Ratgeber Altersvorsorgedepot 2027: bis 540 € Zulage im Jahr und 300 € je Kind, mit Förder-Rechner. Förderung berechnen ↓
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Altersvorsorgedepot 2027: Förderung, Anbieter und Rechner

Das Altersvorsorgedepot löst ab 1. Januar 2027 die Riester-Rente ab: ETFs und Fonds statt Garantie, bis 540 € Grundzulage im Jahr und 300 € je Kind. Abschließen können Sie es erst ab Januar, die meisten Broker haben ihre Konditionen aber schon angekündigt.

APAlessia PewnewRedakteurin Aktualisiert: 3. November 2026 14 Min

Das Altersvorsorgedepot im Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Start am 1. Januar 2027: Vorher ist kein Abschluss möglich, die Zertifizierung der Produkte läuft noch.
  • Bis 540 € Grundzulage: 50 % auf die ersten 360 €, 25 % auf Beiträge bis 1.800 € im Jahr.
  • 300 € je Kind zusätzlich, unter 25 einmalig 200 € Bonus.
  • Keine Garantie: Das Geld steckt in ETFs und Fonds, Kursverluste sind möglich.
  • Für die Rente gebunden: Bei förderschädlicher Kündigung sind Zulagen und Steuervorteile zurückzuzahlen.
  • Der Kostendeckel von 1 % gilt nur für das Standarddepot, viele Broker liegen deutlich darunter.

Das Altersvorsorgedepot, kurz AVD oder AV-Depot, ist ein staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge. Sie zahlen eigene Beiträge ein, der Staat legt Zulagen dazu, und das Geld wird in ETFs, Fonds oder Anleihen angelegt. Erträge bleiben bis zur Rente steuerfrei, besteuert wird erst die Auszahlung. Grundlage ist das Altersvorsorgereformgesetz, das Ende Mai 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet wurde.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Anders als bei Riester gibt es keine Pflicht zur Beitragsgarantie. Das erlaubt eine hohe Aktienquote und damit über Jahrzehnte mehr Rendite, aber auch Schwankungen. Jeder Anbieter muss ein einfaches Standarddepot anbieten, daneben sind zwei weitere Varianten erlaubt.

Standarddepot

Pflichtangebot jedes Anbieters: zwei vorgegebene Fondslösungen, Effektivkosten höchstens 1 % im Jahr.

Freie Fondswahl

Sie wählen ETFs und Fonds selbst aus der zugelassenen Liste des Anbieters, auch mit bis zu 100 % Aktien.

Garantieprodukt

80 % oder 100 % der Beiträge sind garantiert, meist bei Versicherern. Dafür fällt die erwartete Rendite niedriger aus.

Start
01.01.2027
Grundzulage
540 €
Pro Kind
300 €
Gefördert bis
1.800 €
Auszahlung ab
65

Altersvorsorgedepot-Rechner: So viel Förderung bekommen Sie

Stellen Sie Beitrag, Kinderzahl und Rendite nach Kosten ein. Der Rechner zeigt ein Szenario für unmittelbar Förderberechtigte bis 67. Bei Kindern wählen Sie auch, wie viele weitere Jahre die Kinderzulage im Modell fließt.

Wie viel legt der Staat dazu?
Läuft komplett in Ihrem Browser – keine Daten werden übertragen.
ErgebnisErstes JahrBis 67
Vereinfachte Modellrechnung vor Steuern.
Annahmen im Detail

Grundzulage 50 % auf die ersten 360 € und 25 % auf weitere Beiträge bis 1.800 € im Jahr; unter 120 € keine Zulage. Je Kind werden 100 % des Eigenbeitrags gefördert, höchstens 300 €. Die gewählte Restdauer gilt im Modell für alle Kinder gleich; tatsächlich zählt der jeweilige Kindergeldanspruch. Unter 25 wird ein einmaliger Bonus von 200 € angenommen, sofern er noch nicht gewährt wurde. Beiträge und Zulagen werden vereinfacht zu Jahresbeginn angelegt; die Rendite gilt nach allen Kosten. Zusätzlicher Sonderausgabenabzug, Steuern bei Auszahlung und Inflation fehlen. Mittelbar förderberechtigte Ehepartner benötigen eine eigene Berechnung.

