Kryptowährung kaufen: Alles was Sie wissen müssen

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Kryptowährungen sind spätestens seit dem rasanten Bitcoin-Aufstieg eine beliebte Alternative für Investoren. Doch mit der Zeit haben sich immer mehr Kryptowährungen etabliert. Selbst bekannte digitale Unternehmen versuchen, ihre eigene Digital Currency auf den Markt zu bringen. Der bis heute stark volatile Markt birgt ebenso viele Risiken wie Chancen. Was es mit der Crypto Currency genau auf sich hat und wie Sie an der spannenden Krypto-Entwicklung partizipieren können, klären wir in unserem ausführlichen Krypto-Ratgeber.

Kryptowährung kaufen Vergleich: Die besten Kryptobörsen im Überblick (11/2020)

Die passende Handelsplattform für den Krypto-Kauf zu finden, ist keine Glückssache. Die wichtigsten Börsen finden Sie in unserer praktischen Gegenüberstellung. Hier sehen Sie sofort, welcher Krypto-Marktplatz am besten zu Ihrem Investment-Zielen passt.

Inhaltsverzeichnis

Kryptowährungen kaufen: Das Wichtigste im Überblick

In der Kürze liegt die Würze. Was Sie über Kryptowährungen wissen müssen, kurz zusammengefasst:

  • Crypto Coins sind eine digitale, unabhängige und anonyme Währung
  • Die Daten basieren auf einem Software-Protokoll und werden verschlüsselt gespeichert
  • Kauf und Verkauf erfolgt über Börsen, Broker und Marktplätze
  • Kryptowährungen sind in verschiedenen Varianten handelbar: CFDs, Zertifikate oder als „echte“ Coins
  • Die zugrundeliegende Technologie ist auch für Industrie, IoT oder administrative Vorgänge interessant
  • Ein Wallet ist Grundvoraussetzung für echte Kryptowährungen
  • Für den direkten Handel mit echter Kryptowährung benötigen Sie die passende Software
  • Über Mining können nach dem Proof-of-Work Prinzip Coins erarbeitet werden

Krypto Exkurs: Basiswissen über Cryptocoins

Viele kennen Kryptowährungen spätestens seit dem rasanten Aufstieg und dem kurz darauf folgenden Fall des Bitcoins in 2018/2019. Doch nur die wenigsten verstehen das Prinzip hinter Bitcoin und Co. oder welche Möglichkeiten diese Technologie bietet. Wollen Sie in Kryptowährungen investieren, benötigen Sie aber ein solides Grundwissen. Wir klären auf!

Was sind Kryptowährungen?

Kurz und knapp: Sie sind eine dezentral gespeicherte Transaktionshistorie, die etwa über die Blockchain-Technologie realisiert wird. Das mag im ersten Moment verwirrend klingen, daher nun die etwas längere Erklärung:

Kryptowährungen sind – wie der Name vermuten lässt – digitale Zahlungsmittel und beliebte Anlagemöglichkeiten für Investoren. Sie werden dezentral und komplett anonym verwaltet, es gibt also keine Institution, die eine Kryptowährung emittiert und reguliert. Jede Transaktion wird dabei in einer Art elektronischem Kassenbuch vermerkt. Dieses besteht aus einer Aneinanderreihung von Blöcken, die mehrere Transaktionen enthalten. Für die Kontrolle und Zusammenführung werden alle Daten kryptografisch verschlüsselt und von anderen Teilnehmern aus dem Krypto-Netzwerk bestätigt. Das garantiert eine absolute Anonymität und höchste Sicherheit. Diese Aneinanderreihung von mehreren Datenblöcken nennt man Blockchain. Die Blockchain wiederum ist eine einzige Datei und wird dezentral bei allen Netzwerkmitgliedern gespeichert. Zur Veranschaulichung: Die Bitcoin-Blockchain umfasst aktuell über 200 GB. Neben der Blockchain gibt es noch weitere kryptografische Technologien. Die Kryptowährung IOTA basiert etwa auf dem sogenannten Tangle.

Das Prinzip, alle Transaktionen systematisch und anonym zu speichern, eignet sich perfekt für digitale Währungen. Theoretisch lassen sich damit aber noch viel mehr Projekte realisieren, etwa

  • die Kommunikation einzelner Geräte innerhalb des Internet of Things (IoT),
  • sekundengenaue Abrechnungen im Transportwesen,
  • präzise Abstimmungen in Versorgungsketten, oder
  • eine automatisierte Buchhaltung.

Das Ziel von Kryptowährungen

Der Umgang mit klassischen Fiat-Geld (von Staaten herausgegebenes Geld) bestimmt zwar den gesamten privaten und wirtschaftlichen Alltag. Doch es gibt dabei zwei zentrale Probleme:

  1. Fiat-Geld ist inflationär und ohne inneren Wert. Sein Wert wird allein durch seinen Nutzen bestimmt. Nutzer müssen daher auf die Vernunft des Emittenten vertrauen.
  2. Darauf basierende digitale Zahlungsvorgänge sind nicht anonym und benötigen immer einen Mittelsmann als Vermittler, etwa eine Bank oder Dienstleister wie PayPal.

Alle Beteiligten benötigen also ein Grundvertrauen in die Vermittler und dass diese einzelne User nicht ausschließen. 2008 wurde der Bitcoin als Gegenentwurf von Satoshi Nakamoto (Pseudonym) vorgestellt. Dessen Technologie basiert auf dem dezentralen Kontrollprinzip und der Blockchain. So sind auch Peer-to-Peer Transaktionen ohne Mittelsmann möglich. Die Forderungen der Krypto-Anhänger sind dabei simpel wie revolutionär:

  • Jeder soll allein über sein Geld verfügen. Das bedeutet, dass es nicht konfisziert, entwertet oder von Dritten kontrolliert wird und Zahlungen jederzeit ohne Einschränkungen möglich sind.
  • Alle Transaktionen unterliegen der Privatsphäre.
  • Die Geld- und Zinspolitik soll nur dem freien Markt und ohne staatlichen Eingriff unterliegen.

Vor- und Nachteile von Crypto

Wie der Coin selbst besitzen Kryptowährungen zwei Seiten. Wir haben alle Vor- und Nachteile einmal kurz zusammengetragen.

