Hinweis AvaTrade: CFD- und Forex-Broker mit MT4/MT5, mit hohem Verlustrisiko
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AvaTrade im Test 2026

AvaTrade ist ein etablierter CFD- und Forex-Broker aus Dublin (seit 2006), reguliert von der Central Bank of Ireland, mit MetaTrader 4/5, AvaOptions und Copy Trading. Der Haken, den viele Tests verschweigen: Es ist kein Wertpapierdepot – mit hohem Verlustrisiko durch gehebelte CFDs.

APAlessia PewnewRedakteurin Aktualisiert: 2. November 2026 18 Min

AvaTrade in 30 Sekunden

AvaTrade ist ein breit regulierter CFD- und Forex-Broker aus Dublin mit starkem Plattform-Baukasten (MT4/5, AvaOptions, Copy Trading) – stark für kurzfristiges Trading mit Hebel. Der Haken: ein Derivate-Broker mit CFD- und Optionshandel ohne echte Aktien, ETFs oder Sparpläne, und CFDs bergen ein hohes Verlustrisiko – für langfristigen Vermögensaufbau das falsche Werkzeug.

Vorteile
  • Großer Plattform-Baukasten – MT4, MT5, WebTrader, AvaTradeGO, AvaOptions
  • Copy Trading (DupliTrade, ZuluTrade) und AvaProtect zur Absicherung
  • Faire Spreads (EUR/USD ab ca. 0,9 Pips) – keine Kommission, fix oder variabel
  • Mehrfach reguliert (u. a. Central Bank of Ireland), Negativsaldoschutz
  • Kostenloses Demokonto und umfangreiche Lerninhalte zum Einstieg
Nachteile
  • Reiner CFD-Broker & Market Maker – keine echten Aktien, ETFs oder Sparpläne in Deutschland
  • Hohes CFD-Risiko – CFDs bergen ein hohes Verlustrisiko
  • Anlegerentschädigung nur bis 20.000 € (Irland, 90 % des Schadens) statt 100.000 € Einlagensicherung bei einer Bank
  • Hohe Inaktivitätsgebühr – 50 € nach 3 Monaten, weitere 100 € nach 12 Monaten
  • Nicht steuereinfach; deutsche Übersetzungen sollten vor Vertragsabschluss geprüft werden
Der eine Haken, den Sie kennen müssen

AvaTrade ist für kurzfristiges, gehebeltes Trading gemacht, nicht für den Vermögensaufbau. Für Aktien, ETFs und Sparpläne brauchen Sie einen anderen Broker. Was AvaTrade nicht ist ↓

Was AvaTrade ausmacht – und wo der Haken liegt

AvaTrade, 2006 in Dublin gegründet, ist ein etablierter CFD- und Forex-Broker mit über 400.000 Kunden. Deutsche Kunden betreut die AvaTrade EU Ltd unter Aufsicht der Central Bank of Ireland (C53877). Stärke ist das breite Plattform-Angebot: MetaTrader 4 & 5, AvaTradeGO, WebTrader, AvaOptions, Copy Trading und AvaProtect. Zum Angebot gehören CFDs auf Devisen, Indizes, Aktien, Rohstoffe, Krypto, Anleihen und ETFs. Über AvaOptions lassen sich außerdem Vanilla-Optionen handeln.

Warum nur Note 3,0? AvaTrade ist ein Derivate-Broker mit CFD- und Optionshandel, kein Wertpapierdepot: Sie besitzen keine echten Aktien oder ETFs, sondern handeln Derivate. Beim CFD-Handel ist AvaTrade die Gegenpartei. Laut dem am 30.10.2026 geprüften EU-Risikohinweis verlieren 65 % der Privatanlegerkonten beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld. Sparpläne fehlen, die Anlegerentschädigung reicht nur bis 20.000 €, und Gewinne erklären Sie selbst über die Anlage KAP.

Für wen AvaTrade passt – und für wen nicht

Passt zu

  • Kurzfristige CFD-/Forex-Trader
  • MetaTrader-Nutzer
  • Wer nur Risikokapital einsetzt
  • Wer Negativsaldoschutz will

Passt weniger zu

  • Langfrist-Anleger
  • Aktien- und ETF-Sparer
  • Risikoscheue Anleger
  • Wer Einlagensicherung sucht
Unsicher, in welche Gruppe Sie fallen?Zum Selbst-Check→

Erkennen Sie sich eher bei „Weniger geeignet“ wieder, passen Trade Republic oder Scalable Capital mit echten Aktien, ETFs und Sparplänen besser. Wer CFDs handeln und zusätzlich echte Aktien kaufen will, sollte den XTB-Test lesen. Der Schnell-Check ordnet Ihr Profil in 30 Sekunden ein.

