Depot Vergleich 2022 – 17 Aktiendepots im großen Überblick

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Auf der Suche nach guten Renditechancen kommen Anleger am Wertpapiergeschäft kaum vorbei. Für passive wie offensive Investoren bietet der Wertpapierhandel unendlich viele Möglichkeiten. Ein erfolgreiches Trading funktioniert aber nur in Kombination mit einem günstigen Depot. Wertpapierdepots werden von jeder Geschäftsbank und von immer mehr Onlinebrokern angeboten. Es gibt jedoch teils große Unterschiede bei den Kosten, den Funktionen und dem Service.

Risikohinweis: Geld anlegen kann sich finanziell lohnen, aber es ist nicht ohne Risiko. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

Unser TippLeistungen & Besonderheiten
Consorsbank Logo Consorsbank
Einsteiger-Depot

  • Kostenlose Depotführung ohne Bedingungen

  • Neukundenaktion: Aktien & ETFs 6 Monate lang für 0 Euro handeln (über den Handelsplatz Tradegate)

  • Schnelle Depoteröffnung

  • Große Auswahl an ETF-Sparplänen ohne Sparplangebühr

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  • Über 70 nachhaltige ETFs ohne Gebühren über den Handelsplatz Tradegate

  • 20 Euro Prämie für den Abschluss des ersten Wertpapiersparplans

  • Schnelle und übersichtliche Trading App für Apple- und Android-Geräte

  • FOCUS Money: „Bester Online Broker“ (Ausgabe 18/2021)

Depot Vergleich 2022: 17 leistungsstarke Aktiendepots im Überblick (05/2022)

Damit Sie auf der Suche nach dem passenden Depot nicht den Überblick verlieren, haben wir in unserem Depot Vergleich alle wichtigen Informationen zusammengetragen. So haben Sie das richtige Werkzeug, um eine objektive Entscheidung treffen zu können.

Nr.Broker / AnbieterDepotführungKosten
pro Order
Besonderheiten & KonditionenMehr Infos
1. Consorsbank Logo
Consorsbank
Einsteiger-Depot
0,00 €ab 0,00 €Besonderheiten:

  • Neukundenaktion: Aktien und ETFs 6 Monate für 0 € pro Order handeln (über Tradegate)

  • Professionelle Analysetools

  • "Bester Online-Broker", Focus Money (18.2021)



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Über 70 nachhaltige ETFs für 0 € kaufen

  • Über 270 ETF-Sparpläne ohne Ausgabegebühr kaufen

  • Zahlreiche Fonds ohne Gebühren kaufen

2. eToro Logo
eToro
Aktieninvestitionskonto
0,00 € 0,00 €Besonderheiten:

  • 100 % Aktien, 0 % Provision

  • Kostenlose Demoversion mit virtuellen 100.000 USD

  • Mehr als 2.000 Aktien aus 17 Börsen

  • Bruchteile von Aktien kaufen ist möglich

  • Kein Limit beim Trading-Volumen

  • Ausschüttungen von Dividenden



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Mindestbetrag pro Trade beträgt 50 USD

Ihr Kapital ist im Risiko. Andere Gebühren fallen an.

3. nextmarkets Logo
nextmarkets
Depot
0,00 €0,00 € (bei Ordervolumen ab 250 €),
1 € (bei Ordervolumen unter 250 €)
Besonderheiten:

  • Über 8.000 Aktien, ETFs und weitere Produkte an der Münchener Börse gettex handeln

  • Deutscher Hauptsitz, Europäische Regulierung

  • Von erfolgreichen Börsencoaches lernen und kostenlose Tipps und Analysen erhalten

  • Übersichtliche Trading App für alle Plattformen (iOS, Android und Web Apps)



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Keine Nebenkosten für Dividendenzahlungen und Bezugsrechtshandel

4. flatex Logo
flatex
Depot
0,1 % p.a. des Kurswertes aller verwahrten Wertpapiereab 0,00 €Besonderheiten:

  • Neukundenaktion (bis 31.01.2022): 6 Monate lang Aktien für 0 € handeln (über Tradegate, Lang & Schwarz sowie Baader Bank)

  • Deutschlands größtes Angebot an Hebelprodukten und Zertifikaten

  • "Aktive Trader 1. Platz", €uro am Sonntag (31/2020)



Konditionen:

  • Depotführung: 0,1 % p.a. des Kurswertes aller verwahrten Wertpapiere

  • Günstige, volumenunabhängige Ordergebühr

  • Über 250 ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr handeln

5. XTB Logo
XTB
Live-Konto
ab 0,00 €ab 0,00 €Besonderheiten:

  • Über 4.000 Finanzinstrumente (Aktien, ETFs, Forex, Indizes, Rohstoffe u.v.m.)

  • Zugang zu echten Aktien der 16 größten Börsenplätze (Deutsche Börse Frankfurt, LSE, NYSE u.v.m.)