Vorteile

  • Im Gegensatz zu Hartwährungen oder Edelmetallen lassen sich Kryptowährungen leicht und mit nur geringen Kosten speichern
  • Die dezentrale Transaktionshistorie bietet viele Anwendungsmöglichkeiten (digitales Geld, KI etc.)
  • Kryptowährungen lassen sich beliebig teilen
  • Online-Zahlungen mit Kryptos sind komplett anonym, ähnlich zu Bargeldzahlungen zwischen Privatpersonen
  • Durch das globale Netz kann das System nicht abgeschaltet werden.
  • Auch Manipulationen der Kontostände sind durch die gegenseitige Kontrolle aller Teilnehmer praktisch ausgeschlossen

Nachteile

  • Aufgrund der großen Blockchain-Größe ist eine hohe Rechenleistung für eine Anbindung ans Krypto-Netzwerk notwendig
  • Der Wert von Crypto Coins schwankt stark und hängt vor allem von den Zukunftserwartungen der Investoren ab
  • Durch das Grundprinzip der Anonymität profitieren auch Online-Betrüger von der digitalen Währung
  • Krypto-Börsen waren in der Vergangenheit immer wieder Opfer von Cyber-Diebstählen durch Hacker

Der Wert von Internetgeld

Bei von Zentralbanken in Umlauf gebrachten Geld bemisst sich der Wert an dem erwarteten Gegenwert innerhalb der Volkswirtschaft und der vorhandenen Geldmenge. Kryptowährungen funktionieren aber nicht nach diesem Prinzip. Dem digitalen Geld steht nichts gegenüber außer der verbrauchten Strommenge vom Minen. Warum haben Kryptowährungen also überhaupt einen Wert? Folgende Gründe spielen eine Rolle:

  • Zum einen vertrauen seine Nutzer darauf, für die Coins einen Gegenwert erhalten zu können, etwa in Form von Online-Bezahlungen für physische Güter.
  • Vor allem aber ist der Wert Ergebnis von Spekulation auf ihren zukünftigen Wert. Denn sie sind nur begrenzt verfügbar und besitzen bereits heute einen Nutzen (Zahlungsmittel, Systeme für Internet der Dinge etc.).
  • Final folgt die Preisbildung wie bei Wertpapieren und anderen Ressourcen auch dem Verhältnis aus Angebot und Nachfrage.

Formen der Kryptowährung

Mit Kryptowährungen verhält es sich wie mit anderen Aktien auch: Sie können nicht nur direkt – also als „echte“ Kryptowährung – gehandelt werden, sondern sind auch in Form anderer Finanzprodukte auf dem Markt erhältlich. Welche das sind, stellen wir Ihnen kurz vor.

Ganz direkt: Echte Kryptowährung kaufen

Wie bereits weiter oben erwähnt, sind physische Kryptowährungen vollkommen anonym. Ist Ihnen das besonders wichtig, sollten Sie direkt Kryptos kaufen. Voraussetzung ist ein Wallet für die jeweilige Währung, also eine elektronische Geldbörse für die Kryptowährung. Erwerben können Sie Kryptowährungen auf speziellen online Marktplätzen, bei denen Käufer und Verkäufer miteinander handeln, oder über Börsen. Oder ähnlich dem Wertpapierhandel auf spezialisierten Krypto-Börsen.

Es gibt noch eine alternative Variante, Kryptowährungen zu erhalten. Die Rede ist vom sogenannten Mining. Dabei stellen Sie die Rechenleistung Ihrer Grafikkarte für die Validierung und kryptografische Verarbeitung von Transaktionen bereit. Dieser „Proof-of-Work“ Ansatz belohnt Ihre bereitgestellte Rechenleistung mit Crypto Coins. Hierfür müssen Sie mehrere Voraussetzungen erfüllen, wie neben einer Wallet den Anschluss an einen Mining Pool, eine passende Mining-Software sowie eine leistungsstarke Grafikkarte. In erster Instanz müssen Sie also erst viel Geld investieren, bevor Sie Kryptos wie Bitcoin minen können.

Auf Kursentwicklungen setzen: Zertifikate auf Kryptowährung

Kryptozertifikate ermöglichen es, in die Kursentwicklung zu setzen, ohne die Kryptowährung selbst zu besitzen. Alles was Sie dafür benötigen, ist ein Wertpapierdepot, eine risikofreudige Natur und Geduld. Zertifikate auf Kryptos bilden deren Kursverlauf bestenfalls 1:1 ab. Bei einer empfohlenen Haltedauer von 1 Jahr partizipieren Sie damit an den Gewinnen und Verlusten von etwa Bitcoin, Ripple oder Ethereum. Nicht alle Kryptowährungen werden aktuell als Zertifikate angeboten, vor allem Exoten und Newcomer werden Sie darüber nicht handeln können.

Besonders schnell: Krypto-CFDs handeln

Schneller geht da der Handel mit sogenannten Differenzkontrakten. Die meisten CFD-Broker haben Kryptowährungs-CFDs in ihrem Portfolio. Plus500 etwa bietet hierfür 14 Differenzkontrakte. Sie besitzen die digitale Währung in diesem Fall nicht, sondern setzen lediglich auf steigende oder fallende Kurse. Der große Vorteil ist, dass mit Hebel die Gewinne (und Verluste!) sogar größer als bei den physischen Kryptowährungen sind. Dafür können Sie negative Phasen nicht so einfach aussitzen und für später auf bessere Kurse hoffen. Krypto-CFDs eignen sich daher nur für kurzfristige Trades, und nicht für langfristige Investitionen.

In ferner Zukunft: Krypto ETFs

So sehr Anleger auch auf einen Bitcoin-ETF hoffen, bis heute wurde jeder Antrag dazu von der US-amerikanischen SEC abgewiesen. Grund dafür ist vor allem der bekannte Krypto-Gegner und amtierender SEC-Vorsitzende Jay Clayton, der seit 2016 jede Bemühung für Krypto-ETFs abschmetterte. Dabei bietet ein börsengehandelter Fonds großes Potential, da wesentlich mehr Investoren Zugang zum Bitcoin erhalten würden. Hoffnungen auf eine Kehrtwende gibt es aber. Clayton wurde vor Kurzem als nächsten US-Staatsanwalt für den südlichen New York Bezirk nominiert. Sein möglicher Nachfolger könnte einen Bitcoin-ETF dann endlich Realität werden lassen.

Wo kann ich Kryptowährung kaufen?

Je nachdem, für welche Handelsvariante Sie sich entscheiden, stehen Ihnen verschiedene Handelsplattformen für den Kauf zur Verfügung. Diese lassen sich in 3 grundlegende Kategorien einteilen.