Unsere Bewertung nach Kriterien

Neun Kriterien, gewichtet nach dem, was für Privatanleger im Alltag zählt – Kosten zählen am meisten. Die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt der Teilnoten. Bei AvaTrade heben der Plattform-Baukasten (MT4/5, AvaOptions, AvaProtect), die fairen Spreads und der Service die Note; das komplett fehlende Sparplan- und Wertpapierangebot, die hohe Inaktivitätsgebühr, die nur 20.000 € Anlegerentschädigung und das Steuer-Handling ziehen sie. Bei reiner Betrachtung als CFD- und Forex-Trading-Werkzeug fällt das Urteil besser aus.

3,0 Befriedigend Gewichtete Gesamtnote aus 9 Kriterien, Schulnoten 1,0–5,0 (1,0 = Bestnote). Wie wir testen →
Bewertung nach Kriterien Zeile anklicken für Begründung
Ordergebühren 20 %2,2
Keine Kommission, Kosten im Spread (EUR/USD ab ca. 0,9 Pips, DAX ab ca. 1,0 Punkt); Ein- und Auszahlung 0 €.
Bei exotischeren Werten breitere Spreads, feste Spreads in ruhigen Phasen oft teurer als variable, Übernachtfinanzierung (Swap) für jede gehaltene Nacht und die optionale AvaProtect-Absicherung kostet extra.
Depotführungskosten 15 %2,7
Kontoführung 0 €, Ein- und Auszahlung über gängige Methoden kostenlos, Mindesteinzahlung ab 100 € per Karte, Demokonto kostenlos.
Vergleichsweise hohe Inaktivitätsgebühr: 50 € schon nach drei aufeinanderfolgenden Monaten ohne Handel, nach 12 Monaten Inaktivität weitere 100 € Verwaltungsgebühr; per Überweisung liegt die Mindesteinzahlung bei 500 €.
Sparplan-Angebot 15 %5,0
Für das, wofür AvaTrade gebaut ist – kurzfristiges, aktives CFD- und Forex-Trading – spielt ein Sparplan keine Rolle; Positionen werden bewusst eröffnet und geschlossen.
Keine ETF- oder Aktien-Sparpläne und keine echten Wertpapiere: Automatisierter Vermögensaufbau ist bei AvaTrade nicht möglich – deshalb die schlechteste Note im Test.
App & Bedienung 12 %2,7
Freie Plattformwahl: MetaTrader 4 und 5 (inklusive automatisierter Strategien), eigener WebTrader, mobile App AvaTradeGO mit integriertem AvaProtect, dazu ein kostenloses Demokonto.
Die deutsche iOS-App erreicht 4,3 von 5 Sternen (30.10.2026). Store-Bewertungen ersetzen keinen eigenen Test der Ausführung oder Zuverlässigkeit.
Handelsplätze & Produktangebot 10 %2,9
Alle gängigen Klassen als CFD: Devisen, Indizes, rund 600 Aktien, Rohstoffe, rund 20 Krypto, Anleihen, ETFs; dazu AvaOptions; Hebel bis 1:30 (Forex-Majors).
Beim CFD-Handel ist AvaTrade als Market Maker die Gegenpartei. Keine direkt gehaltenen Aktien, ETFs oder Coins und kein Junior- oder Gemeinschaftsdepot; AvaOptions ist ein separates Optionsangebot.
Sicherheit & Regulierung 10 %2,9
DE-Konto über AvaTrade EU Ltd, Aufsicht Central Bank of Ireland (C53877, MiFID); Kundengelder getrennt, Negativsaldoschutz.
Entschädigung über die irische ICCL grundsätzlich 90 % des gedeckten Verlusts, höchstens 20.000 €, nicht für Trading-Verluste: 65 % der Privatanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter (geprüft am 30.10.2026).
Kundenservice 8 %2,4
Erreichbar per Chat, Telefon und WhatsApp (Mo–Fr), dazu umfangreiche Lerninhalte und ein kostenloses Demokonto zum Einstieg.
Kein Support rund um die Uhr, und die deutschen Übersetzungen von Lerninhalten und Mailings wirken teils maschinell und ungenau – ein vielseitiger, aber kein runder Auftritt.
Steuer-Handling 5 %3,9
AvaTrade stellt einen Jahres-/Transaktionsreport als Ausfüllhilfe bereit; die frühere 20.000-€-Grenze für die Verlustverrechnung bei Termingeschäften ist rückwirkend abgeschafft.
Nicht steuereinfach: keine automatische Abgeltungssteuer, kein Freistellungsauftrag, Sparerpauschbetrag nur über die Steuererklärung – Gewinne gehören in die Anlage KAP, die Rücklage müssen Sie selbst bilden.
Zusatzleistungen 5 %1,7
AvaOptions für echten Forex-Optionshandel, AvaProtect zur Absicherung einzelner Positionen, Copy Trading über DupliTrade und ZuluTrade, automatisierte Strategien (EAs) über MetaTrader, kostenloses Demokonto und umfangreiche Lerninhalte.
AvaProtect kostet je Position und Laufzeit extra und schmälert die Rendite; Copy Trading läuft über Drittanbieter.
Interaktiv, 30 Sekunden
Passt AvaTrade zu Ihrem Profil?
Drei kurze Fragen, je eine Antwort – Ergebnis sofort, ohne Datenspeicherung.
1Was wollen Sie eigentlich tun?
2Wie stehen Sie zum hohen Verlustrisiko der CFDs?
3Was ist Ihnen am wichtigsten?

