Postbank Depot – persönliche Beratung und Online-Trading aus einer Hand

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Postbank Depot Erfahrungen / Test 2019
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Kurzfazit: Das Postbank Depot birgt keine großen Überraschungen. Es bietet alle Funktionen, die zum Wertpapierhandel benötigt werden und kann darüber hinaus mit einer großen Palette weiterer Bankenprodukte punkten. Der Online-Brokerage selbst mit seinen Kosten und Funktionen bleibt aber in der Gesamtwertung im Mittelfeld.

  • 1. Kontoeröffnung
  • 2. Handelsangebot
  • 3. Handelsplattform
  • 4. Kosten und Gebühren
  • 5. Regulierung und Einlagensicherung
  • 6. Sicherheit
  • 7. Kundenservice

Postbank Depot StartseiteDie Postbank ist eine vollwertige Tochter der Deutschen Bank und hat sich auf Privat- und Geschäftskunden spezialisiert.

Als Vollbank bietet sie alle typischen Finanzprodukte wie Girokonto, Kredite, Tages- oder Festgeld, eine Altersvorsorge sowie das Wertpapierdepot.

Dank der Zugehörigkeit zur Deutschen Bank und der Deutschen Post besitzt die Postbank ein gutes Filialnetz und ist zudem Mitglied in der Cash-Group.

Welche Vorteile das Online Depot Ihnen konkret bietet und welche Punkte kritisch zu betrachten sind, stellen wir Ihnen in unserer Postbank Depot Review ausführlich vor.

Für wen ist das Postbank Depot geeignet?

Hauptsächlich richtet sich das Wertpapierdepot an Anfänger und Fortgeschrittene. Es fehlen viele professionelle Analysetools und auch die Chartansichten sind grundlegend, weswegen professionelle Trader hier nicht das optimale Trading-Werkzeug finden.

Für gelegentliche und Buy & Hold Trader ist das Angebot aber vollkommen ausreichend, Das Informationsangebot ist gut und übersichtlich, der Brokerage bietet alle notwendigen Funktionen. Auch wer den persönlichen Kontakt vorzieht, ist mit dem Postbank Online-Depot gut beraten.

Wie seriös ist das Postbank Depot?

Die Filialbank zählt zu den bekanntesten deutschen Banken und besitzt ein bundesweites Filialnetz. Daneben ist sowohl der Datenverkehr über die Website als auch das Online-Banking dank vieler verschiedener Sicherheitsverfahren bestens vor fremden Zugriffen abgesichert. Insbesondere die Einlagensicherung ist mit über einer Milliarde EUR je Kunde ausgesprochen hoch.

Alles in allem ist die Postbank also ein sehr vertrauenswürdiger Anbieter, der seinen Kunden hohe Sicherheitsstandards und ein seriöses Auftreten bietet.

Das Postbank Depot im Überblick

Das Wertpapierdepot reiht sich ein in das große Angebot an verschiedenen Bankprodukten und ist wie alles andere auch über das Online-Banking erreichbar.

Die Orderkosten sind recht hoch und oft teurer als bei vielen anderen Direktbanken oder reinen Online-Brokern. Vor allem die Gebühren für ausländische Börsenplätze sind im Verhältnis zu anderen Anbietern sehr hoch. Dafür kann das Postbank Depot mit sehr günstigen Fonds und ETFs punkten.

Ein Ausgabeaufschlag fällt nicht an und über Online-Käufe fallen lediglich 1 % Kommissionsentgelte an. Auch Sparpläne sind außerordentlich günstig: gerade einmal 0,90 EUR je Ausführung werden verlangt.

Leider gibt es kein richtiges Demokonto, sondern eher eine stark vereinfachte Demoversion, die nicht alle Funktionen beinhaltet. Dennoch reicht das Testkonto aus, um einen ersten Eindruck von dem Online-Brokerage zu erhalten. Schade ist auch, dass es neben dem Online-Banking keine weitere Möglichkeit über Software-Lösungen gibt, mit dem Aktiendepot an den Börsenplätzen zu handeln.