Möglichkeit 1: Krypto-Marktplätze

Marktplätze ermöglichen den direkten Handel zwischen Käufern und Verkäufern. Der Preis wird auf solchen Plattformen also durch Angebot und Nachfrage bestimmt, dadurch kommt es zu teils großen Preisunterschieden zwischen den Marktplätzen. So lassen sich sehr günstige Angebote finden, doch in euphorischen Phasen können sich die Teilnehmer gegenseitig auch in die ein oder andere Richtung anstacheln. Damit ein Krypto-Geschäft überhaupt zustande kommt, müssen sich Käufer und Verkäufer über das Angebot einig sein. Dabei fällt meist nur eine kleine Vermittlungsgebühr des Marktplatzes an, die beide Parteien zu gleichen Teilen tragen. Bekanntester deutscher und größter europäischer Marktplatz ist bitcoin.de.

Möglichkeit 2: Krypto-Börsen

Börsen für digitale Währungen sind ähnlich einer Wertpapierbörse. Kauf und Verkauf erfolgt anhand von Kursen, und nicht von durch die Nutzer bestimmte Preise. Der Handel an einer Krypto-Börse erfolgt also nicht direkt zwischen Käufer und Verkäufer, wie es bei Krypto-Marktplätzen der Fall ist. Es ist ein automatisierter Handel, der trotz der Orderentgelte eine besonders günstigste Variante darstellt. Doch auch hier können die Krypto-Kurse zwischen den Börsenplattformen stark voneinander abweichen. Zu den beliebtesten Krypto-Börsen zählen etwa Kraken oder Binance.

Möglichkeit 3: Krypto-Broker

Im Gegensatz zu den Marktplätzen und Börsen für Kryptowährungen bieten Broker kein echtes Kryptogeld, sondern Derivate davon, also Zertifikate oder Differenzkontrakte. Sie handeln dann nicht mit den Kryptowährungen direkt, sondern nur mit deren Kursentwicklungen. In diesem Fall benötigen Sie auch kein Wallet, sondern können nach Depoteröffnung und Kapitalisierung sofort mit dem Kryptohandel loslegen. Ein möglicher Anbieter ist Plus500, auch über eToro können Sie parallel zu den echten Coins Krypto-CFDs handeln.

Kryptowährung handeln: So funktioniert der Handel mit Crypto Currence

Für den Aktienhandel ist neben einem Referenzkonto vor allem ein Wertpapierdepot beim passenden Broker notwendig. Der Krypto-Kauf folgt ähnlichen Regeln. Je nach gewählter Anlageform können aber der Ablauf und die technischen Voraussetzungen variieren.

Krypto Wallets: Currences sicher aufbewahren

Wollen Sie echte Krypot Coins kaufen, benötigen Sie eine Wallet – eine Art digitale Brieftasche für Kryptowährungen. Das ist eine Software, die entweder von Ihrem Broker bereitgestellt oder auf Ihrer Festplatte bzw. USB installiert wird. Jede Kryptowährung verlangt dabei eigene Voraussetzungen. Nicht jede Wallet kann jeden Coin aufbewahren.

Doppelt verschlüsselt

Das Prinzip der Wallet ist simpel. Kernbestandteil sind zwei digitale Schlüssel – ein öffentlicher und ein privater. Der öffentliche Schlüssel wird genutzt, um Transaktionen nach außen zu tätigen, indem er Zugriff auf die dezentrale Blockchain gewährt. Er ist für jeden aus dem Netzwerk einsehbar und kann mit einer klassischen Kontonummer verglichen werden. Der private Schlüssel seinerseits ist eine Art PIN zur Bestätigung von Transaktionen. Diesen Code kennt nur der Wallet-Besitzer allein. Keiner der beiden Schlüssel gibt Aufschluss über die eigene Identität, sondern sind nur mit der Wallet und der Blockchain verbunden. Erst diese kryptografische Verschlüsselung der eigenen Daten macht das Handeln mit Kryptowährungen so privat und sicher.

Heiß und kalt

Es gibt eine Unterscheidung in „heiße“ und „kalte“ Wallets, die sich entweder für das aktive oder für das passive Krypto-Trading besser eignen. Bei den heißen Softwarelösungen stehen die digitalen Währungen jederzeit für den Handel bereit. Das ermöglicht schnelle Transaktionen bei spontanen Marktveränderungen – eine dauerhafte Internetverbindung und die Wallet auf einem Computer vorausgesetzt. Kalte Wallets hingegen werden extern und getrennt vom Internet aufbewahrt. Diese offline-Variante ist besonders sicher vor Hackerangriffen, dafür muss das Speichermedium zusätzlich geschützt durch einen Tresor oder Ähnliches aufbewahrt werden.

Hohe Sicherheit

Insgesamt ist die Lagerung von Kryptowährungen in der Wallet wesentlich sicherer, als die eigenen Coins beim Broker zu hinterlegen. Denn diese sind immer wieder Hackerangriffen ausgesetzt. Doch auch menschliches Versagen kann hier zu hohen Verlusten führen, etwa weil man seinen Wallet-USB verliert.

Krypto Anleitung: 4 Schritte zum sicheren Kauf

Der Kauf von Kryptowährungen unterscheidet sich voneinander je nachdem, welche Assets Sie wählen. Ob echte Coins, CFDs oder Zertifikate, der generelle Ablauf ist immer der gleiche. Wir erklären Ihnen die einzelnen Schritte in unserer kurzen Anleitung zum Kauf von Kryptowährungen.

Schritt 1: Entscheiden

Im ersten Schritt müssen Sie sich für eine Krypto-Währung und eine Kauf-Variante entscheiden. Welche das sind hängt von Ihren Zukunftserwartungen und Ihrer Risikobereitschaft ab. Alle Kryptos sind volatil, doch Bitcoin, Ethereum oder IOTA konnten sich bereits als beliebte Alternativen etablieren. Neue Ansätze bringen auch immer neue Währungen auf den Markt. Facebooks Libra-Projekt ist dabei wohl das bekannteste Beispiel.

Haben Sie sich für eine Kryptowährung entschieden, müssen Sie die Asset-Form wählen. Alle Formen sind hochspekulativ, selbst in der Zukunft mögliche ETFs sind den starken Kursschwankungen unterlegen. Echte Coins bergen dabei den Vorteil, dass sie unbegrenzt lange gelagert werden können, um schlechte Marktphasen auszusitzen. Krypto-CFDs dagegen sind nur Derivate; Sie sollten sie aufgrund der Finanzierungsgebühren und Margin nur im kurzfristigen Zeitrahmen traden.