Allgemeine Orientierung, keine Anlageberatung. CFDs sind Hochrisiko-Produkte; CFDs bergen ein hohes Verlustrisiko.

Kosten & Gebühren: „keine Kommission“ heißt nicht „kostenlos“

AvaTrade wirbt damit, keine Kommissionen zu verlangen. Das stimmt – verdient wird aber trotzdem, nur eben anders. Die Hauptkosten stecken im Spread (der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, direkt im Preis eingebaut). Dazu kommen drei Nebenkosten, die in der Werbung gern untergehen: die Übernachtfinanzierung (Swap), die Inaktivitätsgebühr und – falls genutzt – die Gebühr für AvaProtect.

Konditionen im Überblick
CFD-/Forex-Konto
Order-Kommission
0 €Kosten im Spread
Spread EUR/USD
ab 0,9Pips
Mindesteinzahlung
100 €per Karte
Inaktivitätsgebühr
50 €nach 3 Monaten*
Spread DAX (Germany 40)ab ca. 1,0 Punkt
Spread-Modellfix oder variabel wählbar
Übernachtfinanzierung (Swap)je gehaltene Nacht, je Instrument
AvaProtect (optionale Absicherung)gegen Gebühr (je Position und Laufzeit)
Verwaltungsgebühr bei Inaktivität100 € nach 12 Monaten*
Mindesteinzahlung per Überweisung500 €
Ein- & Auszahlung0 € (gängige Methoden)
Echte Aktien, ETFs, Sparplänenicht als direktes Investment verfügbar
Anlegerentschädigung90 % des Verlusts, max. 20.000 € (ICCL, Irland)

* Inaktivitätsgebühr 50 € nach drei Monaten ohne Handel, nach 12 Monaten zusätzlich 100 € Verwaltungsgebühr. „Ab“-Spreads gelten für liquide Phasen.

Was kostet das Halten konkret?

Die Order selbst ist günstig – teuer wird die Zeit: Für jede Nacht, die Sie eine CFD-Position halten, zahlen Sie Übernachtfinanzierung (Swap). Bei einer echten Aktie fällt das nicht an. Beispiel: 2.000 € Positionswert, einmal kaufen, einmal verkaufen – verglichen mit einer echten Aktie bei Trade Republic:

HaltedauerAvaTrade (CFD)Echte Aktie (Trade Republic)
Tagestrade (Kauf und Verkauf am selben Tag)2,00 €2,00 €
3 Monate32,00 €2,00 €
12 Monate122,00 €2,00 €

Vereinfachtes Beispiel: rund 0,1 % Spread für Ein- und Ausstieg, rund 6 % p. a. Übernachtfinanzierung. Trade Republic: je 1 € für Kauf und Verkauf, keine Haltekosten.