Dafür überzeugt die Postbank mit ihren Sicherheitsverfahren auf ganzer Linie. Zwar werden nur wenige TAN-Verfahren angeboten, diese sind aber besonders sicher und wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

Wichtige Eigenschaften und Besonderheiten:

  • Depotführung: kostenlos
  • Orderkosten: ab 9,95 EUR
  • Börsenplätze: Deutschland und ausgewählte ausländische Börsen
  • Handelbare Wertpapiere: Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Zertifikate
  • Sparpläne: ETF und Fonds
  • Mindesteinlage: nein
  • Bonusprogramm: 25 EUR Amazon-Gutschein bei Depoteröffnung
  • Beratung und Vermögensverwaltung: ja
  • Depot für Minderjährige: nein
  • Sitz: Bonn
  • Regulierung durch: BaFin
  • Einlagensicherung: 100.000 EUR + 1,24 Milliarden EUR

1. Kontoeröffnung

Die Depoteröffnung bei der Postbank ist in wenigen Minuten angestoßen. Sie finden das entsprechende Antragsformular im Formular-Center oder werden an verschiedenen Stellen auf der Website darauf verwiesen. Ein Junior Depot können Sie hier leider nicht eröffnen. Dieses Problem lässt sich aber umgehen, indem Sie ein Wertpapierdepot auf Ihren eigenen Namen beantragen. Sobald Ihr Kind die Volljährigkeit erreicht hat, können Sie ihm das Depot übertragen.

Mindestanforderungen

Besondere Anforderungen an die Depotführung werden nicht gestellt. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein und Ihren Wohnsicht in Deutschland haben. Lediglich für Einmalanlagen in Fonds wird eine 500 EUR Mindestanlage gefordert; dies gilt auch für Anleihen und Zertifikaten über Emittenten.

Demokonto

Es gibt ein Demokonto, welches Sie sogar ohne Anmeldung nutzen können. Dabei handelt es sich aber nicht um ein reines Trading-Konto, sondern es sind alle Postbank-Produkte wie Tagesgeld, Girokonto, Online-Depot und Kredite in einem Interface vereint. Auch für einen ausführlichen Test des Brokerage eignet sich das Demokonto nur bedingt: Nicht alle Funktionen sind nutzbar, oder sie stehen nur eingeschränkt oder in vereinfachter Form zur Verfügung. Zudem ist das Testkonto bereits mit Daten zur Person und den gewählten Produkten vordefiniert.

Kontoeröffnung

Die Depoteröffnung ist nur über den klassischen Postweg möglich. Füllen Sie den Online-Antrag, einen Freistellungsantrag sowie ein Formular zur Einschätzung Ihrer bisherigen Trading-Erfahrungen gemäß dem Wertpapierhandelsgesetz aus, drucken diese aus und senden sie via Post der Postbank zu.

Hier müssen Sie sich über PostIdent-Verfahren ausweisen. Eine Alternative stellt die Antragstellung über einen Postbank-Mitarbeiter in einer Filiale dar – hier können Sie sich mit Ihrem Personalausweis direkt verifizieren. Moderne Formen wie das VideoIdent-Verfahren werden aber leider nicht angeboten.

Nach etwa 5 Werktagen sollten alle Unterlagen bei der Bank eingegangen und Sie die ersten Zugangsdaten erhalten haben. Sind Sie bereits Kunde bei der Postbank, ist die Depoteröffnung wesentlich schneller erledigt, da Sie sich nochmals identifizieren müssen.

Gibt es einen Willkommensbonus bei Postbank Broker?