Schritt 2: Konto eröffnen

Um Kryptowährungen kaufen zu können, benötigen Sie entweder ein Depot bei einem Broker bzw. einer Krypto-Börse oder einen Account bei einem Marktplatz. Wollen Sie Krypto-Zertifikate oder -CFDs handeln, finden Sie über den Depot Vergleich den für Sie passenden Broker und besitzen damit alles Notwendige für den Handel. Das Trading mit echten Coins ist nur über Marktplätze und Börsen möglich. Sie sollten neben dem Account zusätzlich eine Wallet installieren, um die Coins nach dem Kauf privat zu lagern.

Bei einer Kontoeröffnung müssen Sie Folgendes hinterlegen und verifizieren:

  • Ihren Personalausweis
  • Ihre Bankverbindung
  • Ihre E-Mail-Adresse
  • Ihre Mobilfunknummer

Schritt 3: Kryptowährung kaufen

Nachdem alle Daten verifiziert sind, können Sie sich auf dem Handelsplatz einloggen. Je nach Plattform ist die weitere Vorgehensweise etwas anders:

Marktplatz:

Hier sehen Sie alle handelbaren Kryptowährungen im Überblick. Mit einem Klick auf die gewünschte Währung werden nun alle Kauf- und Verkaufsangebote angezeigt. Suchen Sie sich aus den Listen jenes Angebot heraus, welches vom Preis und Volumen zu Ihren Vorstellungen passt. Klicken Sie dann auf „Kaufen“, um sich das Angebot reservieren zu lassen. Sobald die Transaktion von Ihnen und dem Anbieter bestätigt wurde, ist der Kauf abgeschlossen.

Börse:

Der Krypto-Kauf funktioniert ähnlich zum Wertpapierhandel. Nach dem Einloggen wählen Sie die gewünschte digitale Währung und können sie zum aktuellen Kurs kaufen bzw. verkaufen. In stark volatilen Phasen kann es allerdings zu Serverüberlastungen kommen, wodurch der Handel oder bereits das Einloggen nicht möglich sind.

Broker:

Ähnlich verhält es sich bei einem CFD-Broker. Im Auswahlmenü unter „Kryptowährung“ werden alle Währungspaare aufgelistet. Mit einem Klick auf „Kaufen“ bzw. „Verkaufen“ neben der gewünschten Währung legen Sie nur noch die Kontraktmenge und optional einen Take Profit, Stop Loss oder Trailing Stop fest.

Schritt 4: Coins sicher verwahren

Krypto-CFDs und Zertifikate sind keine echten Coins und müssen daher auch nicht gelagert werden. Sobald ein Trade beendet ist, wird der erzielte Betrag Ihrem Konto gutgeschrieben oder abgezogen. Echte Kryptowährungen hingegen lagern direkt nach dem Kauf in Ihrer digitalen Wallet der Börse. Dort sind sie für einen späteren Verkauf sofort verfügbar. Doch diese Hot Wallets bergen ein hohes Risiko: Cyberangriffe auf Kryptobörsen sind keine Seltenheit, Hacker entwenden so Coins im Wert von mehreren Millionen Euro. Die sichere Alternative ist die bereits weiter oben erwähnte Cold Wallet, also das Offline-Speichern Ihrer Currence-Daten. Die Transaktion von der Börse in Ihr Wallet wird über das Online-Interface durchgeführt. Mit wenigen Klicks sind die digitalen Coins schnell übertragen.

Krypto Coins über Apps kaufen: Die mobilen Alternativen

Jede Krypto-Plattform ist über eine Desktop-Version erreichbar. Das ist auch sinnvoll, da die Wallet auf dem PC oder einem externen Speichermedium installiert ist. Viele Börsen und Broker bieten parallel dazu auch eine Trading App an. CFD-Broker erreichen Sie immer auch über die hauseigene Smartphone App als mobile Alternative zum Desktop-Webtrader. Auch die Börse Stuttgart hat mit BISON seine eigene Trading-App auf den Markt gebracht, über die Sie Kryptowährungen direkt handeln können. Und für Kryptobörsen wie Coinbase oder Binance versteht es sich fast von selbst, die unabhängigen, digitalen Währungen direkt aus der Hosentasche heraus zu handeln.

Kryptowährung kaufen mit PayPal: Das ist zu beachten

Die Vorstellung ist verlockend einfach: Digitale Währungen lassen sich mit nur einem Klick über den Zahlungsdienstleister PayPal kaufen. Die Realität ist etwas nüchterner, trotzdem ist ein Kauf von Kryptowährungen mit PayPal möglich. Alle Broker und Börsen verlangen eine ausreichende Kontokapitalisierung. Ohne ausreichend Guthaben können Sie keine Kauf- oder Verkaufsorders aufgeben. Viele Anbieter ermöglichen dabei die Einzahlung via PayPal, darunter eToro oder Plus500. So müssen Sie nicht mehrere Bankwerktage warten, bis Ihr Geld für den Kryptohandel bereitsteht.

In der Gerüchteküche brodelt es

Im Juni 2020 verkündet coindesk.com, dass PayPal scheinbar bald den direkten Kauf und Verkauf von Bitcoins über die eigene Plattform ermöglicht. Laut dem Bericht könnte die Bitcoin-Integration sogar noch im selben Jahr erfolgen. Bereits heute können europäische Nutzer auf Coinbase Bitcoin direkt mit PayPal kaufen. Mit der möglichen Erweiterung würde PayPal die Coins seiner Kunden dann selbst lagern.

Kryptowährung kaufen oder traden?

Ob Sie Kryptowährungen lieber als echte Coins in Ihrer Wallet wissen oder einfach von der Kursentwicklung profitieren wollen, hängt ganz von Ihren Vorlieben ab. Insbesondere der geplante Anlagezeitraum und die Lust sich in technische Details einzuarbeiten entscheiden darüber, ob Sie die digitalen Währungen lieber kaufen oder traden sollten. Ihre Risikobereitschaft spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, da alle Formen hohe Gewinne wie hohe Verluste generieren können.

Sie sollten echte Coins kaufen, wenn Sie

  • Die Kryptowährung lange halten wollen
  • Als Zahlungsmittel nutzen
  • Ein IT-Enthusiast sind

Das Trading mit Krypto-CFDs macht vor allem dann Sinn, wenn Sie

  • Kurzfristig Gewinne erzielen wollen
  • Kryptowährungen nur für das Spekulieren nutzen wollen

Die besten Kryptowährung in 2020?

Es gibt über 2.000 verschiedene Kryptowährungen, die auf interessanten Konzepten basieren und viel Potential für ganz unterschiedliche Bereiche bergen. Auch in 2020 zählen Crypto Coins zu den beliebten Anlageklassen – trotz ihrer hohen Volatilität. Wir stellen Ihnen die für 2020 wichtigsten Kryptowährungen vor und zeigen, welche sich für den Kauf am besten eignen.