Die drei Posten, auf die es wirklich ankommt

  • Der Spread: Jede Position startet um den Spread im Minus; bei DAX oder EUR/USD fair, bei Exoten breiter. Feste Spreads sind planbar, aber oft teurer.
  • Die Übernachtfinanzierung (Swap): Halten Sie eine gehebelte Position über Nacht, fällt eine Finanzierungsgebühr an – Tag für Tag. Über Wochen und Monate summiert sich das erheblich. Genau deshalb sind CFDs kein Buy-and-hold-Instrument.
  • Die Inaktivitätsgebühr (50 €): Nach drei Monaten ohne Handel zieht AvaTrade 50 € ein, nach einem Jahr weitere 100 €. Bei Handelspausen das Konto leeren oder schließen.

Der Rechner unten zeigt Ihnen, wie stark die Übernachtfinanzierung mit der Haltedauer wächst – und warum eine echte Aktie bei einem klassischen Broker bei langem Halten fast immer günstiger ist.

CFD-Halten kostet: der Übernacht-Rechner

Die wichtigste Frage bei AvaTrade ist nicht „Wie hoch ist der Spread?“, sondern: Wie lange halte ich die Position? Bei einem CFD zahlen Sie für jede Nacht eine Übernachtfinanzierung (Swap) – bei einer echten Aktie nicht. Stellen Sie Positionswert und Haltedauer ein und sehen Sie, wie sich die Kosten entwickeln, verglichen mit dem Kauf einer echten Aktie bei Trade Republic.

Was kostet das Halten über Nacht?
Läuft komplett in Ihrem Browser – keine Daten werden übertragen.
Kosten­postenAvaTrade (CFD)Echte Aktie (Trade Republic)
Spread bzw. Orderkosten (Ein- und Ausstieg)2,00 €2,00 €
Übernacht­finanzierung (6 Monate)60,00 €0,00 €
Halte- und Handelskosten gesamt62,00 €2,00 €
Bei 6 Monaten Haltedauer kostet Sie die AvaTrade-Position rund 60,00 € mehr als die gleiche Summe in einer echten Aktie bei Trade Republic – fast ausschließlich wegen der Übernachtfinanzierung. Je länger Sie halten, desto stärker geht die Schere auf. Das ist der Kern der Sache: CFDs sind kein Buy-and-hold-Instrument. Wer langfristig anlegen will, ist mit einer echten Aktie deutlich günstiger dran.
Vereinfachte Modellrechnung.
Annahmen im Detail

Stark vereinfachte Illustration. AvaTrade: Spread rund 0,1 % des Positionswerts für Ein- und Ausstieg, Übernachtfinanzierung rund 6 % p. a. des Positionswerts. Trade Republic: je 1 € für Kauf und Verkauf einer echten Aktie, keine Haltekosten. Nicht enthalten: Kursentwicklung, Dividenden, Steuern und Währungseffekte.

Angebot: CFDs und Optionen über AvaOptions

AvaTrade bietet CFDs auf verschiedene Anlageklassen sowie Vanilla-Optionen über AvaOptions. Beides sind Derivate; ein direktes Investment in Aktien oder ETFs ist damit nicht verbunden. Im direkten Vergleich ist die Anzahl der Werte je Klasse überschaubar (z. B. rund 600 Aktien-CFDs, gut 50 Währungspaare, rund 20 Krypto-CFDs); Nischenwerte fehlen oft. Das ist die ganze Geschichte des Angebots:

Devisen (Forex)CFDs auf gut 50 Währungspaare, EUR/USD ab ca. 0,9 Pips, ESMA-Hebel bis 1:30. Siehe Forex-Vergleich.
Indizes & RohstoffeCFDs auf DAX (Germany 40), S&P 500, Dow Jones, Gold und Öl.
Aktien & ETFs – als CFDKurs-CFDs ohne Eigentum und Stimmrechte; Dividenden nur als Anpassung. Hebel max. 1:5.
Krypto – als CFDKeine echten Coins, kein Wallet. Echte Kryptos: Krypto-Vergleich.
Optionen (AvaOptions)Call- und Put-Optionen unter anderem auf Währungspaare, Gold und Silber. Diese Optionskontrakte sind keine CFDs und erfordern eigene Kenntnisse zu Prämie, Laufzeit und Verlustrisiken.
Nicht im AngebotKeine echten Wertpapiere, keine Sparpläne, kein Junior- oder Gemeinschaftsdepot, nur 20.000 € Anlegerentschädigung. Details im nächsten Abschnitt.