Sie können eine 25 EUR Prämie in Form eines Amazon Gutscheins erhalten, wenn Sie Ihr Depot bei der Postbank eröffnen. Doch schnell sein lohnt sich, denn die Aktion ist auf die ersten 500 online-Anträge beschränkt. Prämien für den Depotwechsel gibt es aktuell leider nicht. Dafür können Sie von attraktiven Prämien beim Handel mit DWS-Fonds profitieren. Bis zu 250 EUR in Form von BestChoice-Gutscheinen sind möglich. Gilt für Fonds und Sparpläne und bis zum 30.09.2019. Prämien sind dabei gestaffelt.

Für Einzelinvestments gilt:

  • Ab 5.000 EUR: 50 EUR Gutschein
  • Ab 10.000 EUR: 125 EUR Gutschein
  • Ab 25.000 EUR: 250 EUR Gutschein

Bei Fonds-Sparplänen erhalten Sie für jede 1.000 EUR Sparsumme 10 EUR als BestChoice-Gutschein (maximal 250 EUR).

Depotwechsel zur Postbank

Der Depotübertrag wird Ihnen durch den Wechselservice wesentlich vereinfacht. Füllen Sie das entsprechende Formular mit Angaben zu Ihrem alten Depot und Ihren persönlichen Daten aus und senden es postalisch der Postbank zu. Die Mitarbeiter kümmern sich dann um alle weiteren Schritte. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie bereits ein Depot bei der Postbank eröffnet haben.

Anleitung: Erste Schritte mit dem Postbank Depot

Sobald Sie Ihre Zugangsdaten erhalten haben, können Sie das Postbank Depot voll und ganz nutzen. Weitere Einstellungen sind nicht notwendig. Die Bank stellt Ihnen für die ersten Schritte mit Ihrem Online-Depot eine Bedienungsanleitung zur Verfügung. Hier wird Ihnen alles Wichtige erklärt, etwa zur Depotverwaltung, dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder die grundsätzlichen Funktionen des Brokerages.

2. Handelsangebot

Mit dem Wertpapierdepot der Postbank handeln Sie an deutschen Börsen sowie an den ausgewählten internationalen Handelsplätzen London, New York, Paris und Brüssel. Sie erhalten dadurch Zugriff auf Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Zertifikate. Mit 42.000 Anleihen und mehr als eine Million Zertifikaten können Sie hier auf eine sehr große Auswahl zurückgreifen.

Schade ist, dass weder CFDs noch Forex oder Futures über die Postbank handelbar sind. Zudem bietet das Aktiendepot keine Realtime-Kurse, sondern zeigt die Kurse mit mindestens 15 Minuten Zeitverzögerung an.

Insgesamt erhalten Sie über das Postbank Depot Zugriff auf über 2.300 Fonds und ETFs – davon sparplanfähig sind über 250 Fonds und 45 ETFs. Sie können bereits ab einer Sparrate von 25 EUR in einen Sparplan investieren. Das Intervall und die Ratenhöhe lassen sich dabei flexibel anpassen.

3. Handelsplattform

Softwareseitig ist das Postbank Depot eher schwach aufgestellt, denn Sie können nur über Ihr Online-Banking auf den Brokerage zugreifen und traden. Eine eigene Trading-App oder die Möglichkeit, über eine Postbank-App zu handeln, gibt es leider nicht.

Wollen Sie mobil auf Ihren Brokerage zugreifen, können Sie dies nur über die mobile Version der Website. Optisch und funktional müssen Sie dabei keine Einbußen befürchten, das Trading ist auch über die mobile Ansicht sehr einfach gestaltet. Dennoch ist es schade, nicht direkt über eine Trading-App auf das eigene Depot zugreifen zu können.

Auch eine Trading-Software wird nicht angeboten. Dadurch bleibt der Funktionsumfang sehr übersichtlich, vor allem professionelle Trader werden schnell an ihre Grenzen kommen. Dafür bietet der Online Brokerage alle gängigen Orderarten: Limit, Stop-By oder Stop-Limit. Umfangreiche Statistiken oder Charts gibt es allerdings nicht.