Bitcoin (BTC)

Der Bitcoin ist und bleibt unangefochten auf Platz 1 aller Kryptowährungen. Der Coin besitzt nicht nur die höchste Marktkapitalisierung, sondern auch das größte Netzwerk und zählt damit zu den sichersten auf dem Markt. Dies verdankt der Bitcoin vor allem seiner Vorreiterposition als erster funktionierender digitaler Coin. Er gab den Startschuss für tausende weitere Währungen, die sein Prinzip der Blockchain kopierten, abwandelten oder ein gänzlich neues System entwickelten.

Das Bitcoin Netzwerk ist gänzlich dezentral und autonom gesteuert. Es basiert auf der Blockchain-Technologie mit dem Proof-of-Work Prinzip, also Arbeit in Form von bereitgestellter Rechenleistung der eigenen Grafikkarte zur kryptografischen Verarbeitung von Transaktionen. Als Entlohnung erhalten die Teilnehmer Anteile an neuen Bitcoins. Deren Anzahl ist auf 21 Millionen begrenzt, um einer Inflation vorzubeugen. Aktuell sind etwa 18,5 Millionen im Umlauf.

Das große Problem des Bitcoin stellt seine Blockchain-Größe dar. Diese beträgt mit Stand August 2020 285 GB. Das System ist daher nur beschränkt skalierbar, da die technischen Voraussetzungen immer weiter steigen und Teilnehmer mit unzureichenden Speicherkapazitäten oder Grafikkarten ausgeschlossen werden.

Ethereum (ETH)

ETH ist eine Kryptowährung der zweiten Generation und bietet für viele andere Projekte die Anwendungsgrundlage für Smart Contracts. Ethereum ist also die Basis vieler weiterer Kryptowährungen, etwa für dezentrale Finanzprodukte oder Security Token, ohne dass diese eine eigene Infrastruktur aufbauen müssen. Dabei basiert Ethereum nicht auf dem Proof-of-Work Prinzip, sondern nutzt Proof-of-Stake. Das spart hohe Energiekosten, da Rechenleistungen für die Transaktionsverifizierung unnötig wird.

IOTA (MIOTA)

Dieser Technologie-Coin konzentriert sich auf das Internet der Dinge und ist damit ein echter Geheimtipp. Er basiert nicht auf der Blockchain-Technologie, sondern nutzt das Tangle als Herzstück. Dieses besteht aus mehreren Strängen, die Nodes verbinden; einzelne Punkte stellen Transaktionen dar. Anders als in der Blockchain werden Transaktionen durch zwei vorangegangene Transaktionen bestätigt – eine permanente gegenseitige Kontrolle ist demnach nicht notwendig. Je mehr Teilnehmer im Netzwerk agieren, desto schneller ist es. IOTA eignet sich daher perfekt für Mikrotransaktionen etwa im öffentlichen Nahverkehr (Abrechnung per Meter). Der Coin ist generell sehr vielversprechend:

  • Das System ist frei skalierbar
  • Es ermöglicht beliebig viele parallele Transaktionen
  • sowie eine direkte Kommunikationen zwischen Maschinen
  • Und dadurch kostenfreie Transaktionen in Supply-Chain
  • Innerbetriebliche Abläufe werden gänzlich automatisiert
  • In IOTA eingestiegen sind bereits VW oder Bosch

Litecoin (LTC)

Schneller. Leichter. Besser? Der Litecoin basiert auf dem gleichen Code wie Bitcoin und ist auch in allem anderen dem Marktführer sehr ähnlich. Doch es gibt Unterschiede:

  • Litecoin besitzt eine bessere Speichereffizienz,
  • bietet schnellere Transaktionen in Echtzeit,
  • ermöglicht nahezu kostenlose Transaktionen, und
  • besitzt ein hohes Handelsvolumen und Liquidität

Die Kryptowährung ist Peer-to-Peer und wird bereits in Handel und Gewerbe genutzt. Dank der effizienteren Arbeitsweise ist Litecoin vielseitig einsetzbar – zählt aber auch zu den beliebtesten Kryptowährungen im Dark Net. Aktuell ist der Coin die beste Alternative zum Bitcoin.

Ripple XRP (XRP)

Ripple ist die drittgrößte Kryptowährung gemessen an der Marktkapitalisierung. Das liegt vor allem an dem Fakt, dass es nicht für Endnutzer sondern für B2B konzipiert wurde – genauer für Finanzunternehmen und Zahlungsdienstleister. Gestecktes Ziel ist es, den internationalen Zahlungsverkehr schneller und günstiger zu machen. So sollen Transaktionen mithilfe eines internationalen Zahlungsstandards nur noch einige Sekunden anstatt mehrere Tage benötigen. XRP dient dabei als digitales Asset. Ripple ist damit eine Kryptowährung mit echter Anwendung.

Chainlink (LINK)

Dieser Coin ist weit weniger bekannt, ist aber dank der Kooperation mit Google und Oracle besonders interessant. Mit Chainlink werden Smart Contracts auf der Blockchain vollautomatisch geschlossen und gespeichert. Das macht Notare, Anwälte etc. quasi überflüssig. Bereits 350.000 von 1.000.000 Token sind im Umlauf, diese werden aber hauptsächlich für die Aufrechterhaltung des Netzwerks benötigt. Es bleibt spannend, wie sich der Coin mit den zwei schwergewichtigen Unternehmen im Hintergrund entwickeln wird.

Tether (USDT)

Tether zählt zu den sogenannten Stablecoins und wird unreguliert von der Firma Tether Limited herausgegeben. Ihr Wert ist 1:1 an eine Fiat-Währung gebunden – aktuell der US-Dollar (USDT) oder der Euro (EURT). In 2019 wurde zudem verkündet, dass auch eine Variante für den chinesischen Markt veröffentlicht werden soll. Der neue Stablecoin CNHT soll emittiert werden, da die Nachfrage aus China massiv angestiegen sei. Technisch basiert Tether auf der Bitcoin-Blockchain oder auf einem Ethereum-Token. Diese beiden Varianten dürfen beim Handel nicht verwechselt werden, da Coins nicht zwischen beiden Varianten verschickt werden kann.

Der Stablecoin wird in der Finanzwelt sehr kontrovers und heiß diskutiert, da er dem Gedanken von unabhängig und dezentral nicht entspricht. Zudem hat Tether in der Vergangenheit immer wieder mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen, etwa mit einem Hackerangriff oder dem Vorwurf der Veruntreuung.