Wer einen ETF-Sparplan oder echte Aktien sucht, ist bei Trade Republic oder Scalable Capital besser aufgehoben – was AvaTrade im Einzelnen nicht ist und wohin Sie stattdessen gehören, klären wir jetzt.

Was AvaTrade nicht ist – die wichtigste Klarstellung

AvaTrade wird oft als „Aktien-App“ beworben oder verwechselt. Das ist die gefährlichste Fehlannahme überhaupt – denn AvaTrade ist kein Wertpapierdepot. Wenn Sie eines der folgenden Dinge suchen, ist AvaTrade der falsche Anbieter; dahinter steht jeweils, wohin Sie stattdessen gehören:

Keine echten Aktien & ETFsNur CFDs: kein Besitz, keine echte Dividende, keine Stimmrechte. Stattdessen: Trade Republic.
Kein ETF- oder Aktien-SparplanAutomatisierter Vermögensaufbau ist nicht möglich. Stattdessen: Scalable Capital.
Nicht steuereinfachKeine automatische Abgeltungssteuer, kein Freistellungsauftrag – Anlage KAP selbst. Stattdessen: Smartbroker+.
Keine echten KryptowährungenNur Krypto-CFDs – keine Coins, kein Wallet, keine Auszahlung in Krypto. Stattdessen: Krypto-Vergleich.
Nur 20.000 € AnlegerentschädigungÜber die irische ICCL statt 100.000 € wie bei deutschen Banken. Stattdessen: CapTrader.
Kein Gemeinschafts- oder JuniordepotNur Einzelkonten – gemeinsames Anlegen oder ein Kinderdepot gibt es nicht. Stattdessen: Junior-Depot-Vergleich.
Der Punkt, an dem es für die meisten kippt

Bei AvaTrade kaufen Sie keine Apple-Aktie, sondern einen Apple-CFD: ein gehebeltes Derivat mit Übernachtkosten. Zum kurzfristigen Traden taugt das, zum Anlegen und Liegenlassen nicht.

Steuern: Sie sind selbst dran (Anlage KAP)

Wie alle EU-CFD-Broker mit Sitz im Ausland ist AvaTrade nicht steuereinfach. Es wird keine deutsche Abgeltungssteuer automatisch abgeführt und es gibt keinen Freistellungsauftrag. Ihre Gewinne versteuern Sie selbst – das ist überschaubar, aber Sie müssen es wissen und Rücklagen bilden.

Sie erklären selbstAnlage KAP: 25 % Abgeltungssteuer plus Soli (ggf. Kirchensteuer), per Bescheid im Folgejahr. Jahresreport als Ausfüllhilfe.
Rücklage einplanenDie Steuer wird nicht sofort abgezogen: Rücklage aufs Tagesgeld legen, nicht aufs Trading-Konto.
Gute Nachricht zur VerlustverrechnungDie 20.000-€-Grenze für Verluste aus Termingeschäften ist per Jahressteuergesetz 2024 rückwirkend abgeschafft. CFD-Verluste sind unbeschränkt verrechenbar.
Kein Sparerpauschbetrag automatischDen Freibetrag von 1.000 € holen Sie über die Steuererklärung zurück.

Unterm Strich: Der Steueraufwand ist bei AvaTrade zumutbar, aber vorhanden. Wer gar nichts mit der Steuer zu tun haben will und ohnehin lieber echte Wertpapiere kauft, ist mit einer steuereinfachen deutschen Bank wie Trade Republic oder Scalable Capital besser bedient – dort läuft alles automatisch.

Sicherheit & Regulierung: breit reguliert – aber nur 20.000 € Schutz

Für EU-Konten nennt AvaTrade die Gesellschaft AvaTrade EU Ltd unter Aufsicht der Central Bank of Ireland (C53877). Beachten Sie: AvaTrade ist Market Maker, und die Anlegerentschädigung greift nur bis 20.000 €. Das größere Risiko ist der Hebel der CFDs.

Mehrfach reguliert

EU-Konto über AvaTrade EU Ltd (Central Bank of Ireland), dazu Lizenzen u. a. von CySEC und ASIC.

Schutz nur bis 20.000 €

Kundengelder getrennt; die irische ICCL ersetzt 90 %, höchstens 20.000 €.

Negativsaldoschutz

Sie können nie mehr verlieren als Ihr Kontoguthaben, keine Nachschusspflicht.