4. Kosten und Gebühren

Verwaltung

Die Depotführung ist beim Postbank Depot kostenlos, ebenso die Einlösung von Dividendenscheinen und die Jahressteuerbescheinigung. Wollen Sie eine Ersatzsteuerbescheinigung, kostet das 14 EUR, eine Kopie von Buchungsbelegen je 5 EUR. Es werden keine Guthabenzinsen erhoben, jedoch ein Sollzins von 12,75 % bei einer Überziehung. Zudem kostet die Ersatz-PIN für den Online- oder Telefon-Brokerage je 6 EUR.

Zahlungsverkehr

Für den Zahlungsverkehr werden keine gesonderten Angaben gemacht. Ein- und Auszahlungen sind höchstwahrscheinlich kostenlos.

Wertpapierhandel

Die Orderkosten sind verhältnismäßig teuer und beginnen bei etwa 1% je Ausführung. Je höher das Transaktionsvolumen, desto geringer werden dazu im Verhältnis die Gebühren. Hinzu kommen noch die Börsenentgelte bzw. Courtage der jeweiligen Börse. Hierfür werden leider keine spezifischen Angaben gemacht. So ergeben sich folgende Preisstaffelungen:

Inländische Börsen:

  • Bis 1.200 EUR Ordervolumen: 9,95 EUR
  • Bis 2.600 EUR Ordervolumen: 17,95 EUR
  • Bis 5.200 EUR Ordervolumen: 29,95 EUR
  • Bis 12.500 EUR Ordervolumen: 39,95 EUR
  • Bis 25.000 EUR Ordervolumen: 54,95 EUR
  • Ab 25.000 EUR Ordervolumen: 69,95 EUR

Ausländische Börsen:

  • Bis 1.200 EUR Ordervolumen: 32,95 EUR
  • Bis 2.600 EUR Ordervolumen: 39,95 EUR
  • Bis 5.200 EUR Ordervolumen: 49,95 EUR
  • Bis 12.500 EUR Ordervolumen: 59,95 EUR
  • Bis 25.000 EUR Ordervolumen: 69,95 EUR
  • Ab 25.000 EUR Ordervolumen: 79,95 EUR

Die Kosten für Orderänderungen betragen 2,50 EUR bei inländischen und 4,50 EUR bei ausländischen Börsenplätze. Teilausführungen werden mit normalen Orderkosten belastet. Setzen Sie Orders über das Telefon-Brokerage oder einen Filialmitarbeiter, kommen 3 bzw. 13 EUR an Gebühren hinzu. Die Orderstreichung und Limits sind kostenlos.

Die Preise für Anleihen und Zertifikate von Emittenten sind variabel und werden separat vor der Ordererteilung ausgewiesen.

Bei Fonds fallen über das Online-Depot 1% Kommissionsentgelt an. Dieses ist allerdings höher, sobald Sie Fonds über Telefon (2%) oder die Filiale (3%) kaufen bzw. verkaufen. Dafür sind die Sparpläne sehr günstig. ETF-Sparpläne kosten Sie je Ausführung nur 0,90 EUR, unabhängig des Transaktionsvolumens.

5. Regulierung und Einlagensicherung

Da die Postbank Ihren Sitz in Bonn besitzt, wird sie durch die BaFin beaufsichtigt. Als deutsches Finanzinstitut unterliegt die Postbank der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 EUR. Daneben ist die Bank freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Dabei werden alle Einlagen je Kunde auf Basis des hinterlegten Eigenkapitals der Bank gesichert. Dieser Betrag liegt aktuell bei maximal 1,24 Milliarden EUR je Kunde.