Doch die Vorteile sprechen eindeutig für Tether:

  • direkte Übertragung von Fiat- in digitales Geld
  • schnelle und kostengünstige Transaktionen
  • sichere Transaktionen dank Blockchain und Ethereum-Technik
  • bereits große Verbreitung auf großen Exchange-Plattformen

Monero (XMR)

Die digitale Währung ging 2014 aus dem Bytecoin hervor und wird seither als Open Source Plattform von 7 Entwicklern geführt. Ziel der Bytecoin-Tochter ist, die anonymste Kryptowährung überhaupt zu kreieren. Die enthaltenen Mechanismen können bereits heute Sender, Empfänger und Transaktionsbeträge vollständig verschleiern. Daher ist Monero neben dem Litecoin auch sehr beliebt im Dark Web.

Diese höchste Form der Anonymität kann für den Monero-Kurs langfristig Fluch wie Segen sein. Auf der einen Seite wächst die Nachfrage nach solchen Kryptowährungen auch in der breiten Bevölkerung. Auf der anderen Seite wiederum wächst die Gefahr von betrügerischen Aktivitäten. Es ist daher auch wahrscheinlich, dass Monero in einigen Ländern verboten wird, was die Nachfrage rapide senken und den Kurs verfallen lassen würde.

Dennoch ist Monero eine für Anleger sehr interessante Kryptowährung für 2020. Analysten prognostizieren kurzfristig bis Ende 2020 einen Kursverfall auf 80 – 120 USD um langfristig bis 2026 auf über 400 USD zu steigen.

Libra

Die geplante Internetwährung Libra von Facebook sollte man als interessante Kryptowährung 2020 auf jeden Fall beobachten. Zwar steht sie dem Prinzip von unabhängigem und dezentralem Geld mit einem der weltweit größten Internetkonzerne als Emittenten vollkommen entgegen. Doch beim Launch hätten bereits Milliarden User Zugriff auf den Facebook-Coin. Und diese plötzliche Verbreitung könnte auch Sprungbrett für weitere Kryptowährungen sein – ein Boom der Branche in verschiedenen Bereichen ist zu erwarten.

Die wichtigsten Kryptobörsen im Überblick

Je nach gewählter Form der Kryptowährung kommen für Sie Broker oder spezielle Krypto-Börsen für den Kauf in Frage. Wo die generellen Unterschiede liegen, haben wir weiter oben bereits geklärt. In diesem Abschnitt stellen wir nun die wichtigsten Krypto-Handelsplattformen vor.

Hinweis: Der Handel mit Kryptowährungen ist nicht einheitlich geregelt. Jede Plattform handelt anhand eigener Kurse, die sich teils erheblich voneinander unterscheiden können!

Bitcoin.de

Sicher und direkt – seit 2011. Bitcoin.de ist die älteste deutsche Handelsplattform für Kryptowährungen. Das Prinzip ist simpel: Käufer und Verkäufer treffen sich direkt, es wird also nach Angebot und Nachfrage und nicht nach einem aktuellen Kurswert gehandelt. Mit dem Firmensitz und dem Serverstandort in Deutschland zählt der Marktplatz zu den sichersten Handelsalternativen auf dem Markt. Die Auswahl an handelbaren Kryptowährungen ist relativ klein, wird aber immer wieder erweitert. So bietet sich Ihnen aktuell eine kleine Auswahl an den Handelspaaren:

  • BTC / EUR
  • BCH / EUR
  • BTG / EUR
  • ETH / EUR
  • BSV / EUR
  • LTC / EUR

Die Handelsgebühren werden fair zwischen allen Teilnehmern aufgeteilt und betragen 0,5 % des Volumens. Dafür sind leider nur SEPA-Überweisungen möglich.

Coinbase

Coinbase ist eine typische – und weltweit größte – Kryptobörse mit Sitz in San Francisco. Sie können hier 34 Währungspaare zu einer moderaten Handelsgebühr von 0,5 % des Volumens kaufen. SEPA-Einzahlungen sind zwar möglich, werden aber mit einer 0,15 EUR Transaktionsgebühr belastet. Alternativ können Sie via Kreditkarte oder mit Bitcoins einzahlen. Dafür ist die Verwahrung kostenlos. Für den Kauf besonders praktisch: Sie können in der Eingabemaske für den Krypto-Kauf sowohl die Coinanzahl als auch den Gegenwert in Fiatwährung angeben. Lästiges Umrechnen gehört damit der Vergangenheit an.

Bitstamp

Die Kryptobörse aus Luxemburg bietet zwar sehr hohe Sicherheitsstandards, dafür sind nur 7 Coin-Paare handelbar. Die 0,25 % Handelsgebühren sind die einzigen anfallenden Kosten und verhältnismäßig günstig. Zudem kommen Vieltrader in den Genuss von Rabatten, was den Handel nochmals günstiger gestaltet. Einzahlungen sind kostenlos via Überweisung oder unter Gebühr mit Kreditkarte möglich. Dafür sind Auszahlungen mit 3 EUR Gebühr je Transaktion recht teuer.

Kraken

Kraken ist eine der bekanntesten Kryptobörsen aus San Francisco. Mit 40 Assets, Margin-Trading und umfangreichem Lernmaterial für Neulinge ist das Angebot sehr breit aufgestellt und bietet auch Anfängern eine sichere Plattform. Die Gebühren liegen bei moderaten 0,16 % (Verkauf) bzw. 0,26 % (Kauf) je Transaktion. Zwar sind nur Überweisung möglich, dafür können verschiedene Fiat-Währungen eingezahlt werden.

eToro

Als einer der bekanntesten Broker bietet eToro nicht nur Krypto-CFDs, sondern auch echte Coins und eine eigene Wallet. Diese können direkt auf der Plattform nach dem aktuellen Kurspreis gehandelt werden. Ein großer Pluspunkt bei eToro ist die Social Trading Funktion für Kryptowährungen – in dieser Form einmalig auf dem Markt. Sie können sich mit anderen Tradern über die aktuellen Entwicklungen austauschen, lukrative digitale Coins entdecken oder die Handelsstrategien erfolgreicher Trader kopieren.

Plus500

Ein weiterer sehr beliebter Broker für Kryptowährungen ist die israelische Plattform Plus500. Der Online Broker beschränkt sich dabei aber gänzlich auf den CFD-Handel. Hier können Sie Kryptowährungen daher nicht direkt, sondern nur in Form von Differenzkontrakten handeln – das aber 24h lang an 7 Tagen die Woche. Die Registrierung und Freischaltung ist in wenigen Minuten erledigt, Einzahlungen sind via Kreditkarte, Überweisung oder besonders schnell via PayPal möglich.