Als Unternehmen ist AvaTrade solide: breit reguliert, mit Negativsaldoschutz und getrennten Kundengeldern. Der Schutz gilt bei Veruntreuung und Insolvenz des Anbieters (bis 20.000 €), nicht für Trading-Verluste. Der Hebel kann erhebliche Verluste verursachen. Für Privatanleger gelten die ESMA-Grenzen von 1:30 bei Forex-Majors und 1:5 bei Aktien-CFDs.

Erfahrungen mit AvaTrade

Die größte Stärke von AvaTrade ist die Plattform-Vielfalt. Sie haben die Wahl zwischen MetaTrader 4 und 5 (inklusive automatisierter Strategien/EAs), dem eigenen WebTrader, der mobilen App AvaTradeGO (mit integriertem AvaProtect) und der Optionsplattform AvaOptions. Dazu kommen Copy Trading (DupliTrade, ZuluTrade), ein kostenloses Demokonto und umfangreiche Lerninhalte. Das ist deutlich mehr als bei vielen In-House-CFD-Brokern.

Die AvaTrade-App erreicht im deutschen App Store 4,3 von 5 Sternen (30.10.2026). Das ist eine Nutzerbewertung, keine eigene Messung der Zuverlässigkeit. Der Service ist per Chat, Telefon und WhatsApp erreichbar (Mo–Fr), aber nicht rund um die Uhr. Unterm Strich ein vielseitiger, aber kein runder Auftritt. Mehr zu den Apps im Trading-App-Vergleich.

Die besten Alternativen zu AvaTrade

Kein Anbieter ist für alle richtig. Die entscheidende Weiche: Wollen Sie investieren (echte Aktien und ETFs) oder wirklich CFDs traden? Je nachdem sind das die passenderen Adressen aus unseren Tests:

XTB
Note 1,7, gut
Wenn Sie wirklich CFDs traden wollen

Starke Plattform xStation 5, echte Aktien & ETFs zu 0 % bis 100.000 € Monatsumsatz. Darüber 0,2 %.

Zum XTB-Test→
eToro
Note 2,6, befriedigend
Wenn Sie Copy Trading wollen

Echte Aktien, CFDs und das bekannteste Copy Trading der Branche. Dafür sind CFDs auch hier Hochrisiko.

Zum eToro-Test→
Plus500
Note 2,8, befriedigend
Wenn Sie es besonders einfach wollen

Sehr aufgeräumte Plattform, unbegrenztes Demokonto, börsennotiert. Dafür kein MT4/MT5.

Zum Plus500-Test→
Trade Republic
Note 1,4, sehr gut
Wenn Sie eigentlich investieren wollen

Echte Aktien und ETFs ab 1 € pro Order, kostenlose ETF-Sparpläne und automatische Abgeltungssteuer.

Zum Trade-Republic-Test→

Alle CFD-Anbieter im CFD-Broker-Vergleich, alle Forex-Broker im Forex-Broker-Vergleich, alle getesteten Depots im großen Depot-Vergleich.

Was sich zuletzt geändert hat

Wichtige Änderungen der Konditionen bei AvaTrade, neueste zuerst.

WannNeuerung
Oktober 2026Der vollständig geladene EU-Risikohinweis bestätigt am 30.10.2026 eine CFD-Verlustquote von 65 % der Privatanlegerkonten.
Juni 2026Order-Kommission 0 € (Kosten im Spread, EUR/USD ab ca. 0,9 Pips), Inaktivitätsgebühr 50 € nach 3 Monaten ohne Handel plus 100 € Verwaltungsgebühr nach 12 Monaten, Mindesteinzahlung 100 € (Karte) bzw. 500 € (Überweisung), Anlegerentschädigung 20.000 € (ICCL). Echte Aktien, ETFs und Sparpläne in Deutschland nicht verfügbar.
2024Jahressteuergesetz 2024: Die 20.000-€-Grenze für die Verrechnung von Verlusten aus Termingeschäften (u. a. CFDs) wurde rückwirkend abgeschafft – CFD-Verluste sind wieder unbeschränkt mit CFD-Gewinnen verrechenbar.