6. Sicherheit

Alle Unterseiten des Webauftritts sind SSL-verschlüsselt und somit vor dem Zugriff Dritter geschützt. Für den Wertpapierhandel bietet die Postbank eine Auswahl aus drei TAN-Verfahren: chipTAN, mobileTAN und BestSign. BestSign ist ein Sicherheitsverfahren, welches als eigenständige App, über den Postbank Finanzassistenten oder einem Zusatzgerät nutzbar ist. Sie können damit Ihre Transaktionen per Passworteingabe, Knopfdruck, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung freigeben. Das mobileTAN-Verfahren wird allerdings zum 08.09.2019 eingestellt, wodurch sich die Auswahl auf ein TAN-Gerät oder App beschränkt.

Auf der Website gibt der Online-Broker regelmäßige Aufklärung zu aktuellen Sicherheitsrisiken (Phishing-Mails) und erläutert allgemein, welches Verhalten der Kunden über das Internet oder Smartphone eine höhere Sicherheit garantiert. Ein umfangreiches Lexikon zu allen wichtigen Begriffen rund um das Online-Banking und das sichere Surfen im Internet im Allgemeinen rundet das Informationsangebot rund um die Datensicherheit ab.

7. Kundenservice

Für konkrete Anliegen steht Ihnen in erster Instanz ein umfangreicher Frage-Antwort-Bereich bereit. Ähnlich einer FAQ werden hier Fragen von Kunden und Interessierten beantwortet. Für eine schnelle Lösungsfindung geben Sie einfach Ihre Frage oder Stichworte in das dazugehörige Suchfeld und alle passenden Fragen und Antworten werden Ihnen angezeigt. Unter „Services“ findet sich der Reiter „Formulare“. Hier finden Sie alle notwendigen Dokumente etwa zum Depotübertrag oder dem Freistellungsauftrag.

Da die Postbank eine Filialbank ist, können Sie sich zu den regulären Öffnungszeiten auch persönlich beraten lassen oder Handelsaufträge abgeben. Auch die klassischen Kanäle Telefon- und E-Mail-Support werden angeboten. Der Telefonsupport ist Montag bis Samstag von 7:00 bis 22:00 Uhr und am Sonntag von 8:00 bis 22:00 Uhr erreichbar. Das Telefon-Banking ist hingegen rund um die Uhr möglich, allerdings fallen hier höhere Gebühren als beim Online-Trading an.

Daneben ist die Postbank auf Facebook, YouTube und Twitter vertreten. Hier werden Video-Tutorials, neue Marktentwicklungen und Produktneuheiten vorgestellt. Allerdings werden dabei alle Bankprodukte und nicht nur der Wertpapierhandel besprochen.

Weitere wichtige Punkte

Zahlungsverkehr

Für den direkten Wertpapierhandel wird keine Mindesteinlage gefordert. Wollen Sie allerdings in Fonds investieren, können Sie dies nur mit mindestens 500 EUR tun. Ein- und Auszahlungen sind kostenlos. Benötigen Sie frisches Kapital, können Sie dieses von Ihrem angegebenen Referenzkonto klassisch überweisen. Andere Einzahlungsmöglichkeiten etwa über PayPal werden nicht unterstützt.

Postbank als Testsieger

Die Postbank wurde 2019 von Focus Money zur sichersten Online-Bank gewählt. Auch die Anlageberatung wurde mit dem Prädikat „sehr gut“ von der Euro am Sonntag ausgezeichnet. Daneben punktet die Filialbank vor allem mit ihren sehr guten Krediten und dem Girokonto, das Online-Depot selbst erhielt bisher allerdings keine Auszeichnungen.

Steuern und Freistellungsauftrag

Bereits bei der Depoteröffnung können Sie einen Freistellungsauftrag mit einreichen. Diesen können Sie in Ihrem Online-Banking einsehen.

Als deutsche Bank führt die Postbank die Abgeltungssteuer inklusive Soli und eventueller Kirchensteuer direkt an das Finanzamt ab. Sie erhalten jährlich Ihren Jahressteuerbescheid und können über Ihre Verlustverrechnungstöpfe Verluste auch ins nächste Jahr mitnehmen. Allerdings endet hier auch schon der Steuer-Service seitens der Postbank. Eine Verrechnung der Quellensteuer oder gar Abkommen mit den Quellensteuerländern gibt es nicht. Hier sind Sie scheinbar auf sich allein gestellt.