Altersvorsorgedepot-Förderung im Überblick

Die Förderung ist gestaffelt: Die ersten Euro bekommen den höchsten Zuschuss. So kann die staatliche Förderung für ETFs auch bei kleinen Sparraten einen hohen Anteil ausmachen.

FörderungBetragVoraussetzung
Grundzulage Stufe 150 %max. 180 €auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr
Grundzulage Stufe 225 %max. 360 €auf Beiträge von 360,01 bis 1.800 €
Kinderzulage300 €je Kind100 % des Beitrags, solange Kindergeld gezahlt wird
Berufseinsteigerbonus200 €einmaligunter 25 zu Beginn des Beitragsjahres
Mindestbeitrag120 €im Jahr, darunter gibt es keine Zulage
Höchstbeitrag6.840 €je Vertrag und Jahr, gefördert nur bis 1.800 €

Am meisten lohnt sich der erste Euro: Bei 30 € im Monat legt der Staat 50 % dazu, bei 150 € im Monat sind es 540 € oder 30 %. Alles über 1.800 € im Jahr wächst zwar steuerfrei, bekommt aber keine Zulage mehr. Die Zulage beantragt der Anbieter für Sie, am einfachsten mit einem Dauerzulagenantrag.

Steuervorteil zusätzlich

Beiträge bis 1.800 € plus Zulagen sind als Sonderausgaben absetzbar. Das Finanzamt prüft mit der Anlage AV automatisch, ob der Steuerabzug mehr bringt als die Zulage. Die Differenz kommt als Steuererstattung aufs Girokonto, nicht ins Depot.

Wer bekommt die Förderung?

Förderberechtigt sind Arbeitnehmer, Beamte und Azubis, erstmals auch Selbstständige, Freiberufler und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke. Ehepartner ohne eigenen Anspruch können mittelbar förderberechtigt sein. Für bis zu 175 € Grundzulage müssen sie selbst mindestens 120 € im Jahr einzahlen; außerdem müssen die Voraussetzungen und der erforderliche Beitrag des unmittelbar förderberechtigten Partners erfüllt sein. Gefördert werden höchstens zwei Verträge pro Person.

Altersvorsorgedepot und Kinder

Für jedes Kind, für das Kindergeld gezahlt wird, gibt es bis zu 300 € Kinderzulage im Jahr, und zwar für einen Elternteil. Das Depot gehört dabei den Eltern. Ein eigenes gefördertes Depot für das Kind ist mit der geplanten Frühstart-Rente vorgesehen, für den Vermögensaufbau auf den Namen des Kindes bleibt das Junior-Depot.

Altersvorsorgedepot-Anbieter im Vergleich

Die Übersicht zeigt angekündigte Konditionen vor dem Produktstart 2027. Entscheidend sind die endgültigen Vertrags- und Preisunterlagen; eine Zertifizierung ist keine Preisgarantie. Neben Depot- und Sparplangebühren zählen Fondskosten, Aktionsgrenzen und mögliche weitere Kosten.

Broker und Direktbanken

Die große Zahl zeigt einen modellierten Verlust an Endkapital durch Kosten über 30 Jahre, bei 150 € im Monat plus Zulage. Sie ist keine Preiszusage des Anbieters.

Trade Republic

Langfristige Erstattung angekündigt

0 €Modell: 30 Jahre
Gratislangfristig angekündigt
Laufende Kosten0 %
Riester-Übertraggeplant

Ausgewählte ETFs ohne Produktkosten angekündigt. Modell nur für diese ETFs; zusätzliche Handelskosten und Spreads nicht enthalten.

flatex

Lange gratis, danach sehr günstig

2.060 €Modell: 30 Jahre
Gratismind. 5 Jahre
Laufende Kostenmax. 0,07 % nach Erstattung
Riester-Übertragnoch offen

Variante Core. Modell: Erstattung endet nach fünf Jahren; eine Verlängerung ist möglich. Plus und Flex noch ohne Preise.

Smartbroker+

Gratis für 3 Jahre, bis 25.000 €

4.500 €Modell: 30 Jahre
Gratis3 Jahre
Laufende KostenETF-Kosten meist unter 0,15 %
Riester-Übertragmöglich

Erstattung bis 25.000 € Anlagevolumen; nach drei Jahren nur bei mindestens 15 Trades pro Kalenderjahr im Hauptdepot. Die Aktion kann vorzeitig enden. Modell: drei Jahre Erstattung, danach 0,15 %.