Häufige Fragen zu AvaTrade

Ist AvaTrade seriös und sicher?
Als Anbieter ja. AvaTrade besteht seit 2006 und ist über verschiedene Konzerngesellschaften reguliert – in der EU durch die Central Bank of Ireland (Reg.-Nr. C53877) nach MiFID, dazu CySEC, ASIC, FSA Japan und FSCA. Kundengelder werden getrennt verwahrt, und es gilt Negativsaldoschutz. Eine Regulierung ist keine Garantie gegen Fehlverhalten oder Verluste. Zwei Einschränkungen sollten Sie kennen: Die Anlegerentschädigung greift nur bis 20.000 €, und AvaTrade ist Market Maker. Das eigentliche Risiko liegt aber in der Hebel-Mechanik der CFDs: hohe Verluste sind möglich.
Kann ich bei AvaTrade echte Aktien kaufen?
In Deutschland nein. Sie handeln bei AvaTrade ausschließlich CFDs – also Derivate, die nur den Kurs eines Basiswerts abbilden. Sie besitzen die Aktie nicht, erhalten keine echten Stimmrechte und keine echte Dividende. Wer echte Aktien oder ETFs will, braucht ein klassisches Wertpapierdepot, etwa bei Trade Republic oder Scalable Capital.
Was kostet AvaTrade wirklich?
AvaTrade verlangt keine Order-Kommission, verdient aber über den Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, je nach Konto fix oder variabel; EUR/USD ab ca. 0,9 Pips). Hinzu kommen: Übernachtfinanzierung (Swap) für über Nacht gehaltene Positionen, optional die Gebühr für AvaProtect sowie eine vergleichsweise hohe Inaktivitätsgebühr – 50 € nach drei aufeinanderfolgenden Monaten ohne Handel und weitere 100 € nach zwölf Monaten Inaktivität. „Kostenlos“ ist AvaTrade also nicht.
Wie hoch ist die Einlagensicherung bei AvaTrade?
Für das EU-Konto über die AvaTrade EU Ltd greift die irische Anlegerentschädigung (ICCL): Sie ersetzt 90 % des Verlusts, höchstens 20.000 €. Das ist deutlich weniger als die 100.000 € pro Kunde bei einer deutschen Bank. Kundengelder werden zwar getrennt vom Firmenvermögen verwahrt, der Entschädigungsbetrag im Insolvenzfall bleibt aber auf 20.000 € begrenzt – ein Punkt, den Sie bei größeren Beträgen einplanen sollten.
Welche Plattformen bietet AvaTrade?
AvaTrade hat eines der breitesten Plattform-Angebote unter den CFD-Brokern: MetaTrader 4 und MetaTrader 5 (inklusive automatisierter Strategien/EAs), den eigenen WebTrader, die mobile App AvaTradeGO mit integriertem AvaProtect sowie AvaOptions für den Forex-Optionshandel. Dazu kommt Copy Trading über DupliTrade und ZuluTrade. Ein kostenloses Demokonto zum Üben ist ebenfalls vorhanden.
Was ist AvaProtect?
AvaProtect ist ein hauseigenes Risikomanagement-Tool von AvaTrade. Gegen eine Gebühr können Sie eine Position für eine gewählte Laufzeit gegen Verluste absichern: Schließt der Trade in dieser Zeit im Minus, wird der Verlust (bis zur abgesicherten Höhe) erstattet. Das kann in volatilen Phasen nützlich sein, kostet aber extra und schmälert damit Ihre Rendite – ein Werkzeug, kein Freifahrtschein.
AvaTrade oder XTB – was passt besser zu mir?
Beide sind CFD- und Forex-Broker, aber XTB schneidet in unserem Einzeltest besser ab (Note 1,7 statt 3,0): oft engere Spreads, eine besser bewertete App (xStation 5) und – anders als AvaTrade – die Möglichkeit, auch echte Aktien und ETFs zu 0 % Kommission zu kaufen. AvaTrade punktet dafür mit MetaTrader 4/5, AvaOptions und AvaProtect. Wer Profi-Plattformen und Optionen will, ist bei AvaTrade gut aufgehoben; wer die günstigere, rundere Gesamtlösung sucht, vergleicht zuerst XTB.
Für wen ist AvaTrade geeignet – und für wen nicht?
Geeignet für aktive CFD- und Forex-Trader, die bewusst kurzfristig und gehebelt handeln, Profi-Plattformen wie MetaTrader oder AvaOptions nutzen und das Risiko verstehen. Nicht geeignet für alle, die eigentlich investieren wollen: Für echte Aktien, ETFs, Sparpläne, eine hohe Einlagensicherung oder steuereinfaches Anlegen ist AvaTrade das falsche Werkzeug – dafür brauchen Sie ein klassisches Depot.
AvaTradeNote 3,0, befriedigend
Konditionen →