Wissen

Eine richtige Akademie mit Webinaren, Handbüchern oder anderen Lernmaterialien suchen Sie bei der Postbank vergeblich. Doch unter „Produkte – Wertpapiere“ finden sich viele Informationen zu den einzelnen Wertpapieren, aktuelle Marktberichte und ein umfangreicher Börsenkalender.

Zu jedem Wertpapier werden einige Hintergrundinformationen wie Charts und Entwicklung dargestellt. Zudem werden die jeweiligen Unternehmen kurz vorgestellt.

Über die Wertpapiersuche gelangen Sie direkt zur gewünschten Aktie. Daneben können Sie sich über den Einsteigerbereich in die Welt des Wertpapierhandels einlesen – die Informationen sind allerdings eher grundsätzlicher Natur.

Auf der Website finden Sie unter „Die Postbank“ – „Investmentstrategien“ viele nützliche Informationen zu aktuellen Marktbewegungen, Zinsentwicklungen, Aktien, Spezialthemen und praktischen Prognosen. In Form täglicher Morgenkommentare zu den Markteinschätzungen sowie einem Wochenausblick erhalten Sie Prognosen und Analysen zu den verschiedenen nationalen und internationalen Aktienmärkten übersichtlich aufbereitet.

Die Postbank ist auch in den sozialen Netzwerken YouTube, Facebook und Twitter präsent. Hier finden Sie allerdings kaum weitere Informationen, sondern mehr Erläuterungen zu den grundlegenden Funktionen zu allen Postbank-Produkten.

Alternativen

Das Handelsangebot der Postbank ist nicht besonders groß, reicht aber dennoch vollkommen aus, sofern Sie eher defensiv investieren oder langfristig sparen wollen. Sind Sie dagegen ein aktiver Trader und auch an risikohaften Produkten wie Forex und CFDs interessiert, sollten Sie sich nach alternativen Brokern umsehen. Wir geben Ihnen hier eine kurze Aufstellung möglicher Kandidaten; nutzen Sie auch unseren umfangreichen Depot Vergleich.

Ist Ihnen die Postbank als Finanzinstitut nicht genehm – etwa, weil die Konditionen anderer Bankenprodukte nicht stimmen oder Sie ursprünglich aus einem anderen Bankenverband kommen – stehen Ihnen viele weitere Direktbanken mit ähnlichem Online-Brokerage wie DKB, comdirect oder Norisbank zur Verfügung. Vor allem die comdirect kann mit sehr guten Beratungsservices aufwarten. Alternativ können Sie auch die Ableger großer Filialbanken wie maxblue von der Deutschen Bank nutzen. Diese sind funktional besser aufgestellt und bieten meist auch günstigere Konditionen.

CFD- und Forex Broker eignen sich vor allem, wenn Sie Daytrading betreiben wollen. Da die Postbank solche Assetklassen nicht bietet, müssen Sie auf CFD Broker umsteigen. Alternativen mit guten Konditionen und sehr großer Produktpalette sind etwa FXFlat, Plus500 oder IG.

Wollen Sie günstig ausländische Wertpapiere handeln, empfehlen wir Alternative Broker wie CapTrader oder LYNX Broker, die mit über 100 weltweiten Börsen besonders viele Handelsplätze bieten.

Sind Sie hingegen von Social Trading Formen wie Copy Trading fasziniert, empfehlen wir Ihnen Broker wie eToro oder die Chart-Plattform TradingView mit kostenlosen Chart-Analysetools und Realtime-Kursen.

Gesamtfazit

Unser Postbank Depot Test zeigt, dass es sich insgesamt um ein durchschnittliches Angebot handelt. Die Funktionen und Möglichkeiten sind grundsolide, bieten allerdings keine Besonderheiten oder Überraschungen. Sehr hohe Ordergebühren machen das Postbank Depot für Vieltrader unattraktiv.