Scalable Capital

Standarddepot mind. bis Ende 2027 gratis

4.570 €Modell: 30 Jahre
Gratismind. bis 31.12.2027
Laufende Kostenmax. 0,15 % nach Erstattung
Riester-Übertragkostenlos

Modell Standarddepot: Erstattung endet 2027, danach 0,15 %. Bei freier Wahl gibt es den Rentenbonus für ausgewählte ETFs; Orders kosten 0,99 €, mit PRIME+ 0 € zuzüglich Abokosten.

ING

Keine ING-Gebühr, ETF-Kosten bleiben

6.080 €Modell: 30 Jahre
ING-Gebühren0 €
Laufende Kosten0,2 % im Jahr
Riester-Übertragkostenlos

Relax: 0,2 % Produktkosten plus Transaktionskosten. Aktiv ab 0,03 % je nach ETF. Kostenloser Riester-Übertrag im Laufe von 2027 geplant. Modell ohne zusätzliche Transaktionskosten.

Traders Place

Standarddepot: TER-Erstattung bis Ende 2028

offenModell: 30 Jahre
TER-Erstattungbis 31.12.2028
Danachje nach ETF
Riester-Übertragnoch offen

Standarddepot: TER-Erstattung bis 20.000 € Anlagevolumen. Depot und Sparplan 0 €. Freie Wahl: gettex ab 500 € ohne Ordergebühr, sonst 0,95 €; Spreads und weitere Fondskosten bleiben.

comdirectConsorsbankDKBcomdirect, Consorsbank und DKB haben ein Altersvorsorgedepot angekündigt, Preise aber noch nicht veröffentlicht.

Modellannahmen: jährlich 2.340 € zu Jahresbeginn, 5 % Rendite vor Kosten, prozentuale Kosten jeweils am Jahresende. Befristete Erstattungen enden im Modell zum frühesten genannten Termin. Ohne Kosten ergeben sich rund 163.240 €. Zusätzliche Handelskosten, Spreads, Steuern und spätere Tarifänderungen sind nicht eingerechnet. Die Ergebnisse sind Szenarien und kein vollständiges Preisranking.

Die Erstattung von Fondskosten hängt vom gewählten Produkt, den ETFs und den Aktionsbedingungen ab. Langfristig angekündigt bedeutet keine garantierte Kostenfreiheit für 30 Jahre. Ein späterer Wechsel bleibt möglich: In den ersten fünf Jahren darf der alte Anbieter höchstens 150 € verlangen, danach ist der Übertrag kostenlos. Der neue Anbieter darf einmalig bis 150 € berechnen.

Kein Grund zur Eile im Januar

Die Zulagen für 2027 gibt es auch, wenn Sie erst im Laufe des Jahres abschließen und den Jahresbeitrag bis Dezember einzahlen. Warten Sie lieber die verbindlichen Preisverzeichnisse ab, statt sich auf eine Vormerkung festzulegen.

Fondsgesellschaften und Versicherer

Auch Fondshäuser und Versicherer bieten Standarddepots und gemanagte Varianten an. Prüfen Sie, ob eine Angabe Fondskosten, Vertragskosten oder Effektivkosten bezeichnet: Diese Größen sind nicht unmittelbar gleichzusetzen.

AnbieterVarianteKosten pro JahrModell: 30 Jahre
DekaStandarddepot0,1 %3.070 €
Deutsche Bank, PostbankStandarddepot mit DWS-Fonds0,10 %ab dem 3. Jahr 0,28 %8.390 €
FidelityStandardca. 0,35 %plus 1 € im Monat11.220 €
DWSETF-Variantenoch nicht bestätigt–
AXAStandarddepot „easy“bis 1 % Effektivkosten–
DekaVorsorgePlus, gemanagt1,0 bis 1,5 %27.950 bis 39.840 €

Die Modellwerte verwenden die genannten Prozentsätze als jährlichen Kapitalabzug; bei Fidelity kommen 12 € pro Jahr hinzu. Tatsächliche Effektivkosten können anders ausfallen. Für AXA wird wegen der abweichenden Effektivkostenangabe, für DWS wegen fehlender primärer Preisbestätigung kein Euro-Modell ausgewiesen.

Kosten im Altersvorsorgedepot

  • Effektivkosten vergleichen: Sie beschreiben die jährliche Renditeminderung durch Kosten. TER, Depot-, Order- und Vertragskosten sind Bestandteile, aber nicht einfach als Prozentsätze addierbar.
  • Deckel nur im Standarddepot: Dort sind höchstens 1 % im Jahr erlaubt. Freie Fondswahl und Garantieprodukte haben keinen Deckel.
  • Breite ETFs sind günstig: Welt-ETFs kosten meist 0,1 bis 0,2 % im Jahr.
  • Befristete Erstattung prüfen: Viele Startvorteile laufen nach ein bis fünf Jahren aus.
  • Wechsel kostet höchstens 300 €: bis 150 € beim alten und bis 150 € beim neuen Anbieter.

Altersvorsorgedepot oder Riester-Rente?

Ab 1. Januar 2027 werden keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen. Bestehende Verträge laufen weiter, werden nicht automatisch umgewandelt und können im alten Fördermodell weiter bespart werden. Wer eine Riester-Rente hat, hat drei Wege.

Riester behalten

Sinnvoll bei hohem Garantiezins oder wenig Einkommen mit mehreren Kindern. Es gelten weiter 175 € Grundzulage und 185 bzw. 300 € je Kind.

Auf neue Förderung umstellen

Der bestehende Vertrag bekommt die neuen Zulagen. Die Erklärung gilt für alle Riester-Verträge und lässt sich nicht widerrufen.

Ins Altersvorsorgedepot übertragen

Das Guthaben wechselt ohne Rückzahlung der Zulagen ins neue Depot, die Garantie fällt weg. Kosten bis 150 plus 150 €.

Achtung beim Bestandsschutz

Wer ein neues Altersvorsorgedepot abschließt, holt alle bestehenden Riester-Verträge ins neue Recht, einen Weg zurück gibt es nicht. Rechnen Sie vorher nach, ob die alten Zulagen für Sie günstiger waren, vor allem mit Minijob und mehreren Kindern.

Riester-Rente und Altersvorsorgedepot gleichzeitig zu besparen ist möglich. Zulagen fließen höchstens in zwei berücksichtigungsfähige Verträge; bei mehreren entscheidet für die Verteilung die Beitragshöhe. Bei Neuabschlüssen ab 2027 zählen grundsätzlich nur die ersten beiden Verträge nach Abschlussdatum. Rürup-Verträge, Betriebsrenten und normale ETF-Depots lassen sich nicht ins Altersvorsorgedepot übertragen.

Auszahlung: Was im Alter passiert

  • Beginn mit 65 bis 70: früher nur, wenn Sie bereits gesetzliche Rente oder Pension beziehen.
  • Zwei Formen: lebenslange Rente oder Auszahlplan bis mindestens 85. Ein etwaiges Restkapital wird mit der letzten Rate ausgezahlt; eine lebenslange Zahlung ist beim Auszahlplan nicht garantiert.
  • Bis 30 % auf einmal: zu Beginn der Auszahlung als Teilkapital, voll zu versteuern.
  • Kleine Beträge bis zur gesetzlichen Kleinbetragsgrenze können auf einmal ausgezahlt werden. Für 2027 wären es nach der geplanten Bezugsgröße rund 62 € im Monat; der endgültige Wert ist noch zu bestätigen.
  • Steuer: Der geförderte Teil wird voll mit Ihrem persönlichen Steuersatz besteuert. Für Leistungen aus nicht geförderten Beiträgen gelten andere Regeln; die Besteuerung richtet sich nach der Auszahlungsform.
  • Krankenkasse: Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner zahlen auf die Auszahlung keine Beiträge.

Vor- und Nachteile des Altersvorsorgedepots

Die Förderung ist hoch, dafür ist das Geld bis zur Rente gebunden.

Vorteile
  • Bis 540 € Zulage im Jahr, plus 300 € je Kind
  • Steuerfrei bis zur Rente: Erträge und Umschichtungen
  • Bis 100 % Aktien möglich
  • Günstig bei Brokern: oft 0 € Depotgebühr
  • Anbieterwechsel möglich, höchstens 150 plus 150 €
Nachteile
  • Keine Garantie: Kursverluste kurz vor der Rente schmälern das Kapital
  • Für die Rente gebunden: förderschädliche Kündigung kostet die Förderung
  • Volle Steuer auf die geförderte Auszahlung
  • Vererben ohne Verlust nur an den Ehepartner
  • Zulage nur bis 1.800 € Eigenbeitrag im Jahr

Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Passt zu

  • Eltern mit Kindergeld
  • Sparer mit kleinen Raten
  • Berufseinsteiger unter 25
  • Selbstständige

Passt weniger zu

  • Wer vor 65 ans Geld will
  • Wer eine Garantie braucht
  • Wer im Alter viel Einkommen erwartet
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Altersvorsorgedepot oder ETF-Sparplan?

Bis 1.800 € Eigenbeitrag im Jahr können Zulagen das Altersvorsorgedepot attraktiv machen. Ob es nach Kosten und Steuern besser abschneidet, hängt von Ihrer Situation ab. Auch darüber sind die Steuerregeln für nicht geförderte Beiträge zu berücksichtigen. Ein normales Depot bietet mehr freie Verfügbarkeit, etwa für Ziele vor der Rente. Eine Kombination kann sinnvoll sein; der Förder-Rechner ersetzt keinen Nettovergleich.

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Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Ab wann gibt es das Altersvorsorgedepot?
Ab 1. Januar 2027. Vorher können Sie sich bei einigen Brokern nur vormerken lassen. Zulagen gibt es für Beiträge ab dem Beitragsjahr 2027, auch wenn Sie erst im Laufe des Jahres abschließen.
Für wen lohnt sich ein Altersvorsorgedepot?
Vor allem für Eltern mit Kindergeld, Sparer mit kleinen Raten und Berufseinsteiger unter 25. Bis 1.800 € Eigenbeitrag im Jahr legt der Staat 30 bis 50 % dazu. Weniger passt es, wenn Sie das Geld vor 65 brauchen oder eine Garantie wollen.
Welche Nachteile hat ein Altersvorsorgedepot?
Es gibt keine Garantie, und die geförderte Auszahlung wird voll versteuert. Das Geld dient der Altersvorsorge; Ausnahmen vom regulären Beginn ab 65 gelten etwa bei früherem gesetzlichem Rentenbezug. Für selbst genutztes Wohneigentum ist ein dafür geeigneter Vertrag erforderlich. Bei förderschädlicher Kündigung oder Vererbung an andere als den Ehepartner droht die Rückforderung der Förderung.
Kann ich meine Riester-Rente in ein Altersvorsorgedepot umwandeln?
Ja, ab 2027 lässt sich das Riester-Guthaben ohne Rückzahlung der Zulagen übertragen. Die Garantie entfällt, und es können bis 150 € beim alten und bis 150 € beim neuen Anbieter anfallen. Mit dem neuen Vertrag gilt das neue Recht für alle Riester-Verträge, ohne Weg zurück.
Können Beamte ein Altersvorsorgedepot nutzen?
Ja. Beamte sind wie Arbeitnehmer unmittelbar förderberechtigt und erhalten Grundzulage, Kinderzulage und gegebenenfalls den Berufseinsteigerbonus.
Was passiert mit dem Altersvorsorgedepot im Todesfall?
Das Kapital kann ohne Verlust der Förderung auf einen Vertrag des Ehepartners übertragen werden. Andere Erben bekommen das Restkapital, Zulagen und Steuervorteile werden dann zurückgefordert und die Erträge versteuert. Eine lebenslange Rente endet mit dem Tod, außer es wurde eine Garantiezeit vereinbart.
Wie viel muss ich für 1.000 € Rente einzahlen?
Für 1.000 € im Monat über einen Auszahlplan von 65 bis 85 brauchen Sie rund 165.000 € Kapital, wenn der Rest weiter 4 % im Jahr bringt. Das erreichen Sie im Modell mit 150 € im Monat plus 540 € Zulage bei 5 % Rendite in rund 30 Jahren, vor Steuern. Tatsächliche Auszahlungsraten werden nach Vertragsregeln angepasst; 1.000 € monatlich sind nicht garantiert.
Kann ich Riester und Altersvorsorgedepot gleichzeitig haben?
Ja. Zulagen gibt es für höchstens zwei berücksichtigungsfähige Verträge; die Verteilung richtet sich nach den Beiträgen. Für Neuabschlüsse ab 2027 gilt zusätzlich die Grenze der ersten beiden Verträge nach Abschlussdatum. Mit einem Altersvorsorgedepot gelten auch für bestehende Riester-Verträge die neuen Förderregeln.