  • Kostenfreie Echtzeit-Kurse

  • Moderne und intuitive Handelsplattform

  • Viele gratis Einzahlungsmethoden



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos bei mind. einer Order oder Einzahlung innerhalb von 365 Tagen

  • Echte, physische Aktien und ETFs mit 0% Kommissionen handeln (bis 100.000 € im Monat)

6. ING Logo
ING
Direkt-Depot
0,00 €ab 2,90 €Besonderheiten:

  • Über 150 ETFs und zahlreiche Fonds gebührenfrei

  • Über 800 ETF-Sparplänen gebührenfrei

  • ETF-, Aktien- oder Fonds-Sparpläne ab 1 € Sparrate, viele davon gebührenfrei

  • Fonds für 0 € kaufen und besparen



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Für 4,90 € Grundgebühr + 0,25 % vom Kurswert handeln

7. Smartbroker Logo
Smartbroker
Depot
0,00 €ab 0,00 €Besonderheiten:

  • Alle deutschen Börsenplätze

  • Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Zertifikate, Optionsscheine

  • Wertpapierkredit ab 2,25 % p. a.



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Für 0 € pro Order Derivate handeln

  • Für 0 € pro Order Aktien, Fonds, ETFs & Anleihen über gettex handeln

  • Kostenlose ETF-Sparpläne

  • 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag

8. Trade Republic Logo
Trade Republic
Depot
0,00 €ab 0,00 €Besonderheiten:

  • Über 4.000 kostenfreie Aktien- und ETF-Sparpläne

  • 40.000 Optionsscheine, Knock-Out-Produkte und Faktor-Zertifikate

  • Sehr intuitive Trading-App



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Mehr als 8.500 Aktien und ETFs börslich provisionsfrei handeln, es fällt lediglich eine Fremdkostenpauschale von 1 € pro Handelsgeschäft an

9. comdirect Logo
comdirect
Depot
0,00 €ab 3,90 €Besonderheiten:

  • Neukundenaktion: 12 Monate lang für 3,90 € pro Order handeln

  • über 1.000 ETFs zur Auswahl

  • Wertpapiersparpläne bereits ab 25 € Sparrate

  • Aktien, Fonds, ETFs, CFDs, Zertifikate, Optionsscheine

  • "Online-Broker 2020: Testsieger comdirect", €uro am Sonntag (06-08/2020)



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (für die ersten 3 Jahre)

  • Aktions-ETFs für 3,90 € kaufen

10. S Broker Logo
S Broker
Depot
ab 0,00 €ab 3,99 €Besonderheiten:

  • Neukundenaktion: 6 Monate lang für 3,99 € pro Order handeln (ohne Volumenbegrenzung)

  • Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Hebelprodukte, CFDs und Anlagezertifikate

  • Handel an allen inländischen und 29 ausländischen Börsen



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (unter Bedingungen)

  • Deka ETF-Sparpläne ohne Orderentgelt

11. onvista Logo
onvista
Festpreis-Depot
0,00 €ab 5,00 €Besonderheiten:

  • Ausländische Dividendenzahlung kostenfrei

  • "Bankentest: Platz 1 Brokerage", Euro am Sonntag (05.2019)



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Für 5 € pro Order (zzgl. Gebühren) dauerhaft handeln (an allen deutschen Handelsplätze)

  • Alle Sparpläne für 1 € Ausführungsgebühr kaufen (ab 50 € Sparrate)

12.FXFlat Logo
FXFlat
Depot
0,00 €ab 0,90 €Besonderheiten:

  • Alle wichtigen Finanzinstrumente (Aktien, Optionen, Futures, Anleihen, ETFs, Rohstoffe, Forex und CFDs)

  • Kostenloses Demokonto für 30 Tage

  • Ersteinlage ab 200 €

  • Deutscher Broker

  • 24h Kundenservice



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Aktien ab 1,90 €, US-Aktien ab 0,01 $, ETFs ab 1,90 €, Optionen ab 1,90 € und Futures ab 0,90 € handeln

13. 1822direkt Logo
1822direkt
Wertpapierdepot
ab 0,00 €ab 4,90 €Besonderheiten:

  • Neukundenaktion: 100 € Amazon.de Gutschein für mind. 12-monatige Sparplananlage

  • Neukundenaktion: 50 € Amazon.de Gutschein für mind. 3 weitere Trades in Höhe von mind. 500 €

  • 100 ETF-Sparpläne für 12 Monate ohne Ausführungsgebühr

  • Mehr als 1.000 ausgewählte Fonds mit mind. 50 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag

  • Wertpapiersparpläne ab 50 € Sparrate



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos für die ersten 3 Jahre

  • Ab 4,90 € pro Order Wertpapiere handeln (an inländischen Börsen und im außerbörslichen Direkthandel)

14. LYNX Logo
LYNX
Depot
0,00 € ab 1,50 €Besonderheiten:

  • Kostenloses Demokonto mit virtuellen 1.000.000 €

  • Über 50 Orderarten

  • Weltweiter Handel an über 120 Märkten in mehr als 30 Ländern in über 20 Währungen

  • Sehr guter und persönlicher Support



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Aktien ab 5,80 €, Optionen ab 2 €, Futures ab 1,50 € pro Order handeln

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justTRADE
Depot
0,00 €ab 0,00 €Besonderheiten:

  • 7.300 Aktien, über 1.000 ETFs, 500.000 Zertifikate und 5 Kryptowerte

  • Handel an 2 renommierten Börsen (LS Exchange und Quotrix) und bei 4 außerbörslichen Handelspartnern (Citi, Societe Generale, UBS, Vontobel)