Lediglich Buy & Hold Anleger profitieren von der kostenlosen Depotführung. Sparern hingegen bietet sich ein sehr großes und günstiges Angebot an Fonds und Sparplänen, da die Ausführungsgebühren sehr niedrig sind. Dafür kann das Postbank Depot mit seinen sehr guten Sicherheitsvorkehrungen überzeugen. IT-Sicherheit und Sicherheitsverfahren schützen Sie beim Webtrading zu jeder Zeit vor unautorisierten Zugriffen.

Hervorzuheben ist zudem die Möglichkeit, sich persönlich in einer Filiale beraten zu lassen – wenn auch bei Ordererteilungen höhere Gebühren anfallen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Postbank Depot

1. Was ist ein Postbank Depot?

Über das Depot der Postbank können Sie über alle deutschen Börsen und über eine Auswahl von ausländischen Handelsplätzen Wertpapiere handeln. Auch die Besparung von Fonds- und ETF-Sparplänen ist möglich.

2. Wie lange dauert es, ein Depot bei der Postbank zu eröffnen?

Nach spätestens zwei Wochen sollten Sie alle notwendigen Unterlagen postalisch erhalten. Die Dauer der Depoteinrichtung kann etwas länger Zeit in Anspruch nehmen, wenn Sie steuerlich nicht in Deutschland veranlagt sind.

3. Wie funktioniert ein Depot bei der Postbank?

Nachdem Sie alle notwendigen Zugangsdaten erhalten haben, können Sie sich über das Online-Banking in Ihr Depot einloggen, Aktien suchen und entdecken und diese mit wenigen Klicks kaufen und verkaufen.

4. Was kostet ein Postbank Depot?

Die Depotführung ist bei der Postbank kostenlos und auch nicht – wie in der Vergangenheit – an eine Mindesteinlage gebunden. Allerdings ist der direkte Handel recht teuer. Ab 9,95 EUR je Order zzgl. Fremdkosten können Sie Wertpapiere handeln. Eine Änderung der Order wird zusätzlich ab 2,50 EUR abgerechnet.

5. Was ist ein Anlagekonto?

Das Postbank Anlagekonto ist das Verrechnungskonto für Ihr Online-Depot. Hierüber werden alle Gut- und Lastschriften verrechnet, die Ihr Wertpapiergeschäft betreffen. Über das Anlagekonto können Sie zudem Beträge auf Ihr angegebenes Referenzkonto überweisen und umgekehrt von diesem auf Ihr Anlagekonto einzahlen.

6. Wie überweise ich Geld auf mein Postbank Depot?

Sie können von dem bei der Anmeldung angegebenen Referenzkonto Beträge auf Ihr Verrechnungskonto überweisen.

7. Wie kann ich mein Depot zur Postbank übertragen?

Nachdem Sie ein neues Wertpapierdepot bei der Postbank eröffnet haben, können Sie den Wechselservice nutzen. Drucken Sie dafür die entsprechenden Unterlagen ausgefüllt aus und senden diese per Post an die Brokerage-Abteilung. Diese übernimmt alle weiteren Schritte des Depotübertrags.

8. Wie kann ich mein Postbank Depot kündigen?

Es reicht ein formloses Kündigungsschreiben, welches Sie unterschrieben per Post an den Postbank-Sitz in Köln schicken. Geben Sie darin einfach Ihren Namen, Ihre Adresse und die entsprechenden Depot- und Anlagekontonummern an. Eine Kündigungsfrist muss nicht eingehalten werden. Jedoch müssen alle Depotbestände vor der Kündigung übertragen oder verkauft worden sein. Eine Kündigungsvorlage finden Sie im Formular-Center.


Sind Sie bereits Depotkunde bei der Postbank oder sind noch Fragen offen? Dann hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar und teilen Ihre Erfahrungen!

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