Binance

Wer alles in einer Plattform vereint wissen will, ist bei Binance genau richtig. Über die Börse können Sie nicht nur mehr als 200 Coin-Paare, sondern auch Krypto-Futures und -CFDs handeln. Dabei ist der Kauf und Verkauf mit gerade einmal 0,1% Gebühren besonders günstig. Einzahlungen sind über Überweisung oder Kreditkarte, sowie über diverse Partnerplattformen wie Simplex oder TrustToken möglich. Die Website kann in insgesamt 16 Sprachen angezeigt werden und bietet für den Kryptohandel sehr hohe Sicherheitsstandards.

Bitpanda

Die Plattform ist eine noch relativ junge Österreichische Krypto-Börse aus Wien, die neben 27 Kryptowährungen auch Gold und Silber für den Handel anbietet. Die Währungen lassen sich auch untereinander tauschen und in einer eigenen Wallet speichern. Sogar Sparpläne auf Kryptowährungen sind möglich. Positiv sind zudem die vielen Zahlungsmethoden, zu denen neben der Überweisung auch Sofortzahlung oder Bitcoins zählen. Wie viel Sie tatsächlich einzahlen können, hängt von Ihrem Verifikationslevel ab. Dafür sind die Gebühren relativ hoch. Zwar sind Konto und Wallet gänzlich kostenlos, dafür fallen Handelsgebühren zwischen 3 und 7 % an.

Kryptowährungen: Betrug oder Potential?

Je nach Technologie bieten Kryptowährungen viele spannende Möglichkeiten für digitale Zahlungen, Prozessabläufe, detaillierte Abrechnungen und viele weitere Lebensbereiche. Das Hauptziel einer jeden digitalen Währung ist die Verbesserung von aktuellen Standards und die Eröffnung vollkommen neuer Anwendungen. Der Markt bietet mit seinen tausenden Kryptowährungen großes Zukunftspotential – sowohl für Technikfreaks als auch für Anleger. Es ist allerdings auch ein Fakt, dass von den unzähligen Währungen über 1.600 mit folgenden Begründungen als tot deklariert wurden:

  • Wurden aufgegeben (57,9 %)
  • Als Betrug eingestuft (35,3 %)
  • Nur eine Parodie (5,1 %)
  • Gehackt (1,7 %)

Doch auch Betrugsfälle sind keine Seltenheit und sind mit Hauptgrund, warum Kryptowährungen immer noch kritisch betrachtet werden. Internetbetrüger nutzen die vollkommene Anonymität beim Kryptohandel. Immer wieder gehen in Spam-Ordnern E-Mails ein, die einen zur Überweisung von Bitcoin auffordern. Auch direkte Diebstähle an Krypto-Börsen erregen immer wieder Aufsehen. Hacker erbeuteten etwa 2018 Coins im Wert von 547 Millionen USD von der Börse Coincheck. Die entwendeten Beträge liegen aber meist mit etwa 60 Millionen USD je Hack weit darunter.

[Quellen]
https://de.statista.com/infografik/16578/anzahl-der-gestorbenen-kryptcoins-und-ursachen-fuer-ihr-ende/
https://de.statista.com/infografik/12708/diebstaehle-von-kryptowaehrungen/
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Die Chancen mit den Kryptowährungen

Als 2009 der Bitcoin als dezentral gesteuerte digitale Währung vorgestellt wurde, konnte keiner seine rasante Entwicklung voraussehen. Doch wer in der Anfangsphase einige Euros in den damals belächelten Bitcoin investierte, ist heute mitunter Millionär. Der große Hype ist zwar vorbei, doch konnten sich Kryptowährungen als beliebtes Anlageobjekt etablieren. Neben Bitcoin, Ethereum oder Ripple versuchen sich sogar große Tech-Riesen mit einer eigenen Währung. So etwa Facebook mit seiner Libra. Nach der heißen Phase Ende 2017 fragen sich viele Anleger: Lohnt sich ein Investment in Kryptowährung heutzutage noch?

Mit Blick auf die Kursentwicklungen: Ja! Es ist mit Kryptos ähnlich gelagert wie mit der Anfangszeit des Internets. Das System selbst erfährt eine immer breitere Akzeptanz bei Investoren, Privatpersonen und in der Industrie. Neben dem alltäglichen Warenkauf ermöglichen Cryptos etwa auch eine beschleunigte Kommunikation im Internet der Dinge, insbesondere bei Supply Chains. Der unabhängige Krypto-Markt ist noch stark volatil und damit sehr risikoreich für Investments. Er pegelt sich langsam ein, solche Phasen sind also ganz normal und bieten Anlegern immer wieder neue Einstiegspunkte.

Besonderheiten beim Kauf: Kryptowährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Crypto Currences sind weltweit auf dem Vormarsch. Immer mehr reale Güter können mit den digitalen Währungen bezahlt werden. Doch zwischen den einzelnen Ländern gibt es teils erhebliche Unterschiede. So auch in der DACH-Region.

Deutschland

Die Akzeptanz gegenüber Kryptowährungen ist in Deutschland nicht sonderlich stark ausgeprägt. Vielmehr scheitert eine massentaugliche Einführung von Bitcoin und Co. als offizielles Zahlungsmittel an den rechtlichen Hürden. An innovativen Projekten fehlt es in Deutschland zumindest nicht. Interessenten müssen sich aber vorerst mit dem Online-Handel über die diversen Plattformen oder dem Mining begnügen.

Österreich

In Österreich werden Bitcoin und Co. wesentlich freudiger für alltägliche Zahlungen genutzt. So können etwa Rechnungen bei einem Energieversorger direkt mit Bitcoin beglichen werden. Selbst staatliche Institutionen fördern Kryptowährungen als Zahlungsmittel. In Kooperation mit Bitbanda können an allen österreichischen Postfilialen Bitcoins und andere Kryptowährungen erworben werden. Sogar die Staatsdruckerei ist im Kryptogeschäft und stellt zusammen mit Coinfinity Card Wallets her. Daneben finden sich neben Bargeldautomaten auch immer mehr Bitcoin-Automaten im Alpenland. Insgesamt ist der Umgang mit Kryptos weniger restriktiv, die Rahmenbedingungen sind wesentlich freundlicher als in Deutschland und weniger mit Vorurteilen belastet. Die digitalen Coins sind im österreichischen Alltag angekommen.