  • Kostenfreie Realtimekurse für alle 7 Handelsplätze



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • 0 € pro Order – dauerhaft und für alle Produkte

  • Keine Fremdkostenpauschalen, keine Handelsplatzentgelte, keine Börsengebühren

16. CapTrader Logo
CapTrader
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0,00 €ab 1,50 €Besonderheiten:

  • Kostenloses Demokonto

  • Sehr großes Handelsangebot

  • Zugang zu über 135 Börsen weltweit

  • Viele Profi-Tools und Features

  • "Online-Broker: Sehr Gut, CapTrader Trader-Depot", Handelsblatt FMH (01.05.2020)



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Aktien ab 2 €, Optionen ab 2 €, Futures ab 2 € pro Kontrakt

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DEGIRO
Depotkonto
0,00 €ab 0,50 €Besonderheiten:

  • Innovative Handelsplattform

  • Zugang zu mehr als 50 Börsen in 30 Ländern

  • Kostenlose Realtimekurse



Konditionen:

  • Depotführung: kostenlos (ohne Bedingungen)

  • Aktien (XETRA) ab 2 €, Aktien (US) ab 0,50 €, Optionen 0,75 € pro Kontrakt

  • Über 200 ETFs gebührenfrei kaufen

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Inhaltsverzeichnis: Depot Vergleich 2022

Aktiendepot: Die wichtigen Grundlagen einfach erklärt

Kurz erklärt: Was ist ein Depot?

Die Bezeichnung „Depot“ stammt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet „Lager“. Und genau als solches konnte man sich ein Depot früher vorstellen: Es handelte sich tatsächlich um ein kleines Lager in einer Bank, in dem die unterschiedlichen Aktienpapiere sicher verwahrt wurden.

Heute kann das Depotkonto mit einem normalen Geldkonto verglichen werden, indem statt Geld Wertpapiere aufgeführt werden, mit denen Sie handeln können. Ein Depot ist somit ein digitaler und zentraler Verwaltungsort, mit dem Sie an den globalen Marktplätzen teilnehmen können.

Die Funktionsweise eines Wertpapierdepots

Wertpapiere selbst werden heutzutage digital gehandelt. Insbesondere bei den sehr schnelllebigen Handelsformen CFD und Forex ist ein physikalischer Transfer kaum möglich. Aus diesem Grund werden Aktien, Fondsanteile und andere Wertpapiere physikalisch an einem Ort verwahrt und verbleiben in der Regel dort. Im Depot erfolgt dann der digitale Eintrag, der bei einem Inhaber- oder Depotwechsel übertragen wird.

Wollen Sie mit Wertpapieren handeln, platzieren Sie über Ihr Depotkonto die entsprechende Kauf- oder Verkaufsorder. Ihre Depotbank oder Ihr Broker führen diese Order über die börslichen oder außerbörslichen Handelssysteme in Ihrem Namen aus. Die Erlöse oder Kosten werden dann über ein Verrechnungs- oder Referenzkonto gebucht, in einigen Fällen ist dafür auch ein Girokonto möglich.

Wer bietet Wertpapierdepots an?

I. Filialbanken

Bei den klassischen Filialbanken wird das Depot meist direkt vor Ort eröffnet. Hierfür steht Ihnen ein kompetenter Bankberater zur Verfügung, der Ihnen das passende Angebot inklusiver hauseigener Handelsstrategien unterbreitet.

In einer Filialbank ist meist das gesamte Geldgeschäft gebündelt: Girokonto, Tagesgeld und Wertpapierdepot. Mit sehr hohen Gebühren ist diese Variante aber am teuersten. Dafür haben Sie einen persönlichen Ansprechpartner, eine Niederlassung in Ihrer Nähe sowie eine zentrale Verwaltung für alle Finanzgeschäfte.

II. Direktbanken

Direktbanken haben im Vergleich zu ihrem Mutterkonzern oder anderer Filialbanken oft die günstigeren Angebote. Die Depoeröffnung können Sie bequem online von zu Hause aus erledigen. Zwar fehlt hier ein persönlicher Berater, dafür haben Sie digital alle Finanzen auf einen Blick – oder zumindest mit wenigen Klicks erreicht.

Die meisten Anleger nutzen solche Wertpapierdepots in Kombination mit dem normalen Bankgeschäft (Giro- oder Tagesgeldkonten), da hier ebenfalls keine Depotführungsgebühren anfallen. Auch die Orderkosten liegen im moderaten Bereich, sie sind aber meist von der anzulegenden Geldmenge abhängig und steigen mit der Höhe des Investitionskapitals.

III. Online-Broker

Online-Broker sind besonders günstig bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren und meist spezialisiert auf das Wertpapiergeschäft. Hier können Sie mit einer Reihe von nützlichen Funktionen punkten, die das Traden ungemein erleichtern.

Zwar ist auch hier die Preisspanne recht groß, die meisten Onlinebroker verlangen aber meist Festpreise, unabhängig von der Höhe des anzulegenden Kapitals. Dafür bieten sie keine weiteren Bankenprodukte, sondern beschränken sich gänzlich auf das Wertpapierdepotgeschäft.

Muss es die Hausbank sein?

Alle Geschäfte unter einem Dach zu haben, ist sehr bequem und wesentlich effizienter. Doch Sie sind nicht gezwungen, alle Finanzgeschäfte unter einem Finanzinstitut zu bündeln.

Natürlich können Sie für Ihr Girokonto, Ihr Festgeld und Ihre Aktien und Fonds unterschiedliche Banken und Broker nutzen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn sich so Kosten einsparen lassen oder Banken für ein Finanzprodukt den besseren Service bieten.

Und: Ein Online-Depot bringt viele Vorteile mit sich. Es ist zum einen besonders günstig, zum anderen können sie orts- und zeitunabhängig darauf zugreifen.

Anforderungen stellen: Den eigenen Bedarf kennen

Zu Anfang sollten Sie klären, welche Anforderungen Sie an ein Aktiendepot stellen und wie stark Sie die einzelnen Eigenschaften gewichten. Folgende Fragen sollten Sie sich daher ehrlich beantworten können, um Ihren konkreten Bedarf zu ermitteln.

1. Wollen Sie einen sicheren Sparplan oder offensives Traden?

Ein Aktiendepot dient der Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Doch was Anleger konkret damit umsetzen ist unterschiedlich. Wollen Sie eher einen konservativen Sparplan mit überschaubaren monatlichen Raten, oder wollen Sie gelegentlich aktiv traden und mittel- bis langfristige Positionen handeln?

Für kurzfristige Handelsstrategien (etwa Daytrading) eigenen sich reine Aktiendepots meist nicht, da die Trade-Gebühren hier zu hoch sind. Viele CFD-Broker und Forex Broker haben sich auf diese Form des Wertpapierhandels spezialisiert und bieten mit ihren Depots ein dazu passendes Gebührenmodell, bei dem nur wenige Orderkosten anfallen (siehe dazu auch CFD-Demokonto).

2. Welche Finanzinstrumente wollen Sie handeln?

Die globalen Märkte bieten eine große Auswahl unterschiedlichster Anlageformen. Neben den klassischen Aktien- und Rohstoffmärkten bietet sich auch das Geschäft mit Anleihen, ETFs und CFDs an. Aber nicht nur die Märkte, auch die Instrumente selbst bieten ein großes Spektrum an Investitionsmöglichkeiten.

Manche Broker haben sich auf eine Form spezialisiert. Meist unterscheiden sich die einzelnen Anbieter aber durch unterschiedliche Preisgestaltungen für die einzelnen Instrumente. So sind Aktien mit anderen Gebühren belegt als CFDs.

Je nachdem, welche Instrumente Sie gerne über Ihr Trading Depot halten möchten, kann sich das vermeintlich günstigste Produkt plötzlich als zu teuer entpuppen.

3. Wie hoch dürfen die Kosten sein?

Welche Kosten sind Sie bereit, monatlich oder jährlich für Ihr Wertpapierdepot zu tragen? Prüfen Sie vor der Depoteröffnung unbedingt Ihre Finanzen und welche Obergrenze Sie verkraften können oder wollen. Auf dieser Basis können Sie besser die einzelnen Angebote miteinander vergleichen. Betrachten Sie hierfür einfach die jährlich anfallenden Gebühren.

4. Welchen Zugriff bevorzugen Sie?

Hierfür stehen Ihnen grundsätzlich zwei Varianten zur Verfügung:

Das gesamte Aktiengeschäft über den Bankberater abwickeln

Viele gibt diese Variante ein sicheres Gefühl, von einem Experten beraten, der den Markt gut kennt. Doch das ist allzu oft ein gefährlicher Trugschluss. Nur die wenigsten Berater einer Depot Bank (wie etwa bei der Quirin Bank) arbeiten auf Provisionsbasis und sind dementsprechend vom Erfolg ihrer Kunden abhängig.

Die Regel ist eher, dass Bankberater einen volumenbasierten Bonus erhalten. Hier zählt also nicht der wirtschaftliche Erfolg beim Aktienhandel, sondern die Masse an abgeschlossenen Geschäften.

Online-Zugriff auf das Depot

Wesentlich bequemer und flexibler ist die Depot-Verwaltung über das Internet. Hierbei braucht es kein zusätzliches Programm, da alle Online-Depots vom Browser aus erreichbar sind. Mit dieser gewonnenen Freiheit geht aber auch die Einsamkeit einher. In der Regel haben Sie hier keinen persönlichen Berater, sondern nur einen allgemeinen Kundenservice. Sofern Sie keinen externen Broker zu Rate ziehen, müssen Sie also alle Entscheidungen alleine treffen – und deren Konsequenzen tragen.

5. Welche Funktionen erwarten Sie?

Dieser Punkt ist dann wichtig, wenn Sie öfters über Ihr Depotkonto mit Wertpapieren handeln wollen. Sobald Sie die Märkte genauer beobachten müssen, sind Charts und statistische Funktionen unabdingbar. Wollen Sie hingegen nur einen langfristigen Sparplan verfolgen, benötigen Sie solche speziellen Funktionen nicht.

6. Welcher Service ist Ihnen wichtig?

Ein guter Service ist der Stützpfeiler für eine zufriedenstellende Geschäftsbeziehung. Dazu zählt ein zu den Handelszeiten erreichbarer Support über Telefon und E-Mail, aber auch diverse Schulungsmöglichkeiten über Webinare oder Lernvideos.

Deutsche Depot-Anbieter sollten ihre Kunden zudem bei der Berechnung und Übermittlung der Abgeltungssteuer unterstützen. Banken und Broker mit Sitz in Deutschland führen die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt ab. Bei allen anderen Banken müssen Sie sich selbst um die Abführung der Abgeltungssteuer kümmern.

Es ist in jedem Fall hilfreich, wenn Sie über die Depot-Plattform Kontoabzüge oder Abrechnungen für die getätigten Orders erhalten.

7. Welches Bankformat präferieren Sie?

Schätzen Sie einen persönlichen Ansprechpartner, den Sie bei allen Anliegen auch von Angesicht zu Angesicht konsultieren können, ist eine Filialbank mit ihren geschulten Bankberatern die beste Option. Wollen Sie hingegen mehr Flexibilität durch das Online-Banking und günstige Gesamtkosten, ist eine Direktbank die beste Wahl.

Ist Ihnen ein Bezug zu einer Bank gänzlich egal und wollen Sie lieber von den besten Preisen für das Trading und höchster Flexibilität profitieren, sollten Sie das Angebot eines Online-Brokers wahrnehmen.

Wie Sie ein gutes Depot erkennen

Auf Basis Ihrer persönlichen Ansprüche an ein Wertpapierdepot können Sie im folgenden Schritt die einzelnen Eigenschaften der Banken und Broker bewerten und den besten Depot Anbieter für sich ermitteln.

1. Niedrige Kosten

Das wohl wichtigste Kriterium sind die anfallenden Kosten. Zu hohe Abgaben an den Depot-Anbieter können Ihre Provision drastisch senken. Bei diesem Punkt müssen Sie genau abwägen, welche Kosten Ihren Wertpapierhandel am stärksten beeinflussen:

  • Wollen Sie mehrfach die Woche Positionen handeln, sollten die Ordergebühren möglichst günstig sein.
  • Investieren Sie nur eine verhältnismäßig niedrige Summe – egal ob kurz- oder langfristig – können Kosten für die Depotführung Ihre Nettogewinne gänzlich verschlingen. Hier ist ein Depot ohne Grundgebühr empfehlenswert.
  • Und wenn Sie größere Summen auf einmal anlegen wollen, müssen Sie auf die Zusatzkosten achten. Nicht nur die Trading-Gebühren, auch die Kontoführung und Zuschläge durch Drittparteien nehmen mit steigendem Investitionskapital zu.
  • Für langfristig orientiere Anleger wiederum ist ein kostenloser ETF-Sparplan interessant, der auch mit niedrigen monatlichen Raten und ohne Zusatzkosten aufgebaut werden kann.

2. Verrechnungskonto

Obwohl es notwendig ist, bietet nicht jeder Depot Anbieter ein Verrechnungskonto an. Manche reinvestieren nicht genutztes Kapital oder Gewinne in weitere Fonds. Das kann zusätzliche Gewinne bedeuten, aber auch Fonds können Verluste erzielen.

Ein klassisches Verrechnungskonto hingegen ist ein normales Bankkonto, auf das Verkaufserlöse eingezahlt und mit dem Verluste sowie Gebühren abgerechnet werden. Hier sollten Sie auf mögliche Partnerbanken und deren Sicherungssysteme (Einlagensicherung, Software Security etc.) achten.

3. Regulierung

Ein seriöser Depot-Anbieter hat mindestens eine Niederlassung in Deutschland oder der EU. Dadurch unterliegt er der Regulierung durch die BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde und ist rechtlich greifbar. Zudem reduzieren die europäischen und deutschen Auflagen das potentielle Risiko beim Traden.

4. Software-Security

Nicht nur die Einlagen müssen gesichert sein, auch die verwendete Software muss entsprechenden Standards genügen und Angriffe sowie Softwarefehler bestens widerstehen können. Zertifizierungen und Auszeichnungen sowie regelmäßige Kontrollen des Systems zeugen von hohen Standards.

5. Intuitives Interface

Die Bedienoberfläche muss sich an Privatkunden orientieren. Sprich, alle Funktionen sollten soweit selbsterklärend sein oder weiterführende Informationen zur Erläuterung beinhalten.

Bei einem guten Seitenaufbau ist es auch für Laien möglich, in wenigen Schritten einen eigenen Sparplan einzurichten oder ETF-Teile über das Depotkonto zu handeln.

6. Seriöses Auftreten

Auch das Geschäftsgebaren und der generelle Umgang mit den eigenen Kunden kann Aufschluss über die Qualität eines Depot-Anbieters geben. Es sollte zu keiner Zeit einen aggressiven Aufruf zu gefährlichen Spekulationen geben, auch das Schönreden von hochriskanten Anlagemöglichkeiten oder das Verschweigen von Risiken sind alarmierende Anzeichen.

Zudem ist eine Transparenz bei der Kostengestaltung eine Grundbedingung, damit Sie jederzeit die anfallenden Gebühren rechtzeitig nachvollziehen können. Hier sollten Sie die Kundenmeinungen in den Vergleichsportalen oder in Foren genau durchlesen.

7. Testergebnisse

Neben unserem Depot-Anbieter Vergleich bieten auch andere Vergleichsportale wie die Stiftung Warentest. Hier werden die einzelnen Wertpapierdepots auf Herz und Nieren getestet und Empfehlungen für die einzelnen Anlagetypen ausgesprochen.

Doch der Depot Testsieger muss nicht zwangsläufig das für Sie beste Angebot haben. Auch hier müssen Sie sich die Details der Testberichte genau ansehen und erst dann können Sie entscheiden.

Ein neues Depot eröffnen: So gehen Sie vor

Haben Sie sich für ein Wertpapierdepot entschieden, geht es im folgenden Schritt darum, das Depot zu eröffnen. Die Vorgehensweise hängt dabei von Ihrer Ausgangssituation ab. Wir erläutern Ihnen kurz die einzelnen Varianten.

Parallel zum Girokonto ein Depot eröffnen

Besitzen Sie ein Konto bei einer Bank und wollen bei dieser ein zusätzliches Trading Depot eröffnen, müssen Sie nicht viel dafür tun. In der Regel entfällt eine erneute Identitätsprüfung, da bereits alle Unterlagen vorliegen.

Bei Direktbanken können Sie mit nur wenigen Klicks ein Wertpapierdepot beantragen, bei einer Filialbank übernimmt dies der Bankberater für Sie. In beiden Fällen benötigen Sie normalerweise keine weiteren Unterlagen, sondern müssen nur ein Formular ausfüllen und schon ist das Depotkonto eröffnet.

Ein Depot bei einem anderen Anbieter eröffnen

In wenigen Schritten können Sie auch bei einer anderen Depotbank oder einem Broker Ihr Depot eröffnen. Hierfür gelten nur zwei Voraussetzungen: Sie besitzen ein Girokonto und sind mindestens 18 Jahre alt.

1. Personalien angeben

Als Neukunde müssen Sie einige Angaben zu Ihrer Person machen, etwa Anschrift, Kontoverbindung und auch Ihr Gehalt. Hierfür steht Ihnen ein Online-Formular bereit. Filial- und Direktbanken bestehen noch auf die Unterschrift im Dokument, viele Onlinebroker hingegen verzichten darauf und akzeptieren daher auch den reinen Online-Versand.

2. Angaben zum Risikoprofil

Banken und Broker sind verpflichtet, ein Risikoprofil zu jedem Trader zu erstellen. Hintergrund ist der Schutz beider Parteien vor hohen Verlusten sowie eine rechtliche Absicherung.

Sie müssen zusätzlich zu Ihren Personalien eine Einschätzung zu Ihren bisherigen Wertpapiererfahrungen abgeben. Auf dieser Basis erstellt die Depotbank oder der Broker ein Risikoprofil, auf dessen Basis eingeschätzt wird, welche Wertpapiergeschäfte Sie abwickeln können und für welche Ihnen die nötige Expertise fehlt.

3. Identitätsnachweis

Bei einer Filialbank müssen Sie dafür einfach Ihren Personalausweis oder Reisepass vorlegen. Direktbanken und Onlinebroker nutzen dafür das PostIdent- oder das VideoIdent-Verfahren.

  • Bei einem PostIdent erhalten Sie alle notwendigen Anmeldeunterlagen, die Sie ausgefüllt per Post zurückschicken müssen. In der Postfiliale bestätigen Sie Ihre Person mit Ihrem Personalausweis. Bis zur Freischaltung kann es 2-5 Werktage dauern.
  • Das VideoIdent ist ein jüngeres und vor allem schnelleres Verfahren. Hierbei identifizieren Sie sich über die Videofunktion Ihres Smartpones oder Webcam. In der Regel können Sie spätestens nach wenigen Stunden Ihr Depot nutzen und müssen nicht mehrere Tage auf die Bearbeitung warten.

Zu einem neuen Depot wechseln

Sind Sie unzufrieden mit Ihrem bisherigen Anbieter oder wollen Sie einfach Ihre Fixkosten senken, kann sich ein Depotwechsel durchaus lohnen. Voraussetzung ist, dass Sie bereits ein neues Depot eröffnet haben.

Viele Banken und Broker nehmen Ihnen ein Groß der Arbeit ab und bieten einen bequemen Umzugsservice an. Hierfür müssen Sie mit einem Formular nur die neue Bank ermächtigen, Ihre Wertpapiere vom alten auf das neue Depot zu übertragen.

Bedenken Sie, dass ein Depotwechsel mehrere Wochen dauern kann und dass Sie innerhalb dieser Zeit nicht auf Ihre Wertpapiere zugreifen können. Ein Handel ist damit unmöglich. Daher sollten Sie einen Depotübertrag in einen Zeitraum legen, in dem Sie sowieso nicht handeln wollen oder können.

Zusammenfassung

Wollen Sie global mit Wertpapieren handeln, benötigen Sie als Voraussetzung ein Depot bei einer Bank oder einem Onlinebroker.

Lassen Sie sich bei der Wahl des besten Anbieters ruhig etwas Zeit, denn nur mit den besten Konditionen können Sie Ihre Rendite durch niedrige Kosten und passende Trading-Funktionen optimieren.

Erörtern Sie dafür genau, welche Anlagestrategie Sie verfolgen wollen und welche jährlichen Kosten Sie mit Ihrer anvisierten Rendite tragen können.

Nur ausreichend informiert können Sie sicher in Ihre Zukunft investieren. Wir helfen Ihnen dabei mit unserer umfangreichen Depotanbieter Vergleichsübersicht.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welcher Broker ist der beste für Anfänger?

Unerfahrene Trader benötigen eine besondere Unterstützung, um sich schnell und frustfrei in den Wertpapiermärkten zurechtzufinden. Hier helfen ein sehr intuitives Interface, Lernmöglichkeiten über Webinare, Lexika und Tutorials sowie eine einfache und übersichtliche Gebührenstruktur. Die Broker, die diese Kriterien am besten erfüllen, sind in unseren Augen: Consorsbank, eToro oder Trade Republic.

4.7/5 (57 Bewertungen)

Was ist ein Aktiendepot?

Früher war ein Depot ein klassisches Bankschließfach, in dem alle im Besitz befindlichen Wertpapiere im Bankgebäude gelagert wurden. Heute sind Depots vollkommen digital und dienen eher dem Management denn der Lagerung – denn Aktien werden in Deutschland in der Lagerstelle Clearstream aufbewahrt. Das Depot kann sowohl bei der Hausbank als auch bei einem Onlinebroker eröffnet und meist über einen Onlinezugang verwaltet werden. Hierüber erhalten Sie Zugang zu vielen Börsen und dort handelbaren Wertpapieren, können Ihr Portfolio mit Käufen und Verkäufen anpassen und Sparpläne einrichten.

4.7/5 (57 Bewertungen)

Wer hat das günstigste Depot?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da mehrere Faktoren in die tatsächlichen monatlichen Kosten einfließen. Die Depotführung ist bei fast allen Banken und Brokern kostenlos, einige wie flatex erheben jedoch ein Verwahrentgelt auf den Barbestand oder eine Haltegebühr für die im Depot befindlichen Wertpapiere. Gänzlich kostenlos ist kein Depot, für die verschiedenen Anlagestrategien lassen sich aber besonders günstige Anbieter ermitteln:

  • Aktive Trader profitieren besonders von einer großen Wertpapierauswahl und niedrigen Orderkosten. Die comdirect überzeugt hier mit einem Vieltrader-Rabatt, Smartbroker und nextmarkets mit 0 EUR Ordergebühren über die elektronische Handelsplattform gettex der Börse München.
  • Wollen Sie langfristig in ETF-Sparpläne investieren, ist Trade Republic mit mehr als 4.000 kostenfreien Aktien- und ETF-Sparplänen.
  • Handeln Sie vor allem mit ausländischen Aktien, kann onvista besonders günstig sein, denn hier entfallen Gebühren auf ausländische Dividendenzahlungen. CapTrader hingegen überzeugt hier mit besonders günstigen Ordergebühren ab 2,00 EUR für ausländische Aktien.

4.7/5 (57 Bewertungen)

Welche Broker sind seriös?

Wie zuverlässig und vertrauenswürdig ein Broker oder eine Depotbank ist, lässt sich anhand einiger weniger Kriterien ableiten:

  • Sitz in Deutschland oder der EU
  • Kundenstamm ist auf Deutschland oder einige wenige Länder beschränkt
  • Unter europäischer Finanzaufsicht (etwa durch Bafin, CySEC oder AMF)
  • Gebühren werden vollumfänglich und transparent dargestellt
  • Keine überschwängliche Werbung oder Fake-Werbung
  • Kundenbewertungen in Portalen sind weder übertrieben positiv (Fake-Reviews) noch hauptsächlich negativ

Grundsätzlich gilt also, ein Broker oder eine Bank kann dann als seriös angesehen werden, solange es sich um ein europäisches Finanzunternehmen unter europäischer Finanzaufsicht handelt und der Kundengelder und -wertpapiere bestenfalls über die gesetzlichen Vorgaben hinaus mit Sicherungsfonds vor Verlusten schützt. „Alte Hasen“ wie die Deutsche Bank oder die Consorsbank sind durchaus vertrauenswürdig. Bei neuen Onlinebrokern wie Smartbroker oder Robo Advisors wie Scalable Capital sollte man hingegen auf die Performance der letzten Jahre, die im Hintergrund agierende Bank und die Investoren achten.

4.7/5 (57 Bewertungen)

Welche Bank ist gut für Aktien?

Das liegt ganz in Ihrem Ermessen. Die eigene Hausbank bietet meist den bequemsten Service, da Sie alles über Ihre Filialmitarbeiter abwickeln können und bei Bedarf diese auch mit der Orderaufgabe betreuen können. Direktbanken sind hingegen deutlich günstiger und besitzen besser digitalisierte Prozesse für die Depoteröffnung und -verwaltung. Dem gegenüber stehen Onlinebroker und Neobroker, die gänzlich auf digitale Abläufe, Handelssoftware und Aktien Apps setzen, dafür aber oft stärker auf einzelne Börsen und Emittenten begrenzt sind.

Bezüglich der Auswahl an Aktien kann ebenfalls keine pauschale Aussage getroffen werden. Eine besonders große Auswahl an handelbaren Aktien bieten etwa Comdirect mit über 14.500 Aktien, Consorsbank mit über 20.000 Aktien oder CapTrader mit allen an über 120 Marktplätzen handelbaren Aktien.

4.7/5 (57 Bewertungen)

Wie finde ich den passenden Broker?

Nutzen Sie einfach unseren Depotvergleich für einen Überblick der wichtigsten Informationen. Welcher Broker wirklich zu Ihnen passt, hängt aber von Ihren Ansprüchen und Vorkenntnissen ab. Beantworten Sie sich im Vorfeld daher folgende Fragen:

  • Welche Wertpapiere will ich handeln?
  • Will ich aktiv traden, ein Portfolio aufbauen oder einen Sparplan einrichten?
  • Wie viel Geld kann und will ich investieren?
  • Was ist mein Anlageziel? (Zusatzrente, Immobilienfinanzierung usw.)
  • Wie gut sind meine Erfahrungen im Wertpapierhandel?
  • Wie gut komme ich mit Handelssoftware zurecht?

Je genauer das Bild über Ihre eigenen Anforderungen sind, desto besser können Sie bei den einzelnen Banken und Brokern abschätzen, wie gut deren Angebot zu Ihnen passt.

Hinweis: Wählen Sie niemals den erstbesten oder vermeintlich günstigsten Broker! Oft sind es nur Werbeversprechen und befristet geltende Sonderkonditionen, die Sie locken.

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Wie eröffne ich ein Depot?

Je nach gewähltem Depotanbieter ist der Eröffnungsprozess unterschiedlich. In den meisten Fällen lässt sich das neue Depot aber bequem online beantragen. Gehen Sie dazu auf die Website der Bank oder des Brokers und klicken Sie auf den Button „Depot eröffnen“. Im folgenden Interface werden alle notwendigen Personendaten abgefragt, von der Wohnanschrift, über die steuerliche Veranlagung und das Arbeitsverhältnis bis hin zu den Erfahrungen im Wertpapierhandel.

Zum Schluss bestätigen Sie Ihre Angaben und die rechtlichen Dokumente. Danach gelangen Sie zum Ident-Verfahren. Vor allem Online-Broker und Neobroker setzen hier auf Video-Ident, mit dem Ihr neues Depot bereits nach wenigen Minuten freigeschalten werden kann. Alternativ können Sie das klassische Postident nutzen und Ihre Personalien in einer Deutschen Postfiliale bestätigen lassen. In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis Sie alle für den Onlinezugang notwendigen Unterlagen per Post erhalten.

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Kann jeder ein Depot eröffnen?

Nein, der Zugang zu einem Wertpapierdepot ist auf bestimmte Personengruppen beschränkt. Einige Banken und Broker erlauben nur europäischen oder deutschen Staatsbürgern mit Wohnsitz in Deutschland die Depoteröffnung. Zudem müssen Sie als Antragsteller volljährig sein und sich mit einem festen Wohnsitz mit Ihrem Personalausweis bzw. Reisepass identifizieren. Besitzen Sie einen negativen Schufa-Score, kann die Depotbank Ihren Antrag ablehnen.

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Welche Aktien eignen sich für Anfänger?

Als unerfahrener Investor sollten Sie sich an Werten orientieren, die Sie kennen und deren Marktentwicklung Sie gut nachvollziehen und einschätzen können. Damit eignen sich vor allem bekannte Marken und Unternehmen für den ersten Portfolioaufbau. Besonders beliebt sind etwa Aktien von Coca Cola, Adidas, Apple oder Amazon. Oder Sie orientieren sich an Index-Werten, etwa den DAX- oder DOW JONES- Unternehmen. Die perfekten Aktien für Anfänger gibt es nicht! Achten Sie daher immer auf

  • die bisherige Kursentwicklung (ein konstanter Anstieg ist besser als starke Schwankungen),
  • eine gute Mischung von Unternehmen aus verschiedenen Branchen
  • und aus verschiedenen Ländern.

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Wie kann ich mein Depot kündigen?

Eine Depotkündigung ist jederzeit und ohne Angaben von Gründen möglich. Denn ein normales Wertpapierdepot unterliegt keiner Laufzeit. Manche Banken und Broker bieten hierfür ein vorgefertigtes Kündigungsschreiben, welches Sie ausgefüllt und unterschrieben an Ihren Depotanbieter senden müssen.

In den meisten Fällen müssen Sie den Kündigungswunsch aber einem Supportmitarbeiter mitteilen. Dieser leitet alle weiteren Schritte ein. Alternativ müssen Sie selbst ein Kündigungsschreiben aufsetzen. Dieses muss folgende Angaben enthalten:

  • Angaben zu Ihrer Person (Name, Adresse, Kontaktdaten)
  • Depotnummer
  • IBAN und BIC des dazugehörigen Verrechnungskontos
  • Mitteilung, dass Depot und dazugehöriges Verrechnungskonto aufgelöst werden sollen
  • Angaben zum neuen Depot (beim Anbieterwechsel)
  • Angaben zum Referenzkonto (zur Auszahlung noch vorhandener Kapitalbeträge)
  • Angaben zu den zu verkaufenden Wertpapieren
  • Ihre Unterschrift

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