größer und komplexer das Handelsangebot ist, desto wichtiger wird eine professionelle Softwarelösung für den direkten Marktplatzzugang und mit wesentlich mehr Analyse- und Ordertools.

5. Großer Wissensbereich mit Community

Der Austausch mit anderen Tradern verbessert nicht nur die eigene Expertise, sondern kann allen Interessierten neue Anlagestrategien aufzeigen. Ein guter Online-Broker unterstützt diesen Austausch entweder mit einem eigenen – und aktiv moderierten – Forum oder mit Kommentarfunktionen. In einem zusätzlichen Wissensbereich sollten alle Funktionen des Brokerage und des allgemeinen Wertpapierhandels verständlich erläutert werden. Weitere Wissensangebote wie regelmäßige Expertenanalysen und Webinare unterstützen aktive Privatinvestoren zusätzlich.

6. Freundlicher und kompetenter Kundensupport

Den perfekten und problemfreien Online-Broker gibt es nicht, jeder Anleger sucht irgendwann via E-Mail oder Hotline Rat bei einem Mitarbeiter. Es reicht dabei nicht, dass der Support über mehrere Kanäle (Mail, Telefon, Live-Chat) und bestenfalls 24h an 7 Tagen die Woche erreichbar ist – er muss auch erfolgreich Probleme lösen können. Es braucht gut ausgebildete Mitarbeiter, die Probleme richtig erkennen, einschätzen und an die zuständigen Abteilungen weiterleiten können. Wie gut der Support bei einem Onlinebroker tatsächlich ist, können Sie in Bewertungsportalen wie Trustpilot oder aus Foren und Ihrem Bekanntenkreis direkt erfahren.

7. Kaum Systemausfälle

Technische Schwierigkeiten gibt es immer wieder: In Abständen werden neue Systeme implementiert und Server gewartet, doch auch Fehlfunktionen und Hackerangriffe muss ein Backend-System durchstehen. Seriöse Internetbroker kommunizieren diese Probleme transparent und können sie mit einem kompetenten IT-Team innerhalb weniger Minuten oder Stunden lösen. Neben Kundenberichten geben vor allem Fachblatt-Artikel und sogar Wikipedia-Einträge einen guten Einblick in die vergangene IT-Stabilität.

8. Demokonto und Watchlist

Wie die Namen vermuten lassen, können über Testdepots keine echten Trades abgewickelt werden. Sie dienen vielmehr der Marktbeobachtung und zum testen neuer Handelsstrategien. Die Watchlist ist dabei am rudimentärsten ausgestattet. Hierüber können Sie nur einzelne Wertpapiere beobachten und deren Wertentwicklung seit der Aufnahme in die Liste verfolgen.

Ein Demokonto bietet mehr Handlungsspielraum. Es entspricht in Aufbau und Funktion meist dem eigentlichen Brokerage, wenn auch einzelne Funktionen Handelsmöglichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Ausgestattet mit virtuellem (Spiel-) Geld können Sie ohne Risiko Aktien und andere Assets ins Testdepot aufnehmen und so Ihre Trading-Fähigkeiten trainieren und neue Ideen ausprobieren.

Die meisten Wertpapierdepots der Depotbanken sind mit einer Watchlist ausgestattet. CFD Broker bieten hingegen eher CFD Demokonten an. Doch nicht immer gehören diese Testfunktionen zum Angebot, in einigen Fällen müssen sie manuell beantragt werden oder stehen nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Seriöse Online Broker gewähren sogar Nicht-Kunden Zugang zum Demomodus.

Fokussieren Sie sich bei der Bewertung nicht auf einzelne Punkte. Besonders niedrige Orderkosten trösten nicht über das Problem hinweg, wenn Systeme ständig ausfallen und der Support Sie dabei nur mit Standardphrasen abspeist.

Attraktive Wechselprämien nutzen

Viele Banken und Broker locken Neukunden mit regelmäßig wechselnden Aktionsangeboten. Diese verbessern zwar nicht das allgemeine Depot-Angebot, können aber einen zusätzlichen Anreiz bieten. Dazu zählen etwa

  • Amazon-Gutscheine
  • Sachprämien
  • Bonusguthaben
  • Free Trades

Diese Neukundenprämien sind immer an bestimmte Bedingungen geknüpft – so auch die Prämien für den Depotwechsel. So richten sich solche Aktionen explizit an Neukunden, es muss in einem bestimmten Zeitraum ein Mindestbetrag übertragen oder eine bestimmte Trade-Anzahl gehandelt werden. Zudem fällt die tatsächliche Wechselprämie oft wesentlich geringer aus als beworben. Lesen Sie sich daher im Vorfeld immer die Aktionsdetails genau durch und bewerten Sie kritisch, wie hoch Ihre Prämie tatsächlich wäre.

Prämien allein dürfen nicht über das Für und Wider eines Online Brokers entscheiden. Sie können ein gutes Angebot aber zusätzlich abrunden oder die Entscheidung zwischen zwei Brokern vereinfachen.

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