Schweiz

Auch die Schweiz ist beim Bitcoin-Kauf sehr liberal. So stehen im Land verteilt hunderte Geld- und Ticketautomaten für den Krypto-Kauf bereit – allerdings mit teils sehr hohen Gebühren von 5 bis 9 %. Bitcoins als Zahlungsmittel sind dafür noch nicht so stark verbreitet. So sind nur einige wenige Firmen bereit, Bitcoins anzunehmen. Große Ausnahme bildet hier die Stadtverwaltung Zug.

Zusammenfassung

Kryptowährungen sind seit Jahren eine sehr beliebte Asset-Klasse für Investoren. Doch die digitalen Coins können so viel mehr, als nur Geldanlage und Zahlungsmittel zu sein. Je nach zugrundeliegender Technologie und Einsatzgebiet lassen sich unzählige spannende Projekte realisieren, maschinelle Abläufe präzisieren oder Echtzeit-Abrechnungen auf Mikroebene realisieren. Welche Kryptowährung dabei in den nächsten Jahren den großen Sprung schafft, ist noch nicht abzusehen. Doch es gibt mit IOTA oder Monero bereits vielversprechende Kandidaten neben dem Platzhirsch Bitcoin. Der direkte Handel mit den Währungen ist dabei genauso einfach wie mit allen anderen Assets auch. Sobald Sie ein Konto bei einer Handelsplattform eröffnet und kapitalisiert haben, können Sie beliebte und unbekannte Coins kaufen, in Ihre Wallet transferieren oder wieder verkaufen. Auch der Tausch von verschiedenen Kryptowährungen ist kein Problem.

Doch es ist wie immer Vorsicht geboten. Der Handel mit Kryptos ist hochspekulativ und Hackerangriffe auf Kryptobörsen sind keine Seltenheit. Anleger benötigen einen langen Atem, starke Nerven und ein richtiges Gespür für zukunftsstarke Tech-Trends.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Kryptowährung

1. Welche Kryptowährung sollte man kaufen?

Das kommt ganz auf die eigenen Anlageziele an. Da Kryptowährungen hoch volatil sind, lässt sich ihre zukünftige Entwicklung kaum vorhersagen. Das liegt auch an der starken Abhängigkeit von Partnerschaften und der Konzentration auf ein spezifisches Ziel (einheitlicher Finanzmarkt, absolut anonyme Transaktionen, Smart Contracts, verbesserte Maschine-Maschine-Kommunikation etc.) und die Unsicherheit, dieses zu erreichen. Anleger sollten daher eher entscheiden, ob sie Bitcoin und Co. als echten Coin oder nur deren Kursentwicklung in Form von CFDs oder Zertifikaten handeln wollen.

2. Welche Kryptowährung sollte man in 2020 kaufen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da jeder Coin andere technische Grundlagen und Ausrichtungen mitbringt. Besonders spannende Projekte mit sehr guten Zukunftsaussichten sind neben dem Platzhirsch Bitcoin vor allem Ethereum, IOTA oder Monero.

3. Soll man in Kryptowährung investieren?

Die digitalen Coins erlebten in den letzten Jahren einen regelrechten Boom, wurden aber ebenso schnell wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Seither ist es ein konstantes Auf und Ab. Wer mutig in die Zukunft blickt und einen langen Atem besitzt, sollte unbedingt in echte Kryptowährungen investieren. Ihr zukünftiger Einfluss im alltäglichen Leben ist noch nicht abzusehen, doch bereits heute treiben sie die digitale Revolution immer weiter voran. Auch Analysten prognostizieren den vielversprechendsten Kryptowährungen 2020 einen moderaten bis starken Kurszuwachs in den nächsten 5 Jahren.

4. Welche Kryptowährung hat das meiste Potential?

Krypto Coins sind in die Zukunft ausgerichtete Produkte, die in unterschiedlichen Tech-Bereichen eigene Ziele verfolgen. Welche digitale Währung in naher Zukunft das Rennen machen wird, ist nur schwer abschätzbar. Insbesondere IOTA könnte dank der Kooperation mit VW, Boch und anderen Interessenten in einige Jahren vielversprechende Projekte hervorbringen. Doch auch die noch in Planung stehende Facebook-Libra kann einen sehr großen Einfluss auf die zukünftigen Entwicklungen besitzen.

5. Sind Kryptowährungen sicher?

Beinahe sicher trifft es sehr genau. Kryptowährungen sind aufgrund ihres Prinzips der Anonymität und dezentralen Verwaltung bereits sehr sicher. Doch Hackerangriffe sowie die menschliche Fehlbarkeit zählen ebenso zum Krypto-Alltag und zerstören im schlimmsten Fall digitale Coins unwiederbringlich.

6. Ist Kryptowährung die Zukunft?

Das kommt darauf an, wie die digitalen Währungen in der breiten Bevölkerung angenommen werden. Es ist zumindest fragwürdig, ob die Coins in naher Zukunft echte Alternativen zum Fiatgeld darstellen werden. Doch in anderen Bereichen wie der Optimierung von Supply-Chains, im Smart Home und anderen Maschine-Maschine-Kommunikationen sind sie bereits nicht mehr wegzudenken und ebnen heute viele zukünftige Innovationen.

7. Was benötige ich, um eine Krypto-Währung zu kaufen?

Grundvoraussetzung für den Kauf von Crypto Coins ist ein internetfähiger PC sowie ein Konto bzw. ein Depot bei einem Broker, einer Kryptobörse oder einem Handelsplatz für Kryptowährungen. Für den Handel mit echten Coins ist zudem eine Wallet für die Verwahrung notwendig, fast alle Börsen verwahren die gekauften Kryptowährungen aber direkt selbst – allerdings nicht immer kostenlos.

8. Kann ich auch per App Kryptowährung handeln?

Viele Broker und Börsen bieten eigene Handelsapps, über die Sie direkt von unterwegs aus Kryptowährungen kaufen und verkaufen können. Die mobilen Plattformen bieten sich aber vor allem mit dem Kryptohandel auf Basis von Kursen an und weniger für den direkten Handel zwischen Käufer und Verkäufer.

9. Benötige ich immer eine Wallet?

Nicht, wenn Sie nur Krypto-Derivate wie Zertifikate oder Differenzkontrakte handeln. Hierbei handeln Sie nicht den digitalen Coin direkt, sondern partizipieren nur an dessen Kursentwicklung. Eine Wallet benötigen Sie für den Handel mit echten Coins, also an Kryptobörsen wie Kraken oder Handelsplätzen wie Bitcoin.